Angespielt: Luigi’s Mansion 3 (Nintendo Post E3 2019)

Luigi schlüpft bereits im vierten Quartal diesen Jahres erneut in sein Geisterjäger-Outfit und macht den Gespenstern auf der Switch das Leben (nach dem Tod) schwer. Wir haben das Abenteuer des populären Sidekicks angespielt und verraten euch, wie sich Luigis mittlerweile dritter Soloausflug auf Nintendos Hybrid-Konsole macht.

 

Das neuste Modell des Schreckwegs ist da

Unsere 15-minütige Anspielsession startet – wie sollte es auch anders sein – mit einem kleinen Mini-Tutorial. Mit seiner neuesten Gespensterwaffe, dem Schreckweg F-LU, kann unser latzhosentragender Klempnerfreund nicht nur Geister einsaugen, sondern auch wegstoßen und sogar durch die Gegend peitschen. Mit der obligatorischen Taschenlampe müssen wir die gruselige Brut aber natürlich zunächst außer Gefecht setzen und so für unsere als Staubsauger getarnte Geisterfalle empfänglich machen. Haben wir die Steuerung einmal verinnerlicht, geht es für Luigi per Bus direkt zum neuen Schauplatz: Einem schaurigen und zumindest für unseren grünkappigen Protagonisten wenig erholsamen Luxushotel. Um das sogenannte Hui-Hotel ein für allemal von seinen gruseligen Bewohnern zu befreien, gilt es, das oberste Geschoss des einstigen Urlaubsresorts zu erreichen und dem dort thronenden König der Geister ein zweites und hoffentlich letztes Mal den Garaus zu machen.

Der erste Spielabschnitt führte uns dabei durch einen düsteren Korridor, der prompt von vier Geistern heimgesucht wurde. Wie eingangs geprobt, wenden wir die Taschenlampe auf einzelne Gegner an, saugen sie im Anschluss mit unserem Staubsauger ein und schleudern deren Ektoplasma-Körper über den ganzen Bildschirm. Ein nettes Gimmick: Trefft ihr beim Hin- und Herschleudern sogar noch ein anderes Gespenst, könnt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein erledigter Feind lässt in bester Plattformer-Manier sogar Herzen fallen, mit denen ihr eure geschundene Lebensleiste auffüllen könnt. Etwas kniffliger sind da schon Geister mit ausgerüstetem Schild, die sich flux vor euren Taschenlampenstrahlen in Deckung begeben können. Hier muss Luigi ein bisschen weiter ausholen und gleich einen ganzen Saugnapf an dem Schild unseres Gegenübers befestigen, den er dann via Schreckweg ansaugt. Erst jetzt können wir wieder zu unserem Routineablauf zurückkehren.

 

Wer suchet, der findet

Kaum ist das wirre Gewusel auf dem Bildschirm beseitigt, rückt ein anderer Aspekt des Spiels in den Mittelpunkt: die vielen verschiedenen Geheimgänge und Itemverstecke. Fast jeder der Räume in Luigi’s Mansion 3 hat Geheimnisse zu bieten, die über kleinere Rätseleinlagen entdeckt werden wollen. So mussten wir zum Beispiel ganz zu Beginn den Deckel einer Kisten mittels Saugnapf öffnen, um dann mit Luigi reinzukriechen und außerhalb des sichtbaren Bereiches einen versteckten Weg zu einem mysteriösen Schlüssel zu finden.

Wie man uns im Gespräch versicherte, seien diese Collectibles zwar rein optional, einen noch nicht näher definierten Bonus sollen Sammler aber dennoch für Ihre Mühen erhalten. Für uns ist dies schon jetzt ein sehr motivierendes Element, das uns nur noch weiter dazu ermuntert,  die ohnehin schon detailreiche und trotz der düsteren Thematik farbenfroh designte Umgebung nach Schätzen abzusuchen.

 

Darf ich vorstellen – Fluigi!

Eine weitere große Neuerung ist Luigis schleimiger Begleiter Fluigi. Euren glibbrigen Alter-Ego könnt ihr einfach per Druck auf den rechten Analogstick herbeirufen und so weitere knifflige Situationen lösen. Wie sein Name schon verrät, kann Fluigi dank seiner flexiblen Struktur beispielsweise durch Spikes und Stacheln am Boden laufen und so zu Arealen gelangen, die unserem Helden aus Fleisch und Blut verwehrt bleiben. Doch Vorsicht, Fluigis Kryptonit ist Wasser, das ihn bei Berührung schnell wieder in eine leblose, schleimige Pfütze zurückverwandelt. Die Mechanik rund um den Ersatz-Luigi bietet viel Potenzial, wenngleich sie in unserer Demo-Version bisher nur spärlich eingesetzt wurde. Hier erwarten wir definitiv einige knackige Knobelrätsel, zumal dies im fertigen Spiel sogar Dreh- und Angelpunkt für einen Koop-Modus sein wird.

Zum krönenden Anschluss wartete natürlich auch der obligatorische Bosskampf auf unseren Hobby-Ghostbuster. Im Mittelpunkt stand dabei eine Spukgestalt in Ritterrüstung, der nicht nur mit Schild und Lanze ausgerüstet war, sondern natürlich ebenfalls hoch zu Ross saß. Eine Zuschauertribüne bestehend aus jubelnden Untoten und einige versteckte Fallen rundeten das Bild einer nur allzu gefährlichen Arena ab. Ähnlich wie bereits in den Abschnitten zuvor, galt es hier im richtigen Augenblick die Taschenlampe zu zücken und unseren Kontrahenten von seinem Schild zu befreien, bevor wir ihn mitsamt seines Pferdes auspeitschen konnten.

 

Das größte Problem: Die Steuerung

Im Eifer des Gefechts fällt leider die immer wieder etwas hakelige Steuerung auf. Gerade das Zielen mit der Taschenlampe ist alles andere als intuitiv und endet schon einmal mit einem Lampenblitz in eine vollkommen falsche Richtung. Nintendo versucht zwar die Eingaben so simpel wie möglich zu halten, was größtenteils auch wirklich gut funktioniert, muss jedoch bei der Steuerung eurer Lichtquelle einige Einbußen in der Genauigkeit hinnehmen. Serien-Veteranen werden sich aber wohl schnell einfinden, hatten doch die Vorgänger bereits ähnliche Probleme vorzuweisen.

Mehrere Phasen später war der Boss erlegt und wir gingen mit einem überaus positiven Gefühl aus der Anspielsession heraus. Bis auf kleinere Einstiegshürden machen die neuen Spielmechaniken einen durchaus positiven Eindruck. Und allzu lange ist die Wartezeit dann auch nicht mehr: Schon später in diesem Jahr sollen wir unseren Weg durch das Spukhotel fortsetzen können.

 

 

  • Luigi's Mansion 3
    “Nintendo hat mit Luigi’s Mansion 3 einen der vielversprechendsten Switch-Exklusivtitel für 2019 in der Pipeline.”
    Yvonne Engelhardt, Redakteurin

Yvonne Engelhardt
Geschrieben von
findet irgendwann alle 7 Dragonballs.

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