Black Widow – Frauen und das Helden-Genre

Titelbild: © Marvel Studios/Walt Disney Company

Im Juli ist es so weit und der heiß ersehnte Film über Natasha Romanoff aka Black Widow läuft in den deutschen Kinos und auf Disney+ an. Mit der Geschichte um die russische Spionin beenden die Marvel Studios die über ein Jahr lange Durststrecke, was neue MCU-Filme anbelangt. Und den bisherigen Trailern und Teasern nach zu urteilen, dürfen wir uns auf ein Action-Spektakel einrichten, das sich gewaschen hat.

Wir haben bereits in diesem Text über die Wichtigkeit von Captain Marvel für die Filmindustrie (und besonders für das Helden-Genre) gesprochen. Dass Scarlett Johanssons beliebter Charakter nun einen eigenen Solo-Film bekommt, ist auf eine gewisse Art und Weise vielleicht sogar noch wichtiger.

 

Black Widow als Marvel-Urgestein

Das Marvel Cinematic Universe existiert nun seit 2008, als mit Iron Man der Franchise gestartet wurde. Und seit Iron Man 2, dem dritten MCU-Film aus 2010, ist Natasha Romanoff mit dabei, gehört zu den Begründer*innen der erfolgreichen Filmreihe und der Avengers. Als einziges weibliches Teammitglied der Avengers, die 2012 das erste Mal die große Leinwand eroberten, spielte sie in den kommenden Jahren einen festen Bestandteil der Gruppe und war für die Entwicklung vieler anderer Charaktere und der Geschichten um sie eine nicht zu unterschätzende Rolle. Sie ist clever, kalkulierend und vermutlich zu jedem gegebenen Zeitpunkt die gefährlichste Person im Raum. Die Fans der Marvel-Filme haben die Spionin und S.H.I.E.L.D.-Agentin fest ins Herz geschlossen. Und genau deswegen ist es so wichtig, dass sie ihren eigenen Film bekommt.

Als Brie Larson 2019 zu Captain Marvel wurde, sorgte das für riesige mediale Aufmerksamkeit und der Film sorgte innerhalb des Fandoms für große Kontroversen. Carol Danvers‘ Einstieg in das Marvel-Filmuniversum war alles andere als einfach und bis heute wird der Charakter stark kritisiert. Captain Marvel sei zu mächtig, es handle sich bei ihr um eine typische Mary Sue, sie sei unsympathisch – die Liste ist lang. Dadurch, dass ihr erster richtiger Auftritt im MCU in Form ihres eigenen Solo-Films stattfand, war die Angriffsfläche für sie natürlich dementsprechend größer. Ein neuer Charakter, eine Frau, die mächtiger als einige der bisherigen männlichen Superhelden des Franchises ist? Captain Marvel war ein unbeschriebenes Blatt und hatte es allein schon durch die Umstände ihrer Einführung ins MCU schwer, vom (männlichen) Publikum geschätzt zu werden. Mit Black Widow ist das etwas Anderes.

 

Aus Alt mach Neu

Fans kennen und lieben Natasha seit über 10 Jahren. Natasha hat in dieser Charaktertiefe und -entwicklung bekommen und der Eindruck, den die Zuschauenden von ihr haben, ist ein durchweg guter. Und jetzt bekommt diese badass Heldin ihren eigenen Film. Der Hype ist hier schon ein ganz anderer als für ihre Kollegin. Es fällt (wieder vor allem den männlichen) Fans leichter, sich für die Geschichte eines Charakters zu begeistern, wenn bereits eine emotionale Verbindung zu ihm/ihr besteht. Und genau das ist, was jetzt mit Black Widow passiert. Dadurch, dass Natasha Romanoff ihre eigene Fanbase innerhalb des MCUs hat, dass das Publikum weiß, wer sie da auf der großen Leinwand erwartet, ist das Feedback zu ihrem Solo-Film schon vorm Kinostart viel positiver, als das bei Captain Marvel der Fall war. Und hier liegt ein unheimlich großes Potential für die Zukunft von Frauen im Helden-Genre.

Ja, Helden-Genre – ich gendere hier ganz gezielt nicht, denn bis heute ist diese Kategorie Film von Männern dominiert. Captain Marvel hat für Frauen weltweit eine kleine Revolution bedeutet und ein Gefühl des Gesehen-Werdens vermittelt. Black Widow bietet jetzt die Möglichkeit, auch Männer von weiblichen Superheldinnen zu überzeugen. Wenn der Film so gut wird, wie die Trailer es versprechen, dann kann niemand mehr abstreiten, dass Frauen das Genre bereichern – und das nicht nur mit sexy Outfits und hübschen Gesichtern, sondern als Charaktere, als Menschen mit Persönlichkeit.

Bis zum deutschen Kinostart von Black Widow Anfang Juli ist es noch ein bisschen hin, aber ich bin unheimlich gespannt auf den Film und kann es kaum warten, Scarlett Johansson wieder in der grandiosen Rolle der Natasha Romanoff zu sehen!

Was haltet ihr von Frauen in Superhelden-Filmen? Seht ihr die ganze Debatte um weibliche Repräsentation vielleicht anders? Hinterlasst gerne einen Kommentar mit eurer Meinung!

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Geschrieben von Julia Dohm
durchbricht gern die 4. Wand und redet mit dem Publikum
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