Angespielt: Splatoon 2 (Global Testfire Demo)

Eine neue Eigenmarke von Nintendo, die noch gar nicht allzu lange existiert, ist Splatoon. Der erste Teil des bunten Farbshooters erfreute sich vor zwei Jahren größter Beliebtheit auf der Wii U. Mit Splatoon 2 möchte Nintendo nun auch auf der Switch Gas geben und in den eSport Bereich einsteigen. Vergangenes Wochenende war es für die Öffentlichkeit möglich, einen kurzen Blick in das Spiel zu werfen und zwei der neuen Maps einzufärben. Ob es in Splatoon 2 viele Neuerungen gibt und ob wir jetzt schon das Pad der Wii U vermissen, dass verraten wir hier euch in einem kurzen Angespielt.

 

Jasmins Meinung

Seit dem Erscheinen von Splatoon ist  mir der Shooter besonders ans Herz gewachsen. Umso größer war meine Vorfreude auf einen Nachfolger, der nur zwei Jahre mit Erscheinen der neuen Konsole auf sich warten ließ. Ursprünglich wurde der Teil als Erweiterung geplant, was man diesem nur teilweise anmerkt. Die grundlegende Mechanik hat sich überhaupt nicht geändert: Ihr müsst im Revierkampf die meiste Fläche der Karte einfärben, um das Match zu gewinnen. Doch wie sagt man so schön? Never change a running system! Als Zusatz wurden in Splatoon 2 neue Frisuren und Ausrüstungsgegenstände für eure Inklinge eingefügt, was euch einen noch individuelleren Look als im ersten Teil verpasst. Doch eine der wohl größeren Neuerungen sind die neuen Waffen, von denen man bisher eine im Global Testfire Event antesten durfte. Der Klecks-Doppler stattet euren Inkling mit gleich zwei Pistolen und einem zusätzlichen Ausweichmanöver aus, was euch in brenzligen Situationen oft den Hintern retten kann. Auch der Tintendüser macht viel Spaß, da ihr mit einem Jetpack hoch in die Luft steigt und von oben eure Gegner vollklecksen könnt. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass ihr so auch leichter von Gegnern gesehen werdet und diese euch vom Himmel holen können. Doch auch die alten Waffen haben überarbeitete Spezialfähigkeiten bekommen, sodass sich selbst alte Splatoon-Veteranen an die neuen Möglichkeiten gewöhnen müssen. Die spielbaren Karten Molluskelbude und Korallenviertel haben ebenfalls vielfältige Möglichkeiten geboten, von A nach B zu gelangen und den Gegner zu überraschen. Doch was ich wirklich schmerzlich vermisse, ist die Karte auf dem Wii U Pad. Früher konntet ihr mit einem Fingerdruck schnell zu euren Verbündeten auf der Revierkarte springen, jetzt müsst ihr umständlicher auf X drücken, worauf sich eine Karte mit einer  Übersicht der Positionen eurer Freunde öffnet, zu denen ihr springen könnt. So müsst ihr euch schneller als früher einen Überblick verschaffen, wie die Lage auf dem Schlachtfeld ist und wo es günstig ist, sich aufzuhalten. Früher konnte man auf X Wände hochspringen – was mir das eine oder andere Mal eine dicke Karte vors Gesicht gezaubert hat, die ich panisch wegdrücken musste, um nicht vom Gegner getroffen zu werden. Das normale Springen ist nun auf B möglich, woran sich eingesessene Spieler gewöhnen müssen. Generell kam es bei meinen Partien zu keinen Verbindungsabbrüchen und die Spiele liefen stabil und flüssig.

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Auch in Splatoon 2 sind die Maps innerhalb kurzer Zeit voller Farbe.

