The Walking Dead: A New Frontier – Test zur 1. Episode in der Zombieapocalypse

The Walking Dead: A New Frontier – Test zur 1. Episode in der Zombieapocalypse

Eigentlich könnte man sagen, dass man in der heutigen Zeit regelrecht mit der Zombie Thematik überschüttet wird. Umso schwerer wird es, mit einem auf Zombies basierenden Spiel zu überzeugen. Doch das kalifornische Studio Telltale Games stellt sich mit „The Walking Dead: A New Frontier“ nun schon zum dritten Mal dieser Herausforderung. Wie Telltale Games die Umsetzung der neuen Staffel gelungen ist und was die Spieler neben Zombies sonst noch so erwartet, erfahrt ihr in unserem Test zur 1. Episode „Verpflichtende Bande“.

 

Die Welt im Wandel

Episode 1: Verpflichtende Bande startet mit einer Rückblende und Einführung in die Familie der Hauptfigur Javier „Javi“ Garci, dessen Vater gerade gestorben ist. Genau zu dieser Zeit bricht ausgerechnet die Zombieapokalypse aus und auch Javis Vater kehrt mit einem unstillbaren Appetit auf Menschen von den Toten zurück. Um seine Familienangehörigen zu schützen, muss Javi widerwillig seinen Vater töten. Nun folgt ein Zeitsprung und wir sind wieder in der Gegenwart und sitzen mit Javis Schwägerin und ihren beiden Kindern in einem Transporter. Die Welt hat sich gewandelt und wird von Untoten beherrscht und Javi und seine Familie sind schon seit einer langen Zeit auf der Flucht vor einer Horde Untoter. Zusammen erreichen wir einen heruntergekommenen Schrottplatz und machen uns auf die Suche nach allerlei nützlichem Zeug, vor allem aber nach Benzin. Schnell treffen wir auf die eigentlichen Bewohner des Schrottplatzes, die natürlich alles andere als gastfreundlich sind, woraufhin sich die Lage so stark zuspitzt, dass wir am Ende sogar von unserer Familie getrennt werden. Doch wir haben unglaubliches Glück und treffen auf Clementine, die uns rettet, uns aber trotzdem misstrauisch gegenübersteht. Clementine dürfte den Spielern der vorherigen Staffeln bereits bekannt sein und einige werden sich sicher freuen, ein bekanntes Gesicht wieder zu sehen.

Die Zombie-Horde ist immer dicht hinter uns

 

Wie weit bist du bereit zu gehen?

Telltale Games schafft es unglaublich überzeugend und mitreißend vor allem Clementines Geschichte, mitunter durch Rückblenden zu erzählen und zeigt wie aus dem einst so ängstlichen Mädchen, eine eiskalte und toughe junge Frau geworden ist. Mit Clementines Hilfe gelingt es uns, zum Schrottplatz zurückzukehren und unsere Familie wieder zu finden. Doch auch die gegnerischen Schrottplatzbewohner warten schon auf uns. Unsere Gruppe wird daraufhin aus dem Hinterhalt angegriffen und wir müssen mit ansehen, wie ein Mitglied unserer Familie erschossen wird. Telltale Games gelingt die Umsetzung der Figuren sehr gut, dank der zahlreichen Rückblenden erhält man sehr viele Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren und entwickelt daher schnell eine Art Beziehung zu ihnen. Aber auch unser Hauptcharakter Javi und somit wir als Spieler werden durchgehend vor Entscheidungen gestellt, welche im Verlauf des Spieles ihre Auswirkungen offenbaren werden. Wie bereits erwähnt, steht in „A New Frontier“ vor allem der Zusammenhalt der Familie im Vordergrund und auch dies gelingt den Entwicklern unglaublich gut, denn selten fiel es mir leichter die Entscheidung zu treffen, auf einen anderen Menschen zu schießen als in dieser 1. Episode von The Walking Dead. Den Entwicklern gelingt es schon in der ersten Episode die hässlichsten Seiten der Menschen zu zeigen, denn oft sind diese viel gefährlicher als die Untoten selbst und wir müssen uns früh die Frage stellen, wie weit sind wir bereit zu gehen, um unsere Familie zu schützen?

Clementine ist eine starke und junge Frau geworden

 

„A New Frontier“ schon fast wie ein Adventure-Film ?

Die Entwickler setzen in „A New Frontier“ ihr Hauptaugenmerk leider zum Großteil nur auf die Inszenierung der Geschichte. Im Grunde ist dies natürlich genau richtig, doch irgendwie fehlt das klassische Point &Click Adventure Gefühl, zwar erhält man als Spieler gelegentlich die Möglichkeit seine Umgebung zu erforschen, wie zum Beispiel das Erkunden des Schrottplatzes, doch wirklich ausreichend und überzeugend wirkt es dann doch nicht. Auch die gebotenen Interaktionen und Dialoge mit den Figuren sind in diesen Sequenzen etwas zu mager und würden eigentlich gutes Potenzial für schöne Nebengeschichten bieten. Gut gelungen hingegen sind die Aktions- und Bewegungssymbole, diese sind grafisch schön auf das Spiel abgestimmt und verständlich platziert. Gerne hätte ich mehr von genau diesen Symbolen gesehen, denn bisher wirkt „A New Frontier“ eher wie ein animierter Film mit eingebauten interaktiven Elementen.

Positiv:

Überzeugende und gut geschriebene Charaktere
Starker Spannungsaufbau im Verlauf der Geschichte
Zahlreiche Rückblenden vertiefen die Geschichten der Charaktere
Gut plazierte und gelungene Aktionssymbole
Mitreißende Entscheidungen die man als Spieler treffen muss, mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen
Gelungene und den Situationen gut angepasste Musik

Negativ:

Leider nur wenige Click-Aktionen vorhanden
Keine wirklich hohen spielerischen Anforderderungen
Stellenweise schon fast zu einfache "Rätsel"
  • The Walking Dead: A New Frontier – Test zur 1. Episode in der Zombieapocalypse

    „Sieht man über die kleinen Negativpunkte, wie die wenigen Point&Click Elemente hinweg, ist Episode 1: Verpflichtende Bande ein wirklich gelungener Auftakt für die dritte Staffel der „The Walking Dead“-Reihe von Telltale Games. Das Spiel überzeugt mit seinen gut geschriebenen Charakteren und der Spannungskurve, die ihren Höhepunkt selbstverständlich am Ende der Episode findet und den Spieler mit einem gelungenen Cliffhanger zurücklässt. Es wird sich daher in den nächsten Episoden zeigen, ob Telltale Games dieses bisher starke Niveau halten kann und ob neben Clementine noch weitere Charaktere aus den vorherigen Staffeln ihren Weg in das Spiel finden werden.“

    Anna Jahn, Redakteurin

Eine finale Kaufempfehlung wird erst mit der letzten Episode vergeben!

Anna Jahn
... auf der Suche nach Magie, Einhörnern und Co ;-)

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