Angespielt: Batora – Lost Haven (Preview Version)

In Batora: Lost Haven ist die Welt an ihrem Abgrund, die Städte zerstört und die Hälfte der Bevölkerung bereits vernichtet. Inmitten des Chaoses hat Entwickler Stormmind Games auf eine Heldin gesetzt, die Mithilfe ihrer Entscheidungen Freunde gewinnen und alle Welten retten kann. Oder sich mehr Feinde schafft und das Ende herbeiführt. Auf der gamescom 2022 wurde das Spiel vorgestellt und die Demo ist bereits auf Steam und Nintendo erhältlich. Was das Rollenspiel bietet, erfahrt ihr hier.

 

Einmal quer durch die Galaxie

Avril hat seltsame Träume. Die junge Britin hört Stimmen in ihrem Kopf, die ihr sagen, dass sie ihre zerstörte Welt noch retten kann. Zusammen mit ihrer Schwester Mila durchquert sie die abgesperrten Bereiche von London, um den Ort zu finden, von dem ihr erzählt wurde. Prompt fällt sie in ein Loch und landet dadurch in einer anderen Welt. Die Stimmen, die zu ihr sprachen, stellen sich nun als Sonne und Mond vor. Sie sind Gottheiten, die sich Avril ausgesucht haben, um das vollkommene Ende der Welt – von dem man nicht weiß, wie es ausgelöst wurde – abzuhalten. Während Mila vorerst verschwunden ist, bleibt Avril recht cool, nachdem sie feststellt, dass mit der Wahl zur Heldin auch neue Fähigkeiten hinzukommen und damit auch ein Trip durch die Galaxie.

Im Tutorial wird dem Spieler erst einmal gezeigt, wie man kämpfen und ausweichen kann. Schwupps ist man auf einem anderen Planeten und rettet ein Alien vor kleinen Monstern. Die Schlagfertigkeit der Protagonistin ist wirklich erfrischend, wenn auch ganz schön abgeklärt, dafür, dass die Erde bereits seit zwei Jahren in Trümmern liegt. Natürlich ist das im Bezug darauf, dass Avril neue Welten betreten darf und nun eine Superheldin ist, nicht mehr ganz so traumatisierend. Sie glaubt an das Schicksal und ist gewillt, mit beeindruckender Empathie mehr als nur das eigene Leben zu verändern.

 

Multiple Choice – lieber frech oder hilfsbereit?

Batora ist ein besonderes Indie-Game, welches Multiple-Choice in Dialogen anbietet und dadurch ein abwechslungsreiches Spielerlebnis verspricht. So gesehen ist man auch “gezwungen” mehrere Durchläufe zu machen, da die Reaktionen unterschiedlich sein können. Bisher habe ich keine wesentliche Prägung in der Story bemerkt, möglicherweise war ich aber auch sehr hilfsbereit und daher auch noch keiner wesentlichen Konsequenz ausgesetzt. Allerdings verschenkte ich einen Teil der wertvollen Ressourcen an meine lieben Alienfreunde und wurde von Sonne und Mond gerügt. Dafür versprachen meine Verbündeten jedoch, bis zum Schluss an meiner Seite zu bleiben. Ich finde in Anbetracht dessen, dass die Aliens zum ersten Mal auf einen Menschen, dazu eine 16-Jährige, sehr schlagfertige junge Dame trafen, war das Resultat durchaus ein Erfolg. Ob ich es am Ende dennoch bereuen werde, kann ich bis dato nicht sagen.