 

Fazit:

Ich freue mich jetzt schon riesig auf Splatoon 2! Zwar sind die Neuerungen Gewöhnungssache, doch ohne Neuerungen wäre das Spiel doch langweilig, oder? Vor allem der eSports-Bereich macht Splatoon 2 so interessant. Der Shooter kann mit der Konkurrenz aus anderen Hausen definitiv mithalten, ist aber nicht für jedermann etwas. Spieler, die lieber Blut statt Farbe spritzen sehen wollen und nicht auf die Optik des Spiels stehen, sollten die Finger davon lassen. Doch alle anderen sollten dem Spiel zumindest eine Chance geben. Da die Internetgebühren für die Online-Funktion deutlich geringer ausfällt als bei der Konkurrenz, sollte das kein Grund gegen eine Kaufempfehlung für das Spiel sein. Zudem gibt Nintendo uns bis zum Herbst 2017 Zeit, sich zu überlegen, ob wir den Online-Modus definitiv brauchen. Doch für mich steht eines fest: Wenn ihr den Online-Modus für die Switch braucht, dann definitiv  für Splatoon 2!

 

 

Maartens Meinung

Ich gebe zu, ich habe Splatoon zu wenig gespielt. Der Story-Modus war toll und auch im Multiplayer hatte ich einige Stunden Spaß, aber so richtig hardcore habe ich es dann doch nicht gezockt. Und trotzdem Saß ich am Wochenende ab und zu vor dem Bildschirm und habe Global Testfire gespielt. Und warum? Weil Splatoon einfach nur Spaß macht. Ein Match dauert keine fünf Minuten, über Sieg oder Niederlage kann der kleinste Farbklecks entscheiden, und die Waffen und Skills sowie die Gesamte Präsentation ergeben ein rundes Gesamtbild. Und dies ist auch bei Splatoon 2 nicht anders. Naja, so richtig urteilen dürfen wir nicht. Global Testfire war in dem Sinne ja keine richtige Demo, sondern eher ein Stresstest für die Server. Und dennoch, das, was geboten wurde, weiß zu überzeugen. Der Kleckser und der Roller spielen sich immer noch genau so, wie man es kennt. Der Konzentrator hat die wohl interessanteste Neuerung der alten Waffen: Ihr könnt ihn aufladen, und dann im aufgeladenen Zustand in der Tinte versinken. Wenn ihr dann wieder auftaucht, habt ihr immer noch die volle Power parat, was für sehr kreative Sniper-Schleichangriffe genutzt werden kann. Leider bin ich ein schlechter Scharfschütze, also wird das wohl eher nichts für mich bedeuten, aber es gibt jetzt schon Compilations von talentierten Snipern, die einen Kill nach dem Anderen einfahren. Die einzig neue Waffe, die wir testen durften, war der Doppel-Kleckser. Er ist schnell, man ist dank der Doppelrolle sehr mobil und man kann recht fix den Schaden austeilen. Definitiv ein Auge draufhalten. Auch die neuen Spezialattacken und sekundären Waffen waren interessant. Der Curlingstein kann bestimmt mit der richtigen Wurfbahn Wunder wirken. Der Hochdruckreiniger ist einfach nur pure Vernichtung, und der Jetpack macht einfach nur Spaß, kann natürlich aber auch tödlich sein. Ansonsten fand ich das DJ-Easter Egg im Wartemenü ganz lustig. Nicht so ein Zeitvertreib wie die Minispiele in Teil 1, die waren schon spaßiger. Doch die Lobby-Musik zu verändern und mit den Knöpfen verschiedene Kombinationen auszuprobieren, hat die Wartezeit auf das nächste Match deutlich verkürzt.

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Klettern mit Farbe!

 

Fazit:

Naja, zwei Maps, drei alte und eine neue Waffe, einige neue Fähigkeiten, das war auch schon alles, was uns Global Testfire zeigen konnte. Viel kann man also natürlich noch nicht über Splatoon 2 urteilen. Ich warte noch auf Details über den Story-, Ranked- und was auch immer noch sonst so für ein Modus kommt. Manch einer mag dieses Spiel abwertend als Splatoon 1.5 bezeichnen, aber ich vertraue Nintendo, dass sie genug Neuerungen vorstellen, welche dieses Spiel zu einem vollwertigen Nachfolger machen. Und in Zeiten von jährlichen Sportspielen, Call of Dutys und Assassins Creed´s möchte ich diesbezüglich sowieso nichts mehr hören.

 

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