The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2 – Test zur Oldschool JPRG Fortsetzung

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel war in diesem Jahr auf jeden Fall eines meiner Lieblingsrollenspiele. Das Oldschool JRPG Gameplay in Verbindung, mit der sehr charakterbezogenen Story war, einfach ein riesiges Vergnügen. Teil 2 bringt uns nun wieder zurück zu unseren Helden und erzählt die Geschichte fast nahtlos weiter. Wir haben uns das Abenteuer natürlich nicht entgehen lassen und verraten euch jetzt, wie die Fortsetzung abgeschnitten hat.

 

Der Krieg ist im vollen Gange

Die Fortsetzung setzt ungefähr einen Monat nach dem Ende des ersten Teils an, falls ihr den ersten Teil nicht gespielt habt, könnt ihr hier einen Blick in die Review werfen. Rean Schwarzer ist nur knapp dem finalen Kampf entkommen und erfährt erst später, dass seine Kameraden verstreut wurden und die Thor Akademie belagert wird. Ab diesem Punkt steht das Zusammenbringen des alten Teams im Vordergrund. Nach und nach sucht ihr eure Freunde auf, um später erneut den Kampf mit vereinten Kräften aufnehmen zu können. Die Konflikte nehmen dabei immer deutlichere Formen an. So bekommen wir diesmal einen viel tieferen Einblick in die politischen Hintergründe. Im Verlauf bekommen erfahren wir mehr über die Noble Alliance und deren Wunsch die Welt wieder unter die alleinige Kontrolle der Adligen zu bringen. Der Konflikt zwischen der Noble Alliance, dem Geheimbund Ouroboros und der Imperial Liberation Front eskaliert dabei immer weiter. Verrat und geheime Pläne im Hintergrund sind dabei an der Tagesordnung. Rean und er Rest von Class VII dabei immer mitten im Geschehen. Bis zum Ende bleibt die Situation undurchsichtig und weiß dann mit gekonnten Twists für Überraschungen zu sorgen. Zwar hat mir der Schulalltag des Vorgängers mehr zugesagt, die gebotene Story konnte mich aber trotzdem fesseln. Wer allerdings nichts mit fiktiver Politik anfangen kann, könnte sich vielleicht in manchen Situationen etwas überfordert fühlen.

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Die gesamte Class VII ist verstreut und ihr müsst alle wieder zusammenbringen.

 

Never change a working system

Obwohl Trails of Cold Steel 2 ja ein Sequel ist, fühlt es sich aufgrund des fast identischen Gameplays eher wie eine Erweiterung an. Das sollte aber keinesfalls falsch verstanden werden. Der erste Teil bot hervorragendes JPRG Gameplay mit vielen Anleihen bei Persona und Final Fantasy VII. Im Vergleich zum Vorgänger folgt ihr nicht mehr einem durchgeplanten Schulalltag wie in Persona. Da das Kriegsgeschehen im vollen Gange ist, fühlt sich alles wie eine zusammenhängende Abfolge von Ereignissen an. Die soziale Komponente ist dabei aber nicht verloren gegangen. Noch immer beeinflussen die verbrachte Zeit mit anderen Charakteren sowie eure Interaktionen die einzelnen Beziehungen. Ebenso verhält es sich mit dem eigentlichen Kampfsystem. Neben den Standardaktionen Angriff und Item habt ihr auch wieder Crafts zur Verfügung, die diesmal mehr Optionen bieten, um mehrere Gegner oder Partymitglieder gleichzeitig zu erfassen. Wichtig während der Kämpfe sind aber die Linkbeziehungen. Steht ihr nah genug an einem Mitstreiter und linkt euch mit diesem könnt ihr wieder Angriffsketten bilden. Je nachdem, wie stark eure Beziehung dabei ist, umso mehr und stärkere Angriffe stehen euch zur Verfügung. Am meisten Spaß macht aber immer noch das Experimentieren mit dem Orbments. Das an das Materia System von Final Fantasy VII erinnernde System bietet enorm viele Möglichkeiten, eurem Team neue Fähigkeiten oder Statusboni zu verschaffen. Im Verlauf erhaltet ihr eine Menge neuer Orbs und könnt auch eine Menge selber synthetisieren. Diesmal etwas prominenter sind die Kämpfe mit eurem Mech ähnlichen Ashen Knight. Im Vorgänger hatte man ja nur einen Vorgeschmack bekommen, hier bekommt man jetzt etwas mehr Gelegenheiten zu einem Mechbattle. Mich hat dabei lediglich gestört, dass diese Kämpfe meist weit weniger taktisch ablaufen als normale Kämpfe mit eurer Party. In den meisten Fällen ist es mehr ein Schlagabtausch ohne viel Anspruch dafür mit umso mehr Spektakel auf dem Bildschirm. Die normalen Kämpfe erfordern da schon weit mehr Aufmerksamkeit. Wo ein Charakter steht und wer welche Attacke bzw. Fähigkeit nutzt, entscheidet häufig den Kampf. Insgesamt bekommt ihr das gleiche ausgereifte Gameplay aus dem Vorgänger geboten. Wer also damit Spaß hatte, wird den auch hier wieder haben.

