The Voice of Germany Vol. 2 – Review zur TV-Sensation

The Voice of Germany Vol. 2 – Review zur TV-Sensation

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Singstar kennt mittlerweile jeder, der eine Playstation 3 im Haus stehen hat. Und The Voice of Germany kennt mittlerweile jeder, der ein wenig Privatfernsehen schaut. Doch was passiert wenn man beide Medien zusammenpackt und ein Spiel für die aktuellen Konsolen entwickelt? bitComposer tat genau dies in Zusammenarbeit mit ProSieben und brachte nun den zweiten Teil, passend zur neuen Staffel, auf den Markt. Doch wie gut ist der Titel wirklich? Ob wir das Zeug zum Superstar haben, lest ihr nun im Test.

 

TV-Show im eigenen Wohnzimmer

Bereits im Menü (XMB) der PlayStation 3 erklingt die offizielle Musik von The Voice of Germany und das Studio erscheint auf dem Bildschirm. Durch die Zusammenarbeit mit ProSieben wird das offizielle Lizenzpaket dem Spieler nicht vorenthalten. Das Spiel beginnt mit dem Intro der TV-Show und sorgt sofort für eine tolle Stimmung. Eine Story gibt es nicht, dafür wird die TV-Show eins zu eins nachgestellt. Hier fällt sofort auf, dass man an keiner Ecke gespart hat. Sobald wir einen der 30 verschiedenen Songs ausgewählt haben, beginnen wir mit den Blind Auditions. Direkt nach der Songauswahl wird ein kleiner Trailer eingespielt, der uns den Weg vom Castingbereich in das Studio zeigt, den alle Kandidaten gehen müssen. Leider fiel hier das erste Mal etwas Negatives auf. Zwischen dem Video und dem eigentlichen Gameplay, entsteht eine kleine Lücke zum Laden des jeweiligen Songs. In dieser kleinen Wartezeit, verschwindet die schön aufgebaute Atmosphäre schnell. Auf dem Bildschirm sehen wir zusätzlich zu dem Songtext, das offizielle Musikvideo von dem Titel und die vier Jurycoaches. Die sitzen natürlich umgedreht zu uns. Vom eigentlichen Musikvideo sehen wir dann allerdings nicht wirklich viel, da die Coaches mitten auf dem Bildschirm positioniert wurden. Bis man den Erfolg vom Ruhm eines Superstars spüren kann, ist es noch ein langer Weg. Dieser Weg wird nicht nur inhaltlich, sondern auch von der tollen Atmosphäre untermalt. Nach der ersten Runde geht es direkt zu den Battles. Hier gibt es eine weitere Besonderheit. Bevor man den Song im Battle singen kann, muss erst ein kleines Stimmentraining durchgeführt werden. Dabei gilt es, die Töne so gut wie möglich zu treffen. Leider stellt sich hier heraus, dass die Tonlage oftmals einfach zu hoch gelegt wurde. Trotzdem macht auch das Training eine Menge Spaß und übt gleichzeitig die eigene Stimme. Die Liveshows sind natürlich das Highlight im ganzen Spiel. Nicht nur der ewige Druck beim Singen kommt dabei gut zur Geltung, sondern auch das Publikums-Feeling ist wirklich gelungen. Einzig die Juroren hätten die originalen Personen sein dürfen, da auch die Menüstimme von ProSieben mit dabei ist.

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Sieht aus wie Singstar…

 

Wenig Auswahl an Musik

Leider sind 30 verschiedene Songs aus allen Richtungen nicht wirklich viel, weshalb schnell Langeweile auftreten kann. Einen Online-Store für neue Songs gibt es im Vergleich zu Singstar nicht. Dafür stimmt die kleine Songauswahl, da nicht nur alte und englische Songs enthalten sind, sondern auch deutsche und neue Songs nach gesungen werden können. Die Songs werden dabei in ihrer vollen Länge abgespielt und stehen nicht in einer kurzen Version zur Verfügung. Damit man sich mit den Songs auch zurechtfindet, gibt es außerhalb der Spielmodis, eine Jukebox. Dort kann man jeden Song einmal anhören und das jeweilige Musikvideo dazu ansehen. Dafür gibt es gleichzeitig eine Trophäe. Einzig beim Gameplay kann das Spiel durch die fehlende Abwechslung nicht ganz überzeugen. Die Multiplayermodi sind aber gelungen und bieten eine Menge Abwechslung. Mit bis zu acht Freunden kann man in sechs verschiedenen Multiplayer-Modi gegeneinander oder sogar miteinander spielen – inklusive dem neuen Turnier-Modus. Im Duett treten zwei Spieler gegeneinander an und versuchen die höchste Punktzahl zu erreichen. Im Battle singen alle mit einem Mikro und reichen dies danach weiter. Beim Modi Survivor spielt man um die Gunst der Zuschauer und wer verliert, scheidet aus. Im Relay Battle wird in Gruppen gegeneinander gesungen. Im Gegensatz zum Team Battle spielt man in zwei Gruppen zusammen. Neu mit dabei ist der Turnier-Modus, wo bis zu sechs Spieler gegeneinander im Turnier antreten können. Damit ist die Grundlage jeder kleinen Houseparty geschaffen.

