Call of Duty Black Ops – Die Reihe im Wandel der Zeit

Call of Duty begleitet uns seit beinahe zwei Dekaden und blickt somit auf eine aufregende Geschichte zurück. Die mehr als erfolgreiche Shooter-Reihe ist immer Teil medialer Kontroversen und es schien auch, als sei der ganz große Hype wie zu PS3/ Xbox 360-Zeiten ebenfalls vorüber, ehe mit der Neuinterpretation von Modern Warfare wieder sämtliche Rekorde gebrochen wurden. Neben der gleichnamigen Trilogie schaffte es zudem eine weitere interne Reihe die Massen zu begeistern. Im Zuge des Releases von Call of Duty: Black Ops Cold War möchte ich euch durch die Vergangenheit der Black Ops Spiele führen. Was machte diese Games zu solchen Erfolgen und welche Krisen hatte diese zu meistern?

 

Wie alles mit Call of Duty Black Ops begann

Alles begann 2011 mit dem ersten Black Ops. Wie auch die kommenden Ableger, wurde das Spiel von Treyarch entwickelt. Diese befanden sich zu jenem Zeitpunkt in Zugzwang. Schwesterstudio Infinity Ward legte mit Call of Duty 4: Modern Warfare, sowie dessen Nachfolger, zwei Meilensteine für die nie dagewesenen Verkaufsrekorde. Zudem glänzten diese Spiele durch imposante Kampagnen und enorm zugängliche Multiplayer-Modi. Treyarch konnte mit World at War nicht an deren Erfolge anknüpfen. Ein Meisterwerk musste her – und es sollte kommen. Die Entwickler schicken die Spieler in den Kalten Krieg. Das Wettrüsten der Supermächte schaukelt sich hoch und es kommt weltweit immer wieder zu kriegerischen Konfrontationen. Mitten drin: Alex Mason. Gefesselt an einen Stuhl wird er immer wieder von Unbekannten nach Zahlen gefragt, die den Ausgang des Kalten Krieges entscheiden könnten. Via Rückblenden kramt Mason in seinen Erinnerungen.

Während die bisherigen COD-Ableger insgesamt eher sehr seichte Kost boten, geht Treyarch dieses Mal einen Schritt weiter. Denn am Ende stellt sich heraus, dass Mason während seiner ganzen Missionen nicht, wie er immer glaubte, von seinem Begleiter Reznov unterstützt wurde. Er war eine Einbildung, ein Konstrukt seiner Fantasie. Grund dafür dürften die Experimente der Russen an dem Soldaten sein, die sein weiteres Handeln prägten und ihn eigentlich Teil einer Schläferzelle machen sollten. Das kann letztlich jedoch vereitelt werden und Mason gelingt mit seinen Kollegen Woods und Hudson die Beseitigung der Verantwortlichen. Neben der filmreifen Inszenierung sorgte der Multiplayer für Furore und war der Dauerbrenner im Jahre 2011/2012. Das Setting bot eine herrliche Abwechslung im Gegensatz zu Modern Warfare und war ohnehin noch recht unverbraucht. Der geheime Favorit sollte jedoch der Zombie-Modus sein. Zusammen mit Freunden war es möglich den Überlebenskampf gegen eine Horde Zombies aufzunehmen, die in immer wiederkehrenden Wellen an Quantität und Durchhaltevermögen zunahmen.

Call of Duty: Black Ops Cold War

2010 wurde der Grundstein der Unterreihe gelegt.

 

Im Wandel der Zeit

Es ist nicht leicht solche enormen Erfolge zu wiederholen. Zudem hatte es Infinity Ward nach Black Ops wieder einmal geschafft, einen weiteren Systemseller auf den Markt zu bringen. Modern Warfare 3 verkaufte sich wie geschnitten Brot und wieder einmal musste Treyarch liefern. Und sie taten es erneut. Black Ops 2. Die Erwartungshaltung war sehr hoch. Auch weil es sich anbahnte, dass es sich bei BO2 um den letzten reinen Ableger für die 360 und PS3 handeln würde. Die Konsolen befanden sich am Ende ihrer Laufbahn und die Spieler rochen bereits die Ankündigung der PS4 und der besagten Xbox 720. Black Ops 2 wagte ebenfalls einen Ausblick in die nahe Zukunft. Das Jahr 2025 ist geprägt von einem kalten Krieg zwischen China und den USA. Zu allem Überfluss hat der Terrorist Raul Menendez an Einfluss gewonnen und will sich an den USA rächen. Diese waren in Form von Alex Mason und Frank Woods Schuld am Tod seiner Schwester, wenn auch dies ein Resultat eines Unfalls war.

Menendez möchte sich an den Amerikanern rächen, doch Mason und Woods haben indes ein hohes Alter erreicht. Stattdessen schlüpft man in die Rolle von David Mason, Sohn von Alex. Diese erhalten den Auftrag den Terroristen zu stürzen. Immer wieder wird man in der Kampagne auch in die Vergangenheit geführt, um nochmal in die Rollen der Protagonisten aus Teil 1 zu schlüpfen. Diese Rückblenden erzählen die Vorgeschichte zum Aufstieg von Menendez und seinen Beweggründen. Weniger vielschichtig, dafür gewohnt eindrucksvoll unterhält auch diese Kampagne und überzeugte dank alternativer Enden. Sowohl der Multiplayer, als auch der fortgeführte Zombie-Modus halten die Spieler noch lange bei Laune und machen BO2 ebenfalls zu einem Fan-Liebling.

