Angespielt: Detroit Become Human (gamescom 2017)

Seit einigen Jahren ist das neue Werk von Quantic Dream bereits in der Entwicklung. Mit Fahrenheit und Heavy Rain hat das Studio zwei Meisterwerke geschaffen, die Gamern auch Jahre danach noch im Gedächtnis geblieben sind. Ihr letztes Spiel Beyond Two Souls blieb jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Doch mit ihrem neuen Werk will das Studio wieder zu alten Stärken zurück. Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit einer Präsentation der Entwickler beizuwohnen und selber einen Abschnitt zu spielen. Wie unsere Eindrücke sind, erfahrt ihr in unserem Angespielt.

 

Friedliche oder böshafte Roboter?

Bevor wir selber das neue Werk von Quantic Dream spielen konnten, wurde während der Präsentation mit Capitol Park ein neuer Abschnitt mit zwei neuen Charakteren gezeigt. Die beiden neuen Charaktere sind zwei lebensechte Roboter, die scheinbar ein eigenes Bewusstsein entwickelt haben. Beide versuchen im Capitol Park, in einen Laden einzubrechen und andere Roboter zu befreien. Um dies zu erreichen, stehen einem eine Vielzahl an Möglichkeiten parat. Wie bereits in anderen Werken von Quantic Dream spielen auch in Detroit die Entscheidungen, die man trifft, eine wichtige Rolle. Denn je nachdem was man macht bzw. nicht macht, hat jeder Spieler einen anderen Weg und auch eine veränderte Geschichte. In der gezeigten Mission wurden die verschiedenen Wege zum Laden gezeigt und auch welche Hindernisse auf dem Weg lauern. So müssen die beiden Charaktere in den Laden einbrechen. Doch die Hinweise zeigen uns, dass eine Alarmanlage diesen schützt. Um sie auszuschalten, kann man nun einem roten Faden folgen, der zu einer auf der Straße befindlichen Baustelle führt. Auf dieser sind zwei Roboterhandwerker, die dort gerade an den Stromleitungen arbeiten. Mit unseren Möglichkeiten kann man nun mit diesen interagieren und so beeinflussen, dass das Stromnetz für den Laden ausgeschaltet wird. Allerdings kamen kurz darauf Polizeidrohnen,  die den Ort untersuchen. Nun gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten diese zu umgehen oder auszuschalten. Unter einem Zeitlimit kann man nun die verschiedenen Wege analysieren und sich so den richtigen Weg aussuchen. Die falschen Wege werden sofort angezeigt und auch gesagt, warum dieser ungeeignet ist. So patrouilliert die Drohne einen festen Weg. Auf diesem Weg gibt es verschiedene Möglichkeiten diese auszuschalten, doch nur ein Weg ist richtig. Ist die Drohne erledigt, ist der Weg zum Laden frei. Dort angekommen befreit Marcus die Roboter, worauf, sie sich ihm anschließen. Nun kann man eine wichtige Entscheidung treffen, entweder kann man eine friedliche Botschaft an die Menschen senden oder rebellieren. Während der Präsentation entschieden für uns für die Rebellion und hinterließen im Park nur Chaos. Kurz danach endete auch die Demo und wir konnten eine andere Mission selbst spielen.

Detroit Become Human

Ob das Mädchen überlebt, liegt ganz bei den Entscheidungen die man trifft.

 

Detective Connor ist am Start

Die Mission, die wir anspielen konnten, war dieselbe Mission, welche auf der E3 enthüllt worden war. In dieser spielten wir den Detektiven Connor, der selber ein Roboter ist. Dieser wird zu einer Geiselnahme gerufen, denn ein Hausroboter hat die junge Tochter einer Familie gefangen genommen und droht damit sie zu töten. Ein Job für uns. Ab dem Moment, an dem man die luxuriöse Wohnung betritt, hat man eine Vielzahl an Wegen und Möglichkeit. So könnte man sofort zu der Geiselnahme auf dem Balkon gehen und sich dem Roboter stellen und fordern das Mädchen freizulassen. Doch wäre dies aussichtslos, da uns eine Menge Hinweise fehlen. Im oberen rechten Eck wird eine Prozentzahl eingeblendet die, angibt, wie hoch die Chance auf eine erfolgreiche Mission ist. Nun kann man die Wohnung nach Hinweisen untersuchen und so analysieren, was in der Wohnung vorgefallen ist. Was waren die Beweggründe für die Tat? Ist der Roboter womöglich defekt? Unter Zeitdruck durchsuchen wir die Wohnung uns gehen jeden Hinweis nach. Mit der Zeit steigt auch die Prozentzahl über 90%, was uns genügt um uns den Roboter zu stellen. Auch hier haben wieder viele Möglichkeiten, gehen wir bewaffnet oder unbewaffnet hin. Halten wir Abstand zu ihm oder nähern wir uns. Zudem nehmen wir Gespräch mit dem Roboter auf und können stets zwischen verschiedenen Dialogoptionen immer die für uns passende wählen. Ein richtig oder falsch gibt es nicht, ebenso ein Game Over. Stirbt Connor während dieser oder einer anderen Mission geht das Spiel trotzdem weiter. Denn je nachdem, welche Entscheidungen wir treffen,  kann der Dialog anders ausgehen. Doch wir haben alles richtig gemacht, der Geiselnehmer lässt das Mädchen frei und Connor überlebt auch. Jedoch für den Geiselnehmer geht der Abend nicht gut aus, denn Scharfschützen hatten vorher das Gebäude umstellt, sobald das Mädchen freigelassen worden war, wurde der Roboter gezielt ausgeschaltet. Andere Journalisten, die mit uns zeitgleich dieselbe Mission gespielt haben, hatten komplett andere Ausgänge. Bei denen sind zum Teil alle gestorben oder nur Connor hat überlebt. Hierbei merkt man schon, wie viele Möglichkeiten es allein in dieser Mission bereits gibt. Wie viele Missionen es gibt, wird sich spätestens dann zeigen, wenn das Spiel exklusiv für die Playstation 4 erscheint.

 

[testimonial_slider][testimonial image_url=”58909″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Kevin Kreisel, Redakteur”]

“Spiele wie Heavy Rain bei denen es um Entscheidungen geht, die gravierende Auswirkungen, haben gefallen mir eigentlich immer. Auch das Scifi Setting um die Roboter sieht überaus interessant aus.  Mit Detroit scheint nun endlich die Brücke von Filmen wie Blade Runner oder Ex Machina und Heavy Rain geschlossen zu werden. Meine größte Befürchtung war zu Beginn, dass das Spiel mehr wie Beyond Two Souls wird. Doch schnell verschwanden die Befürchtungen, denn es wird mehr wie Heavy Rain. Auch technisch machte das Spiel bereits in diesem Stadium eine gute Figur. Die Umgebungen sahen sehr detailreich und die Animationen wirkten lebensecht. Allerdings wem bereits die Quicktime Events in Heavy Rain nicht gefallen haben, dem werden diese auch hier nerven. Denn auch hier muss man eine Vielzahl an Bewegung durch Tastendruck nacheifern. Nichtsdestotrotz kommt mit Detroit Become Human ein Adventure Titel, den sich Playstation 4 Besitzer  auf jeden Fall vormerken sollten.”

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de
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