Plantronics RIG 500 PRO HC – Test zum Headset der Mittelklasse

Plantronics war bereits mit Neil Armstrong auf dem Mond und möchte einen Fuss im stark umkämpften Headset-Markt fassen. Mit der RIG-Reihe sollen in den verschiedensten Preissegmenten verschiedene Modelle Platz finden, um für jeden Spieler etwas zu bieten. Mit dem Plantronics RIG 500 PRO HC haben wir uns eines der professionelleren Modelle angeschaut, dass auch Dolby Atmos unterstützt. Wie sich das Headset während unserer Testphase geschlagen hat, lest ihr jetzt.

 

Was ist in der Box

Was euch in der Box alles erwartet und wie sich das Headset auf den ersten Blick präsentiert, könnt ihr euch hier im Unboxing anschauen.

 

Die Verarbