Angeschaut: Kingdom Come Deliverance (RPC 2017)

Auf der Role Play Convention 2017 war es uns möglich, einige kommende Highlights diesjährigen Fiskaljahres zu testen. Wer auf abgefahrene Mittelalter-Abenteuer mit Feuer spuckenden Drachen, magischen Zauberern und mysteriösen Orten steht, der ist bei Kingdom Come Deliverance an der falschen Adresse. Denn bei diesem realistischen First-Person RPG wird wie nie zuvor auf die historische Korrektheit der Ausführung des Mittelalters gelegt. Ob uns die Fantasie-Geschöpfe in der Präsentation gefehlt haben oder ob das Spiel doch einen weiteren Blick wert ist, erfahrt ihr in diesem Angeschaut.

 

Für den König!

In der Präsentation wurde uns die erste Quest des Spieles gezeigt. Wir spielen in der Rolle des Sohnes vom Dorfschmied, der die Schulden von einem Gläubiger eintreiben soll. Dieser ist ein versoffener Alkoholiker, der – wie sollte es auch anders sein – in der Nähe der Taverne rumlungert. Um diese Quest zu erfüllen, gibt es nun mehrere Wege im Spiel. Einerseits können wir das Geld des Betrunkenen stehlen, da dieser uns eher weniger freundlich gesinnt ist. Zum Anderen können wir vorher unseren Kumpels helfen, das Haus eines Königsverräters mit Pferdeäpfeln zu bewerfen, damit sie uns anschließend helfen, den Betrunkenen zu verprügeln. Bei der Präsentation ist leider unser Betrunkener in der Prügelei verstorben, sodass wir uns sein Hab und Gut schnappen mussten, um es anschließend bei einem Händler zu verkaufen. Bei den Händlern gibt es zudem ein Feilschsystem. Wir arbeiten mit Angebot und Gegenangebot, bis wir entweder den Händler verprellen oder dieser auf unser Angebot eingeht. Auch unser Ruf in dem Dorf ist wichtig und kann durch bestimmte Aktionen verbessert oder verschlechtert werden.

Die prächtige Natur und der hohe Detailgrad machen Hoffnung auf ein gelungenes Spiel

 

Als wäre man direkt im Mittelalter

Wie eingangs erwähnt, wurde vom Entwicklerstudio Warhorse Studios auf den genauen Bezug zum realen Mittelalter geachtet. Die Kleidung und die Ortschaft wirken sehr authentisch, lediglich die Sprache wird nicht getreu dem Mittelalter sein, da Ausdrücke wie Fuck off eher eine Seltenheit im Mittelalter gewesen sein dürften. Selbst bei den Lebensmitteln wurde auf eine korrekte Umsetzung geachtet, denn diese können selbst im Inventar allmählich verderben, sodass frisch gekochtes und erworbenes Essen schnell verputzt werden sollte. Auch in der uns gezeigten ersten Quest war es wichtig, das bestellte Bier für den Vater erst gegen Ende der Questreihe zu besorgen, da es sonst viel zu warm für den sensiblen Gaumen unseres Vaters gewesen wäre. Besonders wichtig im Mittelalter ist natürlich der König einer Ortschaft. Auch die Königstreue ist ein wichtiger Bestandteil des Spieles, denn nachdem wir das Haus des Königsverräters mit Kacke beworfen haben, hielt uns die Wache zunächst an, um unsere Verbrechen zu bestrafen. Doch nachdem wir erwähnten, dass wir es mit Missachtung von Königstreue zu tun haben, ließ die Wache uns gehen. Leider schützt uns das nicht vor Mord, denn nachdem wir den Betrunkenen zu Tode geprügelt haben, lief uns eine Wache hinterher und stellte uns zum Kampf, welcher leider für uns tödlich ausging. Doch zum Glück kann zwischendurch manuell gespeichert werden, doch nutzt ihr diese Funktion zu oft, erkennt euch das Spiel als Weichei und ihr bekommt die Konsequenzen zu spüren.

 

Frühes Entwicklungsstadium

Leider sind uns in der Präsentation einige Spielefehler aufgefallen, die bis zum finalen Release behoben werden müssen. Wirklich weltbewegend war bis auf den Tod des Betrunkenen keiner der Bugs: Hier und da waren Hände und Arme im Körper versteckt, die Todessequenz des Betrunkenen glich auch noch der eines toten Fisches. Doch wie uns versichert wurde, befindet sich Kingdom Come Deliverance in einem frühen Entwicklungsstadium, sodass nicht einmal ein Release-Termin feststeht. Mehr Informationen können wir leider erst zu kommenden Messen wie der E3 und zur gamescom erwarten, auf welcher wir natürlich für euch die Augen und Ohren offen halten werden. Besonders gespannt sind wir auf das ausgebaute Kampfsystem, da verschiedene Punkte des Gegners anvisiert werden können und es eine Vielzahl an Waffentypen wie Bögen oder Äxten geben soll. Positiv aufgefallen ist uns vor allem die detailreiche Umgebung. Das Königreich, in welchem der Titel spielt, dient als eine Art “Open World” und kann frei erkundet werden.

Hier gibt es ordentlich auf die Mütze!

 

  • Kingdom Come: Deliverance
    “Für uns war die Präsentation von Kingdom Come Deliverance ein Grund, das Spiel näher im Auge zu behalten. Besonders die historisch korrekte Einhaltung der Umgebung und die realen Gegebenheiten machen uns neugierig auf die kommenden Messen, auf denen das Spiel näher vorgestellt wird. Wenn bis zum Release die kleinen Spielefehler behoben werden, die uns während der Präsentation aufgefallen sind, dann könnte das Spiel durchaus ein Muss für Fans von Rollenspielen werden.”
    Jasmin Paskuda, Redakteur

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