Angespielt: Company of Heroes 3 (gamescom 2022)

Nach beinahe 10 Jahren gibt es mit Company of Heroes 3 endlich Nachschub aus der beliebten Strategiereihe. Auf der gamescom 2022 habe ich das Spiel eine Stunde lang anspielen dürfen und habe mich direkt verliebt. Warum? Das hat mehrere Gründe!

 

Total War oder was?

Die spielbare Demo versetzte mich in eine etwas untypische Ansicht. Eine Oberkarte, die die jeweiligen Städte zeigt und auf der ich meine Einheiten bewegen kann. So ist es möglich mit mehreren Truppen direkt einen guten Start hinzulegen oder eigene Städte mit Einheiten auszustatten, um Invasoren zurückdrängen zu können. Nicht nur Landtruppen lassen sich manövrieren, sogar ein U-Boot stand mir zur Verfügung. “Like in Total War” hieß es immer wieder. Das spürt man auch. Aber die Weltkarte aus Total War ist in seinem Dasein auch etwas, was ich sehr gerne in so manchen Strategiespielen sehen würde. Company of Heroes 3 macht da keine Ausnahme.

Leider war die Framerate auf der World Map derart niedrig, dass ich hier auf etwas Nachjustierung hoffe. Derartige Ruckler erleben wir in der fertigen Version aber sicherlich nicht. Allerdings weiß ich noch nicht so recht, wie viel Tiefe diese Karte mir bietet. In Total War bilden nämlich Forschung, der Ausbau der Infrastruktur und die Diplomatie die grundlegende Eckpfeiler. Truppen verschieben wäre da auf Dauer zu wenig. Auch wenn man unbekanntes Gebiet auskundschaften und auch Luftangriffe ausführen kann. Da müssen wir uns bis zum Release wohl noch etwas gedulden. Doch wie auch immer, die Kampagnenkarte bietet mir jetzt schon viel mehr, als es die Vorgänger taten.

Company of Heroes 3

Die neue Kampagnen-Karte bringt etwas Total-War-Feeling rein.

 

Never change a running System

Doch der Kern sind ja die Echtzeitkämpfe. Diese spielen sich extrem vertraut und bereits nach wenigen Minuten war ich wieder voll im CoH-Modus. Gebäude platzieren, Erweiterungen freischalten und Truppen beordern. Das ging schnell in Fleisch und Blut über. Posten einnehmen, um gewisse Ressourcen zu generieren, bilden natürlich wieder das Grundgerüst. So entbrannten auch wieder heiße Schlachten, während meiner Anspielphase, um den ein oder anderen Stützpunkt. Veteranen finden sich extrem schnell zurecht und auch für Neulinge ist der Einstieg eigentlich gewohnt zugänglich. Aber wer CoH kennt, weiß auch, um es zu meistern, benötigt man doch etwas mehr Zeit.

Der Echtzeit-Part geht wie gewohnt sehr gut von der Hand, die KI ist (meistens) recht zuverlässig und die Kämpfe machen enorm Spaß, insbesondere wenn gewisse Teile stark umkämpft sind. Neu ist hingegen das Zerstörungssystem. Gebäude nehmen durch die Schlachten auch Schaden, sodass eine Hauswand, die ursprünglichen vollen Schutz bot, plötzlich nur noch zu einer halbholen Deckungsoption degradiert wird. Aber das bringt eine neue Dynamik ins Spiel, die auch länger andauernde Kämpfe etwas auffrischt und immer wieder zum Umdenken anregt. Zudem dürfen wir uns auch über ein Pausensystem freuen. Taktische Befehle und die Ausbildung neuer Truppen kann auch während eines Time Freeze ausgeführt werden. Insbesondere in hektischen Situationen sicherlich eine gute Ergänzung. Für den Multiplayer gilt das natürlich nicht.

Company of Heroes

Auch auf engen Raum kommt es oftmals zu taktisch anspruchsvollen Gefechten.

 

Eine breite Farbpalette

Optisch macht der Titel einiges her. Wir dürfen kein Grafikfeuerwerk erwarten, jedoch sieht das Spiel wirklich schön aus. Zudem ist die eben angerissene Dynamik auf den Karten hervorragend umgesetzt. So kann eine Karte zum Start noch sehr idyllisch aussehen. Schöne Häuserfassaden, grüne Gärten und satte Farben prägen dann das Bild. Tobt erstmal der Krieg, verändert sich die Szenerie zunehmend. So übernehmen Grautöne das Bild, von Häusern bleibt oft nicht viel übrig und auch die grünen Gärten verschwinden im Staub der Schlachten. Diese Dynamik der Karten wirkt sich also nicht nur auf das Spielgeschehen aus, sondern deutlich auf die Optik. Die Echtzeitgefechte liefen während meiner Anspiel-Session übrigens auch sehr rund. Ich hatte keinerlei Ruckler zu beklagen. So wünsche ich mir das auch für das fertige Spiel, welches am 17. November für PC erscheinen wird.

Company of Heroes 3 Launch Edition (Metal Case) (PC) (64-Bit)
  • Übernimm das Kommando in Echtzeitkämpfen und führe als General einen Feldzug an, bei dem jede Entscheidung zählt
  • Die beeindruckende Grafik sorgt für authentische und höchst abwechslungsreiche Umgebungen, in denen du stets auf der Hut sein musst
  • Neue strategische Ebenen: Erlebe die größte Einzelspielerkampagne in der Geschichte des Franchise
  • Inkl. Limited Edition Verpackung, Metal Case, gestickter Devil's Brigade Patch, Doppelseitige Landkarte, Collector's Book + "Devil's Brigade DLC" Pack

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  • Company of Heroes 3
    Fazit zu Company of Heroes 3

    Der dritte Ausflug der Reihe scheint genau zu wissen, wo man sich etwas trauen darf und wo eher nicht. Die neue Kampagnen-Karte bringt nämlich einen frischen Aspekt in das Spiel, wenn auch die Komplexität eines Total War hier wahrscheinlich nicht erreicht wird. Die Echtzeitkämpfe sind dagegen relativ unangetastet. Das ist auch gut so! Denn das altbekannte Spielprinzip funktioniert so gut wie eh und je. Die zerstörbare Umgebung bringt zudem eine Prise Dynamik ins Spiel. Veränderung genug, damit es sich frischer anfühlt, aber nicht zu viel, sodass es sich nicht nach CoH anfühlen würde. Ich bin sehr gespannt und rechne mit einem würdigen Nachfolger.

    Christian Koitka, Redakteur
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Geschrieben von Christian Koitka
The guy who loves videogames
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