Wir waren wie jedes Jahr vor der gamescom natürlich auch wieder auf der devcom, die Mini-Messe vor der großen Messe. Diese richtet sich, wie der Name es ja schon andeutet, eher an Spieleentwickler und auch Publisher. So werden hier vor allem Vorträge über die Spieleentwicklung gehalten und diverse Aussteller fokussieren sich vor allem darauf, Tools für Entwickler anzubieten. Aber wie jedes Jahr gab es auch wieder eine Reihe von Indie-Entwicklern, die ihre Spiele vorstellten. Fokus hier war natürlich, ihre Spiele sichtbar zu machen und eventuelle Publisher und Mitarbeiter anzuwerben. Und es waren mal wieder ein paar wirklich kreative Spiele am Start.
Die neue Location
Erstmals fand die devcom nicht in den Messehallen der koelnmesse statt, sondern im neu eröffneten Conference and Exhibition Center, kurz „Comfex“. Viel mehr Räumlichkeiten bieten dadurch auch viel größere Räume für Präsentationen und Ausstellungen. Im Eingangsbereich zu unserer Rechten befand sich direkt die Retro-Ausstellung, die jedes Jahr aufs Neue wieder Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten der Gaming-Geschichte ausstellt.
Als wir die Haupthalle betraten, wurden uns die Ausmaße erst richtig bewusst. Nicht länger drängelte man sich auf engem Raum zusammen, ein großer offener Raum offenbarte sich und bot somit viel mehr Indie-Entwicklern die Möglichkeit ihre Spiele zu präsentieren. Die komplette linke Hälfte der Halle war gefüllt mit Anspielstationen, auf der rechten Seite stellten vor allem Programmentwickler hilfreiche Tools für die Spieleentwicklung vor. Doch wir konzentrierten uns zunächst einmal nur auf die gezeigten Spiele.
Die Indie-Spiele
Und es waren wirklich so viele tolle Spiele auf der devcom. Um mal das Fazit vorweg zu nehmen, es waren wirklich deutlich mehr Spiele, bei denen man gewaltiges Potential erkennen konnte, als in den Vorjahren. Einige unserer Highlights möchten wir euch hier ganz kurz vorstellen:
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Brew
Ein Roguelite-Shooter, in welchem ihr eure Kräfte mithilfe von selbst zusammengebrauten Tränken verbessert. Aber ihr müsst eure Tränke nicht nur trinken, ihr könnt sie auch verwenden um eure Waffen zu verbessern oder gefährliche Säure- oder Feuertränke auf eure Gegner werfen. Das ganze wird in putziger Optik präsentiert, soll aber durchaus herausfordernd sein.
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Cactus: Be the Weapon
Ein Ego-Shooter, in welchem ihr in die Rolle eines Kaktus schlüpft. Soll heißen, ihr verschießt eure eigenen Stachel wie eine Gatling-Gun. Von dem was wir gesehen haben erinnert das Spiel stark an Serious Sam, ein actionlastiger Singleplayer-Shooter mit Augenzwinkern.
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Nightmare Circus
Ein Action-Adventure mit Fokus auf Kämpfen in kleinen Arenen. Kernelement des Gameplays ist euer Puppenfaden, mit dem ihr euch an Objekte heranziehen könnt oder eure Gegner in den Abgrund zieht. Als dies ist garniert mit einem etwas gruseligen und gleichzeitig knuffig präsentierten Zirkus-Thema.
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Bauhaus Bonk
Ein Geschicklichkeitsspiel, welches an eine Mischung aus World of Goo und Kuru Kuru Kururin (falls einem das überhaupt was sagt, das ist ein richtiger Deep Cut). Unsere „Spielfigur“ hat zwei Ankerpunkte und rotiert um jeweils einen von ihnen. Per Knopfdruck können wir den Punkt wechseln, verändern so aber auch die Drehrichtung. So müssen wir uns durch Levels voller Hindernisse manövrieren, ohne irgendetwas zu berühren.
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Trash: A Garbage Game
Als Müllroboter auf einem vermüllten Planeten müssen wir für Ordnung sorgen. Natürlich sehr von Wall-E inspiriert erwartet uns hier ein charmanter Platformer, in welchem wir mit verschiedenen Fähigkeiten vorankommen. Dabei können wir sowohl unsere rechten als auch linken Robo-Arme und -Beine gegen ein Gerät austauschen, welches uns einen bestimmten Vorteil verschafft. Ein Adapter löscht zum Beispiel Feuer, während uns etwa Sprungfederbeine höher springen lassen. Verschiedene Module auszurüsten und so den richtigen Weg zu finden ist unsere Aufgabe.
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Occult Chambers
Ein Action-Horrortitel welches in Indien spielt. Ihr erkundet eine mystische Insel und entdeckt dabei so allerlei mystische Angelegenheiten und wilde Bestien. Vor allem die düstere Atmosphäre hat uns hier sehr gefallen und es wird hier mit der Stimmung der Umgebung gespielt. Es wird also mehr ein sehr psychologischer Horror werden und keine Jumpscare-Party. Auch der Action-Faktor ist nicht zu unterschätzen, denn ausgestattet mit einem magischen Stab seid ihr keineswegs wehrlos.
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Hilfreiche Tools für Entwickler
Abseits der Spiele haben wir uns diesmal auch ein wenig mit anderen Ausstellern der devcom unterhalten, welche Tools für die Entwicklung von Spielen anbieten. Denn das ist ja eigentlich auch der Hauptaspekt der devcom. Wir haben von den technischen Aspekten zwar nicht besonders viel verstanden, wollen euch diese drei Firmen aber dennoch vorstellen. Wenn ihr also angehende Spieleentwickler seid, dann könntet ihr euch hier mal melden, falls ihr eine Engine oder ein Tool für die Spieleentwicklung benötigt.
So findet ihr bei Perforce zum Beispiel mit Helix Core ein Versionskontrollsystem, welches mit Helix DAM eine Bibliothek für 2D und 3D Assets enthält und mit Helix Plan ein Echtzeitplanungstool anbietet.
Auch diversion bietet euch ein solches Versionskontrollsystem. Teams mit bis zu fünf Nutzern können es kostenlos verwenden und Projekte bis zu 100GB verwirklichen. Auch hier könnt ihr euch mal auf der Website umschauen, ob dies etwas für euch ist.
Zu guter Letzt hielten wir noch einen Plausch mit den Leuten von Lemonate. Dabei handelt es sich um eine Game Engine, welche über den Browser bedient werden kann. Ihr könnt euer Spiel hier von Grund auf entwickeln, mit einem angelegten Profil direkt nach Mitarbeitern suchen und eure Ergebnisse präsentieren. Alle notwendigen Tools zum Entwickeln, Publishen und Spielen findet ihr auf der Seite. Da wären zum Beispiel eine Render Engine, eine Physik-Engine und ein Scripting System uvm.









