Angespielt: Death Trash (Demoversion)

Für Fans von isometrischen old-school Rollenspiele haben die deutschen Entwickler von Craftig Legends etwas ganz Besonderes parat. In ihrem Debuttitel Death Trash lassen sie sich ganz offen von post-apokalyptischen Klassikern wie den ersten Fallout-Spielen inspirieren. Ziel ist es die Vorstellungskraft und Tiefe der old-school RPGs mit der Steuerung und dem Spielgefühl moderner Actionspiele zu kombinieren. Im Rahmen der diesjährigen Indie Arena Booth stand eine zweistündige Demo des Spiels zu Verfügung, die einen ersten Eindruck der Welt und des Spielprinzips vermittelt.

 

Erkunde das Ödland und sprich mit dem riesigen Fleischkraken

Nachdem die Menschheit auf dem Planeten Nexus siedelte und dessen Geheimnisse ans Licht brachte, mussten sie in die stummen Städte fliehen, um zu überleben. Die Oberfläche wird nun nur noch von den Ausgestoßenen bewohnt, zu denen wir nun dazu gehören. Zu Beginn unserer Geschichte werden wir aufgrund gesundheitlicher Aspekte aus der Gesellschaft ausgestoßen. Von nun an sind wir auf uns allein gestellt und müssen versuchen uns ein Leben auf der Oberfläche aufzubauen. Um uns den Einsteig zu erleichtern, haben wir die Möglichkeit ein Oberflächentrainingsprogramm zu absolvieren oder direkt den Sprung ins kalte Wasser wagen. Das Spiel lässt uns also die Wahl, die Grundlagen in einem separaten Tutorial zu erlernen oder uns direkt ins Geschehen zu stürzen.

Noch gar nicht richtig an der Oberfläche angekommen treffen wir auch auf unsere ersten Gesprächspartner. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um andere Ausgestoßene, sondern um einen riesigen Fleischkraken und seine Pfleger. Nach einem kurzen Gespräch mit beiden stellt sich schnell heraus, dass wir als einzige die Sprache des Kraken sprechen. Mit einer neuen Quest im Schlepptau geht es dann direkt an die Oberfläche. Hier lauern allerlei Gefahren, wie Mutanten oder die mysteriösen Fleischwürmer. Die Mutanten sind stets feindlich gesinnt, hier bleibt und nur der Kampf oder der Versuch unbemerkt an ihnen vorbeizuschleichen. Mit den Fleischwürmern verhält es sich ein wenig anders. Haben wir genug Skillpunkte in Animalismus investiert, können wir sie mitnehmen und auf unsere Gegner werfen – oder essen.

 

Death Trash

Dieser riesige Fleischkraken ist einsam und sehnt sich nach einem Freund.

 

Schleichen, Kämpfen, Erkunden

Die Welt von Death Trash hält sehr viele interessante Orte mit unterschiedlichen Biomen für uns bereit. Zwar ist die Spielwelt keine richtige Open-World, doch sind die einzelnen Areale offen und wir können uns frei bewegen. Mittels der Weltkarte reisen wir von einem Areal zum nächsten. Auch hier steht es uns frei in welcher Reihenfolge wir die verschiedenen Orte besuchen wollen. Während wir die einzelnen Areale erkunden, decken wir nach und nach die individuelle Karte für jedes auf. Diese dient zur Orientierungshilfe und zeigt uns außerdem Eingänge zu unterirdischen Bunkern oder Höhlen, sowie Schnellreisepunkte. Welche, nebenbei bemerkt, sehr sinnvoll und spielerfreundlich gesetzt sind.

Auf unserer Reise durch das Ödland von Nexus treffen wir immer wieder auf Gefahren. Die Entscheidung wie wir mit diesen umgehen wollen, liegt stets bei uns. Wir können den frontalen Kampf suchen und mit allerhand verschiedenen Nah- und Fernkampfwaffen auf unsere Gegner stürmen. Hier wechselt der Fernkampf- übrigens automatisch in den Nahkampf-Modus, sobald uns ein Gegner zu nah kommt, sehr praktisch. Wir haben allerdings auch die Möglichkeit uns an unseren Gegnern vorbeizuschleichen. Im Schleichmodus können wir das Sichtfeld unserer Gegner sehen, von dem wir uns möglichst fern halten sollten. Denn dort werden wir auch trotz Tarnmantel entdeckt. Außerdem verbraucht jede Bewegung im Schleichmodus Ausdauer. Sobald diese aufgebraucht ist versagt der Mantel und wir können einem Kampf nicht mehr entgehen.

 

Death Trash

Mittels dieser Weltkarten reisen wir von einem Ort zum nächsten.

 

Sehr starker Einstieg in eine interessante neue Welt

Die Demo von Death Trash umfasst die ersten vier Gebiete, sowie den Anfang der Hauptgeschichte. Dadurch ließ sich ein guter erster Eindruck gewinnen, was dieses Spiel auszeichnet. Die Fähigkeiten und Attribute des Rollenspielsystems mögen zwar weniger umfangreich sein, als in großen Genrevertretern, doch macht es das auch weniger kompliziert. Die eingebauten Fähigkeiten sind sinnvoll gewählt und nützlich. Das Gameplay selbst ist sehr intuitiv und flüssig.

Besonders der automatische Wechsel zwischen Nah- und Fernkampf macht es leicht zugänglich. Auch die Schnellreisepunkte sind gut platziert, sodass man wichtige Orte, die in der Geschichte öfter eine Rolle spielen, ohne extra Wegzeit erreichen kann. So wird eine künstliche Streckung durch unnötiges hin und herlaufen vermieden. Doch auch wenn wir Fußweg zurücklegen, ist das alles andere als eine lästige Zeitstreckung. Überall sind nützliche und interessante Dinge zu entdecken, von der wundervoll charmanten Pixelgrafik ganz zu schweigen. Ohne Frage macht die Demo Lust auf mehr, sodass die Vollversion gar nicht schnell genug kommen kann.

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  • Death Trash
    Fazit zu Death Trash

    Death Trash hat mich innerhalb der ersten 15 Minuten komplett umgehauen, was selten ein Spiel so schnell geschafft hat. Es ist skurril, makaber und unfassbar witzig. Das Attribute-System mag zwar weniger umfangreich sein, als bei großen RPGs, doch das schadet dem Spiel in keinster Weise. Durch die intuitive Steuerung, die charmante Pixelgrafik und herrlich skurrile Welt hat es sich jetzt schon einen Platz auf meiner Favoritenliste gesichert.

    Vivien Ziermann, Redakteurin

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Geschrieben von Vivien Ziermann
Redakteurin im Bereich: Games, Movies
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