Call of Duty

Im zweiten Teil wechselte man zwischen naher Zukunft und der Vergangenheit.

 

Call of Duty Black Ops auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur

Drei Jahre danach erscheint der dritte Teil der Black-Ops-Reihe. Die Serie hatte mittlerweile Federn gelassen. Ghosts war erfolgreich, erntete aufgrund mangelnder Innovation aber viel Kritik und die Zahlen von Advanced Warfare blieben ebenfalls unter den Erwartungen. Doch Treyarch gelang der Befreiungsschlag. Wie auch in den letzten Teilen ging es wieder in die Zukunft, jedoch trauten sich die Entwickler in eine weiter entfernte Zukunft, als es in bisherigen Teilen der Fall war. Das Jahr 2065 ist begleitet von Protesten im Zuge der technologischen Fortschritte. Die Robotik wird Teil des Alltags und des Militärs, was für Unmut in der Bevölkerung sorgt. Ihr jagt in der Kampagne den Abtrünnigen Taylor, der große Teile der militärischen Technik für sich beansprucht. Ihn gilt es fortan zu verfolgen, dabei spielen auch künstliche Intelligenzen eine immense Rolle.

Zudem muss sich der Spieler fragen, was Realität ist und was nicht. Dabei muss man auf viele Kleinigkeiten achten, um herauszufinden, was sich hinter der verwobenen Story verbirgt, um dann am Ende den ersehnten Aha-Moment zu genießen. Black Ops 3 ist erzählerisch deutlich vielschichtiger und sticht damit positiv hervor. Allerdings hatte die Geschichte rein gar nichts mehr mit den Vorkommnissen aus den ersten beiden Spielen gemeinsam. Erstmals konnte die Kampagne aber auch im Koop mit Freunden gespielt werden. Zudem wusste das Spiel die Exo-Suits deutlich besser in das Gameplay zu integrieren, als etwa noch Advanced Warfare. Wandläufe und hohe Sprünge wurden trotz anfänglicher Kritik gut von den Spielern angenommen. Der Multiplayer und insbesondere der Zombie-Modus sorgten für sprudelnde Kassen bei Activision.

Call of Duty Black Ops 3

Mit den Exo-Suits ging es in Black Ops 3 hoch hinaus.

 

Das schwarze Schaf

Weitere drei Jahre später erscheint der vierte Ableger. Dieses Mal jedoch steht das Spiel unter keinem guten Stern. Das Zukunfts-Szenario wurde die vergangenen Jahre ausgeschlachtet und mündete mit Infinite Warfare im absoluten Tiefpunkt. WW2 sorgte mit dem zweiten Weltkrieg wieder für Euphorie, jedoch sehnten sich die Spieler eher wieder nach dem Kalten Krieg oder einem modernen Setting, welches sie mit BO4 jedoch nicht bekommen sollten. Zudem verzichteten die Entwickler auf einen Story-Modus, was für Unmut unter den Fans sorgte. Stattdessen sollte der Battle-Royal-Modus die Spieler anziehen. Schließlich gingen gerade Fortnite und PUBG durch die Decke. Während die Presse durchaus gute Wertungen verteilte, fiel das Urteil der Community deutlich negativer aus. Der Battle-Royal-Modus zeigte sehr gute Ansätze, blieb aber unter seinen Möglichkeiten. Die fehlende Kampagne, sowie das Setting wurden ebenfalls kritisiert. Die Zahlen fielen dementsprechend nicht so hoch aus, wie es Treyarch sonst zuletzt immer erreichte.

Call of Duty: Black Ops 4

Black Ops 4 musste ohne eine Kampagne auskommen, dafür gab es erstmals einen Battle-Royal-Modus.

 

Call of Duty goes ‘Back to the Roots’

Nun erscheint ein neuer Teil mit dem Untertitel Cold War und führt den Spieler wieder in die Geschehnisse des Kalten Krieges. Die Story soll dabei nahtlos an den ersten Teil anknüpfen, daher auch der Untertitel. Somit ist „Cold War“ im Prinzip der direkte Nachfolger des Erfolgs-Shooters von 2010. Es sind zudem auch wieder alle bekannten Bestandteile integriert, sprich Kampagne, Multiplayer und Zombie-Modus. Allerdings stand die Entwicklung unter keinem guten Stern, denn lange sah man nichts von dem Spiel und Treyarch musste aufgrund von Problemen bei der Entwicklung für Sledgehammer Games einspringen. Ob das Spiel somit an den zehn Jahre älteren Vorgänger anknüpfen und überzeugen kann, das werden wir am 13. November 2020 erfahren. Das Spiel erscheint für PC, PS4 und Xbox One, sowie für die Next-Gen-Konsolen Xbox Series S/X und die Playstation 5.

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  • Unzensierte Version. 100% uncut
  • Sprache: Deutsch. Texte (inGame)
  • Spielbar nur auf PS4

 

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