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Toukiden 2 – Test zur Oni-Hunter Fortsetzung

Neben Titeln wie Freedom Wars oder God Eater, hat sich vor allem Toukiden zu einem Fanliebling unter Vita Fans entwickelt. Nach dem Original Age of Demons folgte später die erweiterte Version Kiwami. Die echte Fortsetzung Toukiden 2, bietet diesmal eine Open World für die Onijagd sowie eine völlig neue Kampffähigkeit. Wie sich das Sequel im Test geschlagen hat, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Dämonen, Japan und Zeitreisen

Der Einstieg erfolgt wie in den Vorgängern mit einem ausführlichen Charaktereditor. Beim Geschlecht angefangen könnt ihr wirklich alles personalisieren, was man sich denken kann. Habt ihr dann einen Charakter nach euren Wünschen erstellt, startet ihr in die Action. Die aktuelle Geschichte startet logischerweise nach den Ereignissen des Erstlings. Dämonen überfallen Tokio und eure Einheit ist an vorderster Front. Dieser Einstieg dient nicht nur als Setup für die Story, sondern ist auch gleichzeitig das Tutorial. Als ihr gerade dabei seid euren ersten großen Dämon zu vermöbeln, macht ein seltsames Portal dem Geschehen ein Ende. Ein kleines Maschinen ähnliches Wesen und eine Frau finden euch bewusstlos. Als ihr wieder erwacht, erfahrt ihr schnell, dass es euch 100 Jahre in die Zukunft verschlagen hat. Die Zeitreise hat allerdings nichts daran geändert, dass das Land noch immer von Dämonen heimgesucht wird und die Slayer ausrücken müssen, um sie in Schach zu halten. Im Dorf Mohoroba, seid ihr aber nicht nur Gast, sondern sollte auch hier wieder eure Rolle als Slayer ausüben. Leider müsst ihr aber nicht nur mit den Oni fertig werden, sondern auch mit den rivalisierenden Gruppierungen im Dorf. Mit neuen Fähigkeiten ausgestattet und einem neuen Team müsst ihr euch aber den Herausforderungen stellen, um herauszufinden, was hinter den mysteriösen Zeitreisen steckt.

Toukiden 2

Im Dorf Mohoroba trefft ihr auf neue Verbündete.

 

Mit der dämonischer Hand zum Sieg

Das grundlegende Konzept der Toukiden Spiele wurde im Sequel konsequent weiterentwickelt. Das Dorf mit eurem Haus dient als Startpunkt für die meisten Hauptmissionen, Verbesserung eurer Ausrüstung und Mitama sowie vieler Interaktionen. Von Personen im Verlauf der Story bekommt ihr die weiterführenden Quests. Generelle Missionen kommen aus dem Hauptquartier des Dorfes. Bevor ihr das Dorf für Aufträge verlasst, könnt ihr bei der Priesterin essen oder Mitama aufwerten und beim Händler und Schmied neue Items, Waffen oder Rüstungen kaufen bzw. herstellen. Während ihr im ersten Teil für eine Mission ein abgeschlossenes Areal besucht habt, verlasst ihr dieses Mal nahtlos das Dorf und findet euch in der Spielwelt wieder. Habt ihr dann den Missionsmarker erreicht, geht es in alter Manier handfest zur Sache. Auf dem Weg zur eigentlichen Mission hat sich aber viel getan. Unterwegs trefft ihr immer wieder Leute, die euch eigenen Quests geben können oder ihr trefft auf andere Slayer, denen ihr sogar zu Hilfe kommen könnt. Diese folgen euch dann häufig sogar aus Dankbarkeit und verstärken euer Team. Dieses Beziehungssystem wirkt dabei auch bei euren festen Teammitgliedern. Je öfter ihr eine Person mit auf eine Mission nehmt, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie euch gut im Kampf unterstützen zum Beispiel indem sie euch bevorzugt heilen. Für den Kampf gegen die Oni steht euch jetzt die Dämonenhand zur Verfügung. Auf der Vita reicht es dabei den Feind auf dem Touchscreen anzutippen, um den Gegner zu ergreifen. Auf diese Weise könnt ihr euch schnell dem Monster nähern, um es dann mit Schlägen einzudecken. Sind Körperteile ausreichend geschwächt, könnt ihr sie sogar mit der Demon Hand abreißen, um sie dann mit dem Reinigungsritual vollständig zu vernichten. Egal ob kleines Monster oder großer Oni-Boss alle Gegner geben euch nach einem Sieg Geld sowie Rohstoffe, die ihr in die Aufwertung oder Neuschaffung von Waffen und Rüstungen investieren könnt. Gerade Bosse geben aber auch Mitama, die Seelen besiegter Krieger, wieder frei. Diese könnt ihr dann ausrüsten um aktive und passive Boni erhalten, wie temporäre Schilde oder stärkere Angriffe und so weiter. Sollte euch in den Kämpfen mal nicht der Sinn nach eurem normalen Team aus NPCs stehen, könnt ihr auch mit einem Team echter Spieler losziehen. Multiplayer hat dabei auf der Vita wirklich ausgezeichnet funktioniert und lief ohne Unterbrechungen. Es gibt bei all den positiven Neuerungen aber auch einige negative Aspekte. In Bereichen, die von den Dämonen stark besetzt sind, könnt ihr euch nur sehr kurzfristig aufhalten, ohne zu sterben. Daran ist das Miasma schuld, je länger ihr euch in diesen Gebieten aufhaltet, füllt sich eine Anzeige um eure Minimap. Ist die Anzeige voll, wird eure Lebensenergie in Sekunden ausgesaugt. Um das zu verhindern, müsst ihr verteilte Schreine finden, in denen sich ein Dämon versteckt. Einmal aus dem Stein hervorgelockt müsst ihr ihn besiegen um die Dichte des Miasma zu senken. Durch einen Sieg sinkt auch die Miasma-Belastung eures Charakters, sodass ihr länger durchhalten könnt. An sich wäre dieses System kein Problem, wenn die Minimap nicht wäre. Die kleine Map ist leider sehr oft nicht in der Lage euch in die korrekte Richtung zu leiten, selbst wenn ihr auf der großen Karte zuvor einen Wegpunkt gesetzt habt. Während des Tests ist es mir mehrfach passiert, dass ich lange ziellos umher gerannt bin und den Weg einfach nicht finden konnte. In Gebieten mit dichtem Miasma führt das zu häufigen und vor allem unnötigen Toden. Hier hätte man auf jeden Fall einen besseren Weg finden können.

