Ninja Gaiden 4 war auf der gamescom 2025 vertreten und versprach blitzschnelle Kämpfe, knallharte Herausforderung und ein überraschend modernes Spielgefühl. Als eher neuer Fan der Reihe war ich zwar gespannt, aber auch skeptisch wegen des großen Wechsels in die Moderne. Aber wie sich herausstellte: Meine Sorgen kann ich ad acta legen!
Klassik trifft Moderne
Die Demo auf der gamescom war nicht besonders groß. Lediglich ein paar Gegner und Platforming-Passagen waren enthalten, als auch ein Boss-Fight. Klingt aber weitaus unspektakulärer, als es tatsächlich war! Das Herzstück bleibt das kompromisslose, reaktionsschnelle Kampfsystem – und in der Anspiel-Session überraschte vor allem die Präzision der Steuerung. Egal ob schnelle Kombos, Blocks oder Ausweichmanöver: Auf jeden Tastendruck folgt einfach instant die entsprechende Aktion. Das fühlt sich einfach so unfassbar responsiv und befriedigend an. Das ist jedoch auch notwendig, denn Ninja Gaiden 4 ist ein noch größeres Action-Spektakel, welches vor allem auch wenig Fehler verzeiht. Daran zeigt sich sehr gut, dass Platinum Games genau um die Spielbarkeit und die Eigenheiten der Reihe weiß.
Nichts für schwache Nerven
Die eingängige Steuerung half, sich erstmal an das Spielgefühl zu gewöhnen. Ninja Gaiden 4 ist sehr schnell und sehr impactful. Selbst einfache Kombos sehen bereits spektakulär in Szene gesetzt aus. Die anfänglichen Gegner in der Demo waren auch relativ einfach zu bezwingen und es genügten recht simple Angriffsmuster. Die anschließenden Platforming-Passagen gingen ebenfalls gut von der Hand und lieferten ein gutes Gefühl dafür, dass sich der vierte Teil sehr klassisch anfühlt. Doch holy moly, dann kam der Boss. Der hatte es mehr als in sich und für den brauchte ich tatsächlich auch mehrere Anläufe. Da zeigte sich aber auch die Komplexität und die Verkettung der Movements. Zum Sieg verhalf mir dann, dass ich die Spezialangriffe, auch in ihrer Art und Weise wie sie funktionieren, verstanden habe. Denn da war das Tutorial etwas dürftig. Doch einmal verstanden, geht es in Fleisch und Blut über. Bereits in der Demo zeigte sich wie herausfordernd, befriedigend, effektvoll und motivierend das Spiel sein kann.
Let’s fetz!
Optisch präsentierte sich Ninja Gaiden 4 als etwas zwiespältig. Die Umgebungsgrafiken und Charaktermodelle lassen nicht gerade Next-Gen-Vibes aufkommen und die Texturen wirken ein wenig angestaubt. Deutlich besser gefallen mir dagegen die Effekte, denn von denen gibt es einige und sie sehen einfach nur spektakulär aus. Noch mehr zum Action-Flair passt aber der Soundtrack! Der fetzt unfassbar treibend mit und trägt wesentlich zum Adrenalinschub bei. Während des Boss Fights wechselte bei der neuen Phase auch nochmal die Musik und wurde nochmal intensiver. In dem Punkt liefert NG4 wirklich ab und als Gesamtes passt die technische Umsetzung extrem gut zum Gameplay.
Ich hab Bock!
Ninja Gaiden 4 ist schnell. Es ist komplex. Es ist bockschwer. Aber zusammen mit der tollen Spielbarkeit, der knackig präzisen Steuerung und dem wilden Action-Feuerwerk in Form von Angriffskombinationen, hat Ninja Gaiden 4 mehr abgeliefert, als ich erwartet habe. Irgendwie hat man es geschafft, dass es sich wie Ninja Gaiden anfühlt, trotz des neuen Charakters und trotz des abgewandelten Settings. Ich habe nach der gamescom wirklich gar keine Zweifel mehr, dass der neueste Teil irgendwelche wesentlichen spielerischen Schwächen aufweisen wird. Wenn jetzt noch die Geschichte spannend ist und vernünftig erzählt wird, dürfte uns vielleicht einer der besten Action-Titel des Jahres ins Haus stehen!




