Angespielt: For Honor (Closed Beta)

Was wäre wenn? Diese Fragen beschäftigen uns schon immer. Was wäre, wenn die Dinosaurier nicht ausgestorben wären? Was wäre, wenn das Internet nie erfunden worden wäre. Oder was wäre, wenn Ritter und Wikinger auf die Samurai getroffen wären. Diese Frage muss Ubisoft beschäftigt haben, denn in ihrem neuen Spiel For Honor, welches in wenigen Wochen erscheint, geht es um diese Frage. Letztes Wochenende fand die Beta des kommenden Mittelalterspiels statt. Diese Chance haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und uns so einen Eindruck vom Spiel verschafft.

 

Ritter, Wikinger und die Samurai

Spiele mit Mittelalter Setting sind heutzutage recht rar gesät. Besonders außerhalb des Rollenspiel Genre ist das Setting kaum vertreten. Deshalb wirkt Ubisofts For Honor besonders frisch. Zu Beginn, der Beta konnte man sich mit verschiedenen Designs ein hübsches Emblem basteln. Dieses Emblem ziert fortan jeden Charakter, den man spielt. In der Beta hatte man die Auswahl zwischen je drei verschiedenen Kriegern der drei Fraktionen. So gibt es neun verschiedene Krieger zum Spielen.  Jeder der Charaktere unterscheidet sich merklich von den anderen. So spielt sich ein Ritter mit Zweihandschwert merklich anders als ein Samurai mit einem Speer. Jedoch sind die Rollen in den Fraktionen klar verteilt und ähnliche finden sich auch in den anderen Fraktionen. So gibt es in jeder der Fraktionen einen Krieger, der mit einer mächtigen Waffe ausgestattet ist. Dieser teilt ordentlichen Schaden aus. Ist jedoch relativ langsam und behäbig. Dem entgegen steht ein flinker Krieger, der mit einer Waffe je Hand ausgestattet ist. Diese Krieger sind besonders flink und teilen erst mit Kombos richtigen Schaden aus. Der dritte Krieger im Bunde ist ein eher defensiver Krieger. Der Ritter mit Morgenstern beispielsweise besitzt ein großes Schild, mit dem er die meisten Angriffe locker wegstecken kann. Mit seinem Morgenstern teilt er allerdings eher moderaten Schaden aus. Mit jedem Kampf erhält der jeweilige Krieger Erfahrungspunkte und ab und zu auch ein Beuteobjekt. Hat man genug Punkte gesammelt, steigt der Krieger im Rang auf. Mit jedem Rang erhält man verschiedene optische Objekte, mit denen man den Krieger individualisieren kann. So kann man nach und nach seinen Krieger, so aussehen lassen, wie man es möchte. Mit der Beute ist es ähnlich. Nach jedem Kampf hat man die Chance auf Beute. Diese Beute besteht aus Objekten, die die Werte des jeweiligen Kriegers verbessert. Eine neue Klinge für seine Waffe verbessert beispielsweise die Angriffskraft oder kann die Ausdauerregeneration verbessern. Nach und nach kann man sich so sein Krieger zusammenstellen, um so sein Spiel perfekt anzupassen.  Objekte, die man nicht braucht, kann man zerstören. Wenn man ein Objekt zerstört, erhält man Craftingpunkte. Mit diesen Punkten kann man Kisten kaufen in denen sich im besten Fall bessere Objekte befinden.

For Honor

In den 1 vs. 1 Kämpfe entscheidet sich wer das Kampfsystem am besten beherrscht.

 

