Angespielt: Isla Bomba (Previewversion)

Kurze, knackige Knobler auf dem Handy sind die perfekten Spiele für zwischendurch, ob im Bus, der Bahn oder auf dem Klo, für ein, zwei Level ist immer mal Zeit. Lohnen sich solche Arten von Spielen denn dann für den PC? Isla Bomba schlägt da nämlich in eine ähnliche Schiene: kurze, knifflige Level, die man mal eben so zwischendurch spielen kann. Und dann noch nicht mal für Steam sondern einen Steam-Klon namens Desura. Taugt das wirklich was? Wir haben die erste Welt in der Beta für euch angespielt und verraten es euch hiermit.

 

Terroralarm

Mit einem Namen wie Isla Bomba ist das Schicksal ebendieser Insel ja schon vorprogrammiert. Zwar gibt es keine offizielle Story, aber zusammenreimen kann man sie sich. Lebende Bomben bedrohen das friedliche Dasein auf Isla Bomba, und nun liegt es an einem Pinguin, einem Hasen und einer Schildkröte, den Tag zu retten, indem die Bomben ins Wasser befördert und somit gelöscht werden. Klingt simpel, ist es im Grunde auch. Ziel des Spiels ist es also, mittels der unterschiedlichen Fähigkeiten der Tiere die fies dreinblickenden Bomben in eine Pfütze, einen Teich oder andere Wasserbehältnisse zu befördern, bis ganz Isla Bomba bombenfrei ist. Ist das geschafft, sollte über eine Namensänderung nachgedacht werden. Wie wäre es denn mit Isla NoBomba?

Pinguine sind ja allgemein dafür bekannt, gut werfen zu können...

Pinguine sind ja allgemein dafür bekannt, gut werfen zu können…

 

Werfen, springen, hinlegen

Die Überschrift dieses Absatzes verrät euch die Fähigkeiten der drei Tiere, die wir in Isla Bomba steuern können. Der Pinguin kann Gegenstände, hauptsächlich natürlich die Bomben, aufheben und werfen. Dazu stellt man die Flugbahn ein und dann ab dafür. Im Optimalfall sollte die Bombe dann natürlich ins Wasser rollen. Der Hase hingegen kann nur das, wofür er auch im echten Leben bekannt ist: Springen. Er kann die Bombe bewegen, indem er sie schiebt oder aber auf sie hüpft und dann auf ihr balanciert. Springt er von der Bombe ab, so rollt sie natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung. In manchen Leveln steuert ihr auch ein Hasenweibchen, welches einen Doppelsprung beherrscht. Das Gameplay vom Hasen ist jenes, welches am meisten Frustfaktor bietet. Seine Sprünge sind so ungenau, dass eine perfekte Landung nahezu unmöglich ist. Besonders auf beweglichen Objekten wie zum Beispiel hüpfenden Fröschen zu landen ist ein Akt, der viel Geduld erfordert, die man natürlich nicht hat. Denn die Bomben sind natürlich nicht nur eine Deko, lässt man sich in einem Level zu viel Zeit, dann explodieren sie und man kann von vorne anfangen. Zu guter Letzt ist da noch die Schildkröte, die natürlich sehr langsam läuft, was bei dem engen Zeitlimit nicht so von Vorteil ist. Ihre Fähigkeit ist auch an echte Schildkröten angelehnt. Sie zieht sich in ihren Panzer zurück und wird dabei zu einem lebenden Gewicht. Sie kann so Schalter betätigen, welche Plattformen auslösen, neue Levelabschnitte freischalten oder einen Abschnitt für ein anderes Tier freischaltet. Außerdem können nur sie und der Pinguin Wasserflächen überqueren, und nur die Schildkröte kann andere Tiere währenddessen auf ihrem Rücken transportieren. Darum geht es nämlich hauptsächlich in Isla Bomba: die unterschiedlichen Fähigkeiten der Tiere kombinieren, um zur Lösung zu gelangen.

Schwimmen und hinlegen...tolle Fähigkeiten

Schwimmen und hinlegen…tolle Fähigkeiten

 

Knifflig und frustrierend

Schlecht sind die Rätsel, die einem hier geboten werden, keineswegs. Man muss manchmal schon um einige Ecken denken, um auf die Lösung zu kommen. Dabei ist die Ausführung leider nicht perfekt. Wie eben schon beschrieben ist die Steuerung, besonders die vom Hasen, nicht auf den Punkt, was allerdings bei solchen Puzzlern essenziell sein sollte. Es gibt viele Glitches, sodass man das Level neu starten muss, und gehen einem die Leben aus, muss man sich wieder durch das gesamte Hauptmenü klicken, um die Level zu wiederholen. Und um noch mal auf die Anspielung an Handyspiele aus dem Vorwort zurückzukommen: Isla Bomba ist tatsächlich so aufgebaut wie ein typisches Puzzlespiel auf dem Handy. Es gibt eine Oberwelt, in der man die Level auswählt. Jedes Level besteht aus drei Unterleveln, stirbt man in einem der späteren Unterlevel, muss man alle drei Level noch mal machen. In jedem dieser Unterlevel ist noch eine Sonne versteckt, welche man einsammeln sollte, um weiterzukommen. Am Ende jeder Welt (von der wir in unserer Preview-Version nur die Erste anspielen konnten) wartet ein Bosspuzzle auf euch, in dem euch nicht nur zu löschende Bomben erwarten, sondern auch größere Gegner, die ihr clever ausschalten müsst. Wie ihr seht: ein schlechtes Spiel ist Isla Bomba nicht, wäre jedoch als Mobile Game eher zu empfehlen gewesen.

Kombinationsarbeit ist oft gefragt

Kombinationsarbeit ist oft gefragt

 

DAS soll ein Hase sein?

Grafisch ist Isla Bomba wirklich keine Augenweide. Die Tiere, Bomben und Gegenstände sehen wie von Kleinkindern gezeichnete Abstrusitäten aus. Vor allem der Hase schneidet hier, genau wie bei der Steuerung, besonders schlecht ab. Bei ihm handelt es sich nämlich lediglich um einen dämlich dreinblickenden Ball mit Füßen. Auch die Level selbst sind nicht besonders schön anzuschauen, darauf sollte man sich also ebenso wenig konzentrieren wie die dämliche, sehr schnell nervende Dudelmusik. In diesen Punkten kann Isla Bomba definitiv nicht glänzen.

Das ist aber ein niedlicher Hase...komm, ich zeig dir mal nen richtigen Hasen

Das ist aber ein niedlicher Hase…komm, ich zeig dir mal nen richtigen Hasen

 

Fazit:

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber Isla Bomba hätte ein Handyspiel werden sollen. Die Rätsel sind wirklich nicht schlecht, aber der ganze Rest hätte entweder besser gemacht werden oder auf die mobilen Geräte transferiert werden sollen. Die Steuerung ist schwammig, die Grafik absolut Grotte und die Musik dudelig und nervig. Besonders, da es nicht auf Steam angeboten wird, sondern auf der eher unbekannten Plattform Desura zu kaufen sein wird, ist anzunehmen, dass Isla Bomba untergehen wird. Es gibt nichts Außergewöhnliches, was dieses Spiel von anderen Puzzlern abhebt und zu einer lohnenswerten Anschaffung macht. Mein Fazit: Isla Bomba hätte bereits während der Entwicklung komplett gesprengt werden sollen.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!
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