Toukiden 2

Mitama sind wieder enorm wichtig für die Fähigkeiten eures Charakters.

 

Offenere Welten für die Onijagd

Im Gegensatz zu den Vorgängern hat man in der Fortsetzung eine offene Welt gebaut, in der ihr Monster jagen könnt. Optisch gestaltet sich die Welt durchaus abwechslungsreich mit Wäldern, Dörfern, Minen oder alten Ruinen. Das Design der meisten Standardmonster ist zwar übernommen worden, es gibt aber auch fantasievolle Neuzugänge. Die Charaktere sehen während des Gameplay in der Vita Version gut aus und die Videosequenzen sind wieder einmal top. Mit der Tatsache, dass ihr in einer großen zusammenhängenden Map unterwegs seid, geht natürlich auf der Vita auch der Detailverlust einher. Insbesondere die Texturen sind häufig nicht mehr als farbige Teppiche mit etwas Muster in Abhängigkeit davon was dargestellt werden soll. Insgesamt jedoch mach Toukiden 2 einen mehr als soliden Gesamteindruck. Das bekannte Effektgewitter der Vorgänger ist natürlich auch wieder dabei und setzt eure Attacken gut in Szene.

 

Positiv:

Interessante neue Story um die Oni-Invasion
Charakteranpassung wieder sehr umfangreich und gut gelungen
Die Demon Hand ist eine echte Bereicherung für das Gameplay
Neue offene Welt bietet einiges an Aufgaben und Missionen
Multiplayer macht jede Menge Spaß und läuft sehr gut

Negativ:

Texturen der Welt sind in der Vita Version recht matschig
Kamera wird in Kämpfen schnell zu hektisch
Mini Map ist beinahe unbrauchbar
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    „Toukiden war schon beim ersten Auftritt ein wirklich guter Vertreter des Hunter Genres. Der erweiterte Kiwami Release hatte dann noch mal eine Schippe draufgelegt. Mit dem Nachfolger Toukiden 2 hat Koei Tecmo bewiesen, dass sich Arbeit auszahlt. Neue Features, eine größere Spielwelt mit mehr Aufgaben und interessante Charaktere machen den zweiten Teil zum Besten unter den Toukiden Spielen. Insbesondere die neue Demon Hand, bereichert das Gameplay erheblich. Kämpfe gegen große Uni gestalten sich damit deutlich agiler und taktischer, da man jetzt mehr Möglichkeiten hat, Körperteile gezielt auszuschalten. Die Hauptmissionen sind durch die Charaktere und Missionsdesigns schon interessant genug aber die Nebenmissionen sind nicht weniger motivierend. Unter den Nebenmissionen findet man zwar auch die üblichen Fetchquests, daneben gibt es aber genug Abwechslung durch andere Aufgaben. Das Sequel ist eine gelungene Erweiterung der bekannten Formel und Playstation Besitzer haben mal wieder einen würdigen Hunter Titel mehr zur Auswahl.“

    Marco Schmandt, Redakteur

Macht das Schwert für die Onijagd bereit!

Wer auch nur ein wenig für Hunter Games übrig hat, sollte sich Toukiden 2 auf jeden Fall einmal anschauen. Toukiden Fans können hier auf jeden Fall ohne Bedenken zugreifen, denn hier wartet jede Menge Hunter Fun.

Marco Schmandt
räumt im Moment ordentlich in Destiny auf.
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