Die Spielmodi

In der Beta konnte man wie bereits in der Alpha den Multiplayer Modus von  For Honor ausgiebig austesten. In insgesamt vier Spielmodi konnte man sich in teilweise spannenden und brachialen Kämpfen miteinander messen. Drei der vier Spielmodi sind eigentlich selbsterklärend. In 1 vs 1, 2 vs. 2. Und 3 vs 3 misst man sich in verschiedenen Teams miteinander. Das Team, das am Ende des Matches den letzten Überlebenden hat, erhält einen Punkt. Wer insgesamt drei Punkte hat, gewinnt die Runde. Der letzte Modus ist Domination. Ähnlich wie in Eroberung in Battlefield oder anderen vergleichbaren Modi, muss man auf der Karte verschiedene Punkte (A,B,C) einnehmen, erobern und halten. Diesen Modus spielt man vier gegen vier. Doch anders als in den Duell Modi kann man hier nach einem Tod wieder respawnen. Zudem laufen auf dem Schlachtfeld noch kleinere Soldaten rum und nehmen Punkte ein. Doch diese halten so gut wie gar nichts aus und sind sofort mit einem Schlag besiegt. Domination ist der taktischste von den Modi. Hier muss man sich gut absprechen und sich auf die verschiedenen Punkte der Karte verteilen und die erobern und halten. Wenn man diese Punkte (A,B,C) hält, erhält man Teampunkte. Hat man 1000 Punkte, heißt es, die gegnerischen Krieger zu besiegen. Durch die 1000 Punkte können die gegnerischen Krieger nach dem Tod nicht mehr respawnen. Hat man alle vier Krieger besiegt, hat man gewonnen. Auffallend in allen Modi ist, dass man kaum eine Chance hat, wenn man sich in einer 2 vs. 1 Situation befindet.

Die Charaktermodelle und die Umgebung sehen sehr detailliert aus.

 

Trainiere dein Skill

Das liegt an dem überaus gelungenen und interessanten Kampfsystem. Angriffe und Verteidigen löst man aus, in dem man mit dem Analogstick in eine von drei Richtungen (Links, Rechts, Oben) zielt. Man blockt, indem man dieselbe Schwertrichtung besitzt, wie der angreifende Schlag. Die gegnerische Angriffs- und Blockrichtung erkennt man entweder an der Schwerthaltung oder an einem Pfeil, der innerhalb des Charakters eingeblendet wird. Die ersten Kämpfe spielen sich noch recht ungewohnt. Doch mit jedem Match, das man bestreitet, wird man mit seinem Charakter vertrauter und verinnerlicht das Kampfsystem. Anders wie in anderen Kampfspielen kommt man mit permanentem Angreifen nicht weit. Da jeder Angriff und Block Ausdauer verbraucht, muss man sich diese genau einteilen. So heißt es stets Angriffe blocken oder Ausweichen und im richtigen Moment zum Gegenschlag austeilen. Richtig Taktik bringen die verschiedenen Kombos ins Spiel. Jeder Charakter besitzt unterschiedliche Kombos, mit denen man verehrenden Schaden anrichtet. So kann man sich auf einen der neun Charaktere spezialisieren und so seine Spielweise perfektionieren. Doch die beste Strategie bringt einem in Unterzahl recht wenig. Kommt es zu einer Situation, in der man sich zwei Krieger entgegensteht, zieht man in den meisten Fällen den Kürzeren. Deshalb sollte man solche Situationen möglichst aus dem Weg gehen.

For Honor

Bei neun verschiedenen Charakteren findet jeder einen passenden.

 

Fazit:

Die Closed Beta die am Wochenende stattfand. Hat bei mir einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Zu Beginn hatte ich kaum Erwartungen und wurde positiv überrascht. Zu Beginn hatte ich noch meine Probleme mit dem Kampfsystem. Denn gerade im Multiplayer bekam ich ohne Erfahrung ständig auf den Sack und bekam eine Niederlage nach der anderen. Doch mit ein wenig Übung gegen KI Gegner wurde ich mit dem Kampfsystem immer vertrauter und besser. Gerade im Multiplayer machen die Kämpfe besonders im Team mit Freunden in der Party eine Menge Spaß. Dann kann man sich genau Absprechen, ruft schnell nach Hilfe oder berichtet die Positionen der Gegner. Gerade dann entfaltete For Honor eine Menge Spielspaß. Doch ein Punkt macht mich ein wenig skeptisch. Obwohl ich mit For Honor in der Beta eine Menge Spaß hatte, weiß ich nicht recht, ob sich der Spielspaß über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten lässt. Doch in wenigen Wochen erscheint das fertige Spiel mit Solokampagne bereits, und wie sich das Mittelalterspiel dort schlägt, erfahrt ihr dann in unserem Test.

 

 

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