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…hat genauso aktuelle Songs wie Singstar…

 

Besser als die Konkurrenz

Die Stimmerkennung ist genauer als beim Vorbild Singstar, trotzdem reicht ein einfaches Summen, damit die Punkteleiste im Spiel gefüllt wird. Das ist bei einem Karaokespiel nicht besonders gut, da die Stimme eine wichtige Rolle spielt. Den Sound haben wir mit angeschlossenen Boxen getestet und sind überzeugt. Da die einzelnen Musiktracks eins zu eins übernommen worden sind, bleibt die Qualität der Musik erhalten. In den separaten Einstellungen kann man zusätzlich noch einstellen, ob man seine Stimme beim Singen hören soll oder nicht. Während unserer Proberunden haben wir allerdings gemerkt, dass die eigene Stimme zu sehr vom Singen ablenkt, weshalb wir die Einstellung gleich wieder geändert haben. Aber auch die Synchronisation zwischen Video und Track kann man individuell einstellen. Außer den Jurystühlen wurde in dem Spiel nix animiert. Deshalb drücken wir bei der Grafik ein Auge zu und nehmen diese außer Wertung.

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…und macht genauso Spaß wie Singstar!

 

Die komplette Trackliste aus dem Spiel:

  • This is The Life – Amy Macdonald
  • People Help The People – Cherry Ghost
  • Lila Wolken – Marteria, Yasha und Miss Platinum
  • Stay – Hurts
  • Euphoria – Loreen
  • Big Girls Don’t Cry – Fergie
  • Sunrise Avenue – Hollywood Hills (Samu Haber / Finne)
  • 36Grad – Zweiraumwohnung
  • Heavy on My Heart – Anastacia
  • Nur in meinem Kopf – Andreas Bourani
  • Echt – Glasperlenspiel
  • My Happy Ending – Avril Lavigne
  • Girl is on Fire – Alicia Keys
  • I Love It – Icona Pop feat. Charli XCX
  • Elektrisches Gefühl – Juli
  • Sign Your Name – Terence Trent D’Arby
  • Stadt – Cassandra St. feat. Adel Tawil
  • Wire To Wire – Razorlight
  • Liebe ist – Nena
  • Wir sind am Leben – Rosenstolz
  • Still – Jupiter Jones
  • Einmal um die Welt – Cro
  • Call Me Maybe – Carly Rae Jepsen
  • She Wolf (Falling To Pieces) – David Guetta feat. Sia
  • Viva La Vida – Coldplay
  • Firework – Katy Perry
  • I Follow Rivers – Lykke Li
  • Stop And Stare – OneRepublic
  • Moves Like Jagger – Maroon 5
  • Unbreakable – Nick Howard

 

Fazit:

The Voice of Germany Vol. 2 kann sich auf der PS3 im Karaokekampf definitiv durchsetzen. Im Gegensatz zur großen Konkurrenz Singstar, macht es deutlich mehr Spaß die aktuellen Songs nachzusingen und den Erfolg innerhalb der Show mitzuerleben. Die bessere Spracherkennung sorgt für mehr Herausforderung, auch im Multiplayer. Lediglich die etwas magere Songauswahl trübt den Spielspaß. Besonders für Fans der Show ein Must-Have.

 

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Good

  • Aktuelle Songs
  • Tolles TV-Feeling
  • Offizielle Musikvideos
  • Spaßiger Multiplayer

Bad

  • Magere Songauswahl
  • Kaum Abwechslung
81
Tobias Liesenhoff
...freut sich schon auf die Gamescom 2016 :D

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