Tango Gameworks – Kurzvorstellung des Entwicklerstudios

The Evil Within – Horrorenthusiasten dürfte der Titel der originellen Spieleserie aus dem Hause Bethesda bereits hinlänglich bekannt sein. Mit GhostWire: Tokyo steht nun aber auch schon eine gänzlich neue IP in ihren Startlöchern, die aus der Feder ein und desselben Mannes hervorging. Doch wer steckt eigentlich hinter der vielgelobten Survival-Horror-Reihe und was verbirgt sich hinter Bethesdas neustem Geisterabenteuer? Wir geben euch einen Einblick in die Historie der kreativen Spieleschmiede Tango Gameworks!

 

Startschuss unter Bethesda

Obwohl Tango Gameworks erst 2010 gegründet wurde und damit noch vergleichsweise jung zu sein scheint, verbirgt sich hinter dem Studio tatsächlich weit mehr Expertise und Erfahrung als es zunächst den Anschein hat. Gründer und Kopf der Unternehmung ist nämlich kein geringerer als Branchengröße Shinji Mikami selbst, der bereits Jahrzehnte beim japanischen Entwickler Capcom gearbeitet hatte. Schon kurze Zeit nach seiner Gründung sorgte das japanische Entwicklerstudio für Aufsehen und wurde noch im selben Jahr vom Konzern ZeniMax Media aufgekauft. Damit hatte die junge Firma nicht nur eine gewisse finanzielle Sicherheit, sondern auch gleich eine ordentliche Portion Know-How in Sachen Spielepublishing an ihrer Seite. Da ZeniMax auch gleich Bethesda Softworks unter seiner Flagge vereint, erschienen neue Projekte des Studios fortan unter dem hauseigenen Spiele-Label.
Gestartet mit gerade einmal 12 Angestellten konnte die Firma bereits innerhalb von zwei Jahren auf beachtliche 65 Mitarbeiter*innen heranwachsen. In einem frühen Statement erklärte Mikami zudem, dass er das Ziel verfolge ca. 100 Festangestellte unter Tango Ganeworks zu vereinen. Seinen Firmensitz hat Tango Ganeworks aktuell in Shibaura, Tokyo.

 

Zurück zum klassischen Horror

Unter dem mysteriösen Codenamen “zwei” kündigte Tango Gameworks im April 2012 sein erstes eigenes Projekt an, das zwei Jahre später als The Evil Within für PC und Konsolen veröffentlicht werden sollte. The Evil Within stellte seiner Zeit ein klassisches Horror-Abenteuer dar, das maßgeblich auf Survival-Elemente setzte. In der Rolle von Detective Sebastian Castellanos findet sich der/die SpielerIn in einer surrealen Kleinstadt wieder und muss sich dort monströsen Kreaturen entgegenstellen. Das Gameplay ist dabei eine Mischung aus Third-Person-Shooter und Stealth-Mechaniken, in dessen Rahmen ihr verschiedenste Waffen, Fallen und Schleich-Mannöver miteinander kombinieren könnt. Trotz der eher mauen, technischen Grundlage, erhielt The Evil Within überwiegend positive Wertungen von der Fachpresse. Gelobt wurden insbesondere die stimmungsvolle Atmosphäre sowie die spannende und durchdachte Geschichte.

Mit The Evil Within 2 bekam das Horror-Abenteuer schon drei Jahre später sogar einen vollwertigen Nachfolger spendiert. Während Shinji Mikami selbst nur noch als Produzent auftrat, übernahm John Johanas seine Rolle als Lead Director. Anders als noch im Vorgänger setzte das Sequel auf eine halboffene Spielewelt, die dem/die SpielerIn das freie Erkunden und Sammeln von Ressourcen ermöglichte. Das Horror-Abenteuer konnte ähnlich gute Bewertungen einfahren wie der Serienerstling, wurde bisweilen jedoch harsch für einige Entscheidungen auf spielerischer Seite kritisiert. So zeigte sich der Schwierigkeitsgrad über das komplette Spiel hinweg recht unausgeglichen und auch frustrierende „Trial and Error“-Momente nagten immer wieder an der Motivation.

 

“Mastermind” Shinji Mikami

Mit Shinji Mikami zählt einer der wohl bekanntesten Spieleentwickler der letzten Jahrzehnte zu Tango Gameworks. Der Japaner wird nicht umsonst als Urvater der Resident-Evil-Serie bezeichnet und hat den Serienerstling praktisch im Alleingang entwickelt. Nachdem Capcom das Spiel schließlich 1996 für Sonys PlayStation auf den Markt brachte, erfreute sich das brutale Zombie-Abenteuer schnell großer Beliebtheit. Schon bald folgten weitere Iterationen und Sequels, an deren Entstehung Mikami zumindest noch als Produzent beteiligt war.

Mit Resident Evil 4 brachte der heute 56-Jährige dann zunächst seinen bislang letzten Teil des populären Franchise auf den Weg, denn für das Survival-Horror-Genre brach nun eine gänzlich neue Ära an: Anstelle von furchteinflößender Grusel-Atmosphäre traten plötzlich actionorientierte Passagen und Gameplay-Elemente in den Fokus. In den Jahren nach 2004 unterstützte Mikami fortwährend Projekte wie God Hand, Shadows of the Damned und Vanquish. Erst mit Gründung von Tango Gameworks sollte das kreative Mastermind zu seiner einstigen Survival-Horror-Affinität zurückfinden.

“A true survival horror game is one in which the player confronts and overcomes fear. I’ve found my focus and once again I’m striving for pure survival horror. ”

 

Was kommt als nächstes?

Nachdem die beiden The Evil Within Spiele kommerziell durchaus einige Erfolge erzielen konnten, haben sich Mikami und sein Team dazu entschieden für Bethesda an einer gänzlich neuen IP zu arbeiten. GhostWire: Tokyo entführt uns dabei in eine von Geistern heimgesuchte, bizarre Vision Tokyos. In der Rolle von Akito, einem der letzten überlebenden Menschen, gilt es fortan herauszufinden, was die übernatürlichen Wesen in der einstigen Metropole planen und wie man ihnen Einhalt gebieten kann. Spielerisch setzt GhostWire: Tokyo auf eine Mischung aus actionorientierten Kämpfen und simplen Rollenspielelementen, die im Rahmen von Tokyos halboffenen Arealen miteinander verknüpft werden.

Mittels japanischer Fingerzeichen kann Akito nämlich unsagbare Elementarkräfte entfesseln und seinen Feinden so ordentlich einheizen. Die surreale Story rund um Okkultismus, japanische Folklore und die Unterwelt soll dabei eine ganz besonders wichtige Rolle spielen und dürfte für die ein oder andere Überraschung gut sein. Anders als noch The Evil Within wird GhostWire: Tokyo allerdings nicht auf klassischen Horror setzen. Zwar werden Akitos Abenteuer durchaus düster und unheimlich ausfallen, eine Horror-Erfahrung par excellence dürft ihr hier allerdings nicht erwarten.

GhostWire: Tokyo erscheint bereits am 25. März für PlayStation 5 und PC. Eine Version für Xbox-Konsolen ist aktuell nicht in Planung.

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Geschrieben von Yvonne Engelhardt
findet irgendwann alle 7 Dragonballs.
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