 

Umfangreiches Kampfsystem

Das Kampfsystem ist trickreich. Avril hat eine physische Kampfkraft und eine, die auf Energiestöße basiert. Farblich ist es an die Götter Sonne und Mond angelehnt. In der physischen Version haut sie mit einem riesigen Schwert auf gleichfarbige Gegner ein. Indes kann sie in der Psy-Variante auf Distanzangriffe gehen und Energiebälle schießen. Zu Beginn des Spiels wurde man schon mal auf die weiteren Fertigkeiten hingewiesen und konnte sie kurz probieren, aber das waren wirklich unheimliche viele Tasten, die belegt waren. Es ist auch möglich, diese umzuverlegen, damit es für jeden Spieler individuell passt, aber ich habe noch längst nicht alles gesehen und hätte gar nicht genügend Tasten auf meiner Maus, um es für mich möglichst bequem zu halten. Für mich war es ebenso schwierig neben dem vielen Ausweichen, auch mit der Maus auf den Gegner zu zeigen, damit Avril nicht ins Leere schlägt oder schießt.

Greift man orangene Gegner mit der blauen Psy-Kraft an, verlieren die viel weniger Lebenspunkte, als wenn man es mit der physischen Kraft im Nahkampf macht. Gleichzeitig hüpften blaue Gegner umher, die eben gern auch mit der blauen Kraft angegriffen werden wollen. Es ist recht kompliziert, verlangt vermutlich aber einfach nur viel Übung. Je mehr Fertigkeiten Avril erlernt, desto mehr Combos kann sie ausführen. Im weiteren Verlauf stehen auch NPCs zur Seite, wie Sheila, das freundliche Alien vom Anfang des Spiels, die einem dann Deckung geben kann.

 

Fantastische Zeichnungen aber mäßige Grafik

Ich wollte Batora: Lost Haven unbedingt spielen, weil mich das Cover des Spiels schon direkt überzeugte. Das Design der Protagonistin, ihrer Schwester, der Götter und der NPCs gefiel mir schon sehr gut und sind ein Augenschmaus. Anders als die Umgebung, von der ich denke, dass sie eher für kleinere Konsolen, als für den PC gedacht sein könnten. Die Map am Bildschirmrand hilft zur Orientierung und wenn man eine Quest ausgewählt hat, kann man mit dem Drücken des Mausrades kleine Feen beordern, die einem den Weg zeigen. Dennoch habe ich nur Pixel vor Augen. Vermutlich ist das Styling so beabsichtigt, um sich an die 1950er Jahre Retro-Sci-Fi-Grafik zu orientieren, mir persönlich gefällt dieser Stil nicht so gut.

Auf dem ersten Planeten Gryja existiert außerdem ein penetranter “Funkel” Sound, der die eigentliche Spielmusik ganz etwas stört und ich hoffe, solche Effekte auf anderen Planeten nicht erwarten zu müssen. Die guten und sehr schön anzusehenden Sequenzen machen diesen Nachteil aber wett, soweit man dies überhaupt als Nachteil bezeichnen darf. Dafür ist das Inventar sehr ordentlich aufgelistet und sieht grafisch wieder wundervoll aus. Leider habe ich ganz oft vergessen, wie ich dahin komme. Hier wären am Rande des Bildschirms ein paar kleine Hinweise nochmal nett. Ist man erst dorthin gekommen, kann man reihenweise interessante Reiter und Geschichten zu den einzelnen Charakteren durchblättern und erfährt mit jedem weiteren Spielfortschritt mehr über die Welten, in der sich Avril, Mila und ihre Freunde bewegen.

Batora: Lost Haven soll im Herbst diesen Jahres für die Nintendo Switch und für den PC auf Steam erscheinen. Die Demo ist bereits auf Steam spielbar.

 

 

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  • Angespielt: Batora – Lost Haven (Preview Version)
    Fazit zu Batora: Lost Haven

    Batora: Lost Haven hat eine sehr interessante Storyline und einen sehr tollen Humor. Man will wissen, welche Katastrophe zu dem Chaos auf den Planeten geführt hat und natürlich, ob die eigenen Entscheidungen gut oder schlecht sind. Außerdem lassen sich mit den verschiedenen Kampftypen schnelle und coole Combos machen. Für Adventure-Indie-Gamer durchaus einen Kauf wert.

    Janine Günther, Redakteurin
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Geschrieben von Janine Günther
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