Mit Resident Evil Requiem (RE:9) soll Capcom die legendäre Horrorreihe nah zu ihren Wurzeln führen. Noch vor der gamescom 2025 konnten wir sogar die entsprechende Demo anspielen. Aber in welche Richtung entwickelt sich die alteingesessene Horror-Reihe und was konnte man davon bereits in der gamescom-Demo entdecken?
Neue Heldin, bekanntes Gameplay?
Die ersten spielbaren Minuten des neunten Hauptteils ließen uns in die düstere Welt der neuen Protagonistin Grace Ashcroft eintauchen und versprachen ein intensives Erlebnis, das vor allem sehr klassische Elemente der Reihe aufgriff. Requiem spielt rund 30 Jahre nach der Zerstörung von Raccoon City und schließt die Winters-Saga ab.
Im Mittelpunkt steht Grace Ashcroft, eine junge FBI-Analystin und Tochter der bekannten Journalistin Alyssa Ashcroft (bekannt aus Resident Evil Outbreak). Die Demo beginnt mit einer in einem leeren Zimmer und kopfüber gefesselten Grace, die in unbekannter Umgebung aufwacht. Es wirkt wie eine alte verlassene Klinik. Mit unkonventionellen Mitteln kann sie sich befreien und von da an spielt man die sichtlich mitgenommene Hauptfigur durch die ca. 15 minütige Demo.
Resi 1 + Resi 4 + Resi 7 = Resi Requiem?
Capcom macht dabei sehr schnell klar, wofür das neue Resident Evil steht. Ich steuerte die geschwächte Grace durch dunkle, leere und unbehagliche Gänge – nur mit einem Feuerzeug bewaffnet. Die Atmosphäre ist enorm beklemmend, was vor allem auch an der sehr zurück gefahrenen Belichtung liegt, als auch dem ausgezeichneten Sound Design. Dabei kann man Grace steuern, wie man mag: Der Wechsel zwischen First- und Third-Person-Perspektive ist jederzeit möglich. Während die Ego-Ansicht für maximale Immersion sorgt, erlaubt die Third-Person-Ansicht mehr Überblick und erinnert damit mehr an Resident Evil 4 oder dem Remake von Teil 2. Doch ruhig geht es nicht lange zu, denn man stößt schnell auf eine absolut groteske Kreatur, der Menschen sehr zu schmecken scheinen. Somit entwickelt sich daraus eine Escape-Mission, bei der Requiem Schleichen mit Puzzle-Elementen verbindet, um zu Entkommen.
Die Flucht vor dem Tod
Die Demo verzichtet weitgehend auf Waffen und setzt stattdessen auf klassische Resident Evil-Elemente wie das Sammeln von Items (Schlüssel, Sicherungen) und das Lösen von Rätseln. Gegner können durch Umgebungsinteraktionen wie das Werfen von Flaschen abgelenkt werden – ein klarer Fokus auf Stealth statt Konfrontation. Es vermittelt denke ich sehr gut die Idee hinter dem Spiel, nämlich der Verknüpfung klassischer Resi-Elemente und auch durchaus auch Dingen aus Stealth-Horror Games. Die Kombination ist natürlich nicht unfassbar innovativ, aber sie fühlte sich in dem Moment absolut richtig und stimmig an.
Dass Resident Evil Requiem auf der RE Engine basiert sieht man vor allem an den Charaktermodellen. Doch gerade die Umgebungsgrafik mitsamt der wunderbaren Lichtstimmung konnten mich jetzt schon begeistern! Die Demo wurde mehrfach für „Best Visuals“, „Best Audio“ und „Most Epic“ bei den Gamescom Awards ausgezeichnet. Besonders die Lichtstimmung und die Soundkulisse tragen zur Horror-Erfahrung bei.
Die gamescom-Demo ist ein vielversprechender Ausblick!
Die Demo zu Resident Evil Requiem wirkt in dem präsentierten Setup wie eine Rückbesinnung auf das, was die Serie ausmacht – mit einer neuen Heldin, einer packenden Geschichte und einem Gameplay, das Spannung und Horror wunderbar zu kombinieren scheint. Die Demo war natürlich nur ein kleiner Ausblick und eine absolute Revolution ist Requiem auch eben nicht. Aber es vermittelt sehr gut den Eindruck, dass sich Requiem auf erfahrene Survival-Elemente beruft und diese, mitsamt der gelungenen Atmosphäre, auch spielerisch wieder sehr gekonnt umzusetzen weiß. Dennoch hoffe ich, dass wir bis zum Release am 27. Februar 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC noch ein paar weitere Szenarien sehen und ob auch der Rest des Spiels auf den Spuren der Demo wandelt.
Bild: 2025 © Capcom