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Das Orbment System ist wirklich vielseitig.

 

Ein Beispiel für gute Lokalisierung

Die Optik hat sich seit dem ersten Teil nicht geändert. Die einzelnen Charaktere überzeugen immer wieder mit ihren tollen Designs und Details. Die stillen Highlights sind aber auch oft die wirklich schönen Gebiete, in denen ihr unterwegs seid. Ein gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel Ymir ganz am Anfang. Das kleine verschneite Dorf bietet eine wundervolle Atmosphäre. Was leider ab und zu in den actionreichen Animationen auffällt, ist, dass die Framerate hin und wieder mal in die Knie geht. Diese Einbrüche sind etwas unschön, stören das Gameplay an sich aber nicht. Lokalisierung bei XSeed kann man nur als Referenz bezeichnen. So und nicht anders sollten Titel übersetzt werden. Jeder einzelne Satz von jedem Hauptcharakter bis hin zu den NPCs ist mit Bedacht übersetzt worden. Wortwitz und die unterschiedlichen Persönlichkeiten kommen so bestens zur Geltung.

Positiv:

Die Story überzeugt wieder mit Tiefe und Spannung
Das Orbmentsystem ist ein Highlight vor allem für FFVII Fans
Die Kämpfe bieten taktische Tiefe und viel Abwechslung
Bei der Lokalisierung hat sich XSeed wieder selbst übertroffen. Top.

Negativ:

Die Geschichte geht sehr ins Detail insbesondere bei politischen Hintergründen
Bei viel Action auf dem Bildschirm geht die Framerate ein wenig in die Knie
Wer den Schulalltag des Vorgängers mochte wird diesen hier nicht mehr finden
  • The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2 – Test zur Oldschool JPRG Fortsetzung
    “Das kürzeste Fazit zu The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2 wäre wohl zu sagen, dass euch einfach mehr von einem großartigen Spiel erwartet. Story, Charaktere und vor allem die wieder exzellente Lokalisierung stechen wieder heraus. Manch einer mag sich daran stören, dass die Story diesmal sehr stark in politische Details abdriftet, ich persönlich fand diese Tiefe aber sehr interessant. Meine Warnung möchte ich aber noch einmal wiederholen. Falls ihr den ersten Teil nicht gespielt habt, solltet ihr das nachholen, bevor ihr in den zweiten Teil einsteigt. Andernfalls werdet ihr hier so gut wie nichts von der Hintergrundstory verstehen und auch die Charaktere werden euch noch nicht ans Herz gewachsen sein. Das rundenbasierte Kampfsystem aus dem Vorgänger ist in unveränderter Form wieder dabei und Änderungen oder Zugänge halten sich in Grenzen. In diesem Fall ist das aber nicht Mal negativ, denn das Kampfsystem funktioniert hervorragend. Besonderes Lob verdient XSeed wieder für die Lokalisierung, so wünscht man sich das. Wer den ersten Teil toll fand, bekommt hier mehr davon ohne nennenswerte Updates. Wieder ein Highlight für JRPG Fans.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2 ist für jeden Fan von JRPGs auf jeden Fall den Kauf wert. Insbesondere Oldschool Fans werden wieder viel Spaß haben. Die tiefe und gelungene Story gepaart mit dem Orbmentsystem garantieren lange Unterhaltung. Zugreifen.

Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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