Angespielt: Trine 4 (gamescom 2019)

Das bunte Heldengespann Amadeus, Pontius und Zoya kehren mit Trine 4 auf die aktuelle Konsolengeneration sowie eure persönlichen Heimcomputer zurück und wollen den Puzzler zurück zu seinen erfolgreichen Wurzeln führen. So verspricht Entwickler Frozenbyte die Fehler von Trine 3 zu revidieren und den Sidescrolling-Rätselspaß erneut in eine märchenhafte 2,5 D Umgebung zu verpacken. Auf der gamescom 2019 dürften wir vorab bereits einen Blick auf den fortgeschrittenen Spielverlauf werfen sowie Hand an das erste Kapitel des Knobel-Sequels werfen. Ob Trine 4 tatsächlich alle Fehler seines zu ambitionierten Vorgängers ausmerzt, klären wir im Folgenden:

 

Früher war alles besser!

Trine 4 orientiert sich dabei an seinen erfolgreichen Vorgänger Trine sowie Trine 2 und wartet mit dem kultigen Helden-Trio Amadeus, Pontius und Zoya inklusive ihrer einzigartigen Fähigkeiten auf. Ganz in traditioneller Trine-Manier heißt es in den 2,5 D Levelabschnitten die Fähigkeiten der drei Protagonisten sinnvoll zu vereinen, um euch einen Weg durch märchenhaften Gefilde zu schlagen. Optisch macht auch Trine 4 wieder einiges her und weiß dank bunter, detailverliebter und zauberhafter Kulissen auf den ersten Blick zu überzeugen. Während zu Beginn eine florale Waldlichtung uns vor neue Rätsel stellte, überrascht das Abenteuer zu Beginn mit einer frostigen Eis-Kulisse. Optischer Abwechslungsreichtum scheint in den differenten Arealen scheinbar vorzuherrschen.

Storytechnisch wird sich in Trine 4 alles um die in der Realität manifestierten Albträume von Prinz Selius drehen. Der mit magischen Fähigkeiten ausgestattete Adelige, scheint diese in unruhigen Nächten scheinbar nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Amadeus, Pontius und Zoya ziehen nun erneut in die Schlacht, um dem Chaos endgültig ein Ende zu setzen.

 

Zauber, Pfeile und Schwerter

Während Zoya dabei wie gehabt auf ihre magischen Elementarpfeile zurückgreift, macht sich Zauberer Amadeus diverse Kisten, Kugeln oder Brücken zunutze. Pontius übernimmt im bekannten Squad den Haudegen und wartet mit einer scharfen Klinge sowie einem soliden Schild auf. Ab jetzt heißt es sich kreative Wege, durch die vorhandene Levelstruktur zu bahnen. So muss Amadeus beispielsweise Planken an hoch gelegenen Orten ablegen während Zoya mithilfe ihrer Pfeile Seile spannt, an die die Helden nun emporsteigen dürfen. Das Ganze lässt, wie bereits aus den Vorgängern bekannt, recht multiple Lösungswege offen, die vor allem im 3-Spieler-Koop-Modus motivieren. Die Steuerung selbst gestaltet sich hier recht intuitiv und dynamisch, nur der Umgang mit Amadeus Projektionen macht sich zu Beginn noch etwas umständlich. Die Hilfsmittel lassen sich dabei nur in vorgegebenen Gradintervallen neigen. Ein Konzept, das die freie Handhabung im Verlauf dann doch etwas einschränkt und konträr zum physikalischen Grundgedanken steht. Diese Neuerungen sowie der Fakt, dass sich die zauberhaften Elemente zukünftig auch an zahlreiche Orten ankleben lassen, vereinfachen die Rätsel- sowie Geschicklichkeitseinlagen in geringem Maße. Ob Trine 4 dadurch am Ende dann doch zu stark simplifiziert, bleibt aber erst einmal abzuwarten. Die sonst recht glaubhafte Physik-Engine unterstützt den kreativen Erkundungsdrang dennoch recht ausgiebig. Im fortwährenden Verlauf des Spiels werdet ihr ebenfalls wieder Zugriff auf diverse Skill-Trees erhalten, die bekannte Fertigkeiten erweitern sowie euch neue Option eröffnen. Das Ganze wirkt zunehmend übersichtlich, was vor allem der Zugänglichkeit zu Gute kommt.

Abseits der physikalischen Spielereien wird das Heldentrio ebenfalls auf diverse Gegenspieler treffen. Die Kämpfe sollen zukünftig dynamischer ablaufen und sich ebenfalls vermehrt in die Vertikale erstrecken. Bestätigen können wir die Versprechen des Entwicklerteams bislang noch nicht, Kämpfe waren in unserer kurzen Anspielsession leider noch nicht vorhanden. Abseits kleinerer Gegner sollen ebenfalls größere Boss-Battles im Fokus des kommenden Ablegers stehen. Uns wurde dabei nahegelegt, dass diese später etwas fordernder ausfallen werden und vor alle im Team ein gutes Koordinationsvermögen voraussetzen.

Trine 4: The Nightmare Prince erscheint im Herbst 2019 für PC, PlayStation 4, Xbox One sowie Nintendo Switch

 

  • Trine 4
    “Trine 4 macht auf den ersten Blick nicht viel anders als die beiden Erstlinge des Puzzlers und verspricht damit die Schwächen des recht ambitionierten dritten Ablegers auszumerzen. Mit seinen kleinen Verbesserungen und der bekannt märchenhaften, detailverliebten Areale könnte uns im Herbst dieses Jahres ein kurzweiliges aber nicht zu unterschätzendes Koop-Unterfangen erwarten, das vor allem auf Nintendos mobiler Plattform seine Stärken ausspielen könnte.”
    Jennifer Engelhardt, Redakteurin

Jennifer Engelhardt
Geschrieben von
Mein Pokédex ist cooler als dein iPhone.

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