Was bekommt man, wenn man das rundenbasierte Kampfsystem mitsamt Aktionsbefehlen von Paper Mario nimmt und mit einem Rhythmusspiel kombiniert? Man bekommt Fretless, ein JRPG mit 16bit SNES-Retrolook, einem tollen Soundtrack und kreativem Gameplay mit Musikinstrumenten als Waffen. Was daraus resultiert ist ein Fest für Fans von Rollenspielen und Musik.
Rettet in Fretless die Musikwelt
Wir spielen als Rob, welcher die Musik über alles liebt und am sogenannten „Battle of the Bands“ teilnehmen möchte. Doch der fiese Labelboss Rick Riffson will da auch mitmischen und die Musikindustrie komplett untergraben. Und so machen wir uns auf ein musikalisches Abenteuer, in welchem wir die fiesen Feinde mit Musik bekämpfen. Und das ist buchstäblich gemeint, denn unsere Angriffe sind die Schallwellen unserer Gitarre. Die ersten Gegner, die wir in diesem Rollenspiel antreffen, sind mutierte Pilze und denen pfeffern wir unsere Riffs nur so um die Ohren.

Egal, gegen welche Tierchen ihr auch kämpft, euer Musikinstrument ist immer dabei. | Bild: 2024 © Playdigious Originals
Die perfekt getimeten Akkorde geben viel Schaden ab
Timing ist alles in Fretless. Das Kampfsystem funktioniert rundenbasiert. Wenn wir an der Reihe sind, können wir bis zu drei Riffs auswählen, die dann nacheinander abgespielt werden. Dabei ändert sich auch die Kampfmusik im Hintergrund. Auf diese müssen wir dann ganz genau achten, denn wenn Rob gelb leuchtet können wir im richtigen Takt der Musik die Angriffstaste drücken. Haben wir das geschafft, verursachen wir mehr Schaden oder wie heilen uns mehr. Genau das gleich funktioniert auch, wenn die Gegner angreifen, so dass wir ihren Schaden abwehren können. Erinnert tatsächlich stark an das Gameplay von Paper Mario, aber der Takt der Musik bringt noch mal das extra i-Tüpfelchen mit ins Spiel. Auch dass sich die Spielmusik entsprechend verändert ist ein nettes Detail.

Eure Instrumente lassen sich stetig verbessern, um für noch besseren Klang zu sorgen. | Bild: 2024 © Playdigious Originals
Gitarre oder Bass? Ihr habt die Wahl
Da die Instrumente, die Rob benutzt, seine Waffen sind, ist es nur logisch, dass man diese auch wechseln kann. Für jede „Waffe“, sprich jedes neue Instrument, was Rob findet, gibt es eigene Riffs und Akkorde, die er abspielen kann. In unserer Demo haben wir im Bosskampf zum Beispiel auch einen Bass, der andere Angriffe ausführt als die Gitarre, aber auch schwieriger zu meistern ist.
Und das alles wäre auch kein richtiges Rollenspiel, wenn wir unsere Waffen nicht aufwerten könnten. Und so können wir an unseren Instrumenten etwas herumbasteln und sie verbessern. Wir können zum Beispiel neue Saiten und Aufsätze an unserer Gitarre anbringen, dadurch klingt sie besser und verursacht mehr Schaden.
Die uns gezeigte Demo war leider sehr kurz und endete in einem Bosskampf gegen einen Rocker, der mit einer Keytar gegen uns antrat. Er war tatsächlich ein harter Brocken, Fretless wird uns einiges an Fokus und Konzentration abfordern. Auch Bilder vom späteren Verlauf des Spiels lassen uns glauben, dass es noch richtig wild zugehen wird. Wir sind aber allein vom Konzept schon angefixt genug, um Fretless definitiv im Auge zu behalten.
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Fazit zu Fretless
Fretless war eine schöne Überraschung. Ich bin ja grundsätzlich immer gerne für Retro-RPGs angelehnt aus der SNES-Ära in Pixeloptik zu haben, es dann noch mit Gameplayelementen aus Paper Mario zu würzen überzeugt mich völlig. Ich bin jetzt vielleicht nicht der größte Musiknerd, aber trotzdem finde ich das Konzept des Spiels extrem spannend und was ich in der kurzen Demo gesehen habe fühlte sich auch schon richtig gut an. Hier haben wir auf jeden Fall einen RPG-Geheimtipp, den man keinesfalls ignorieren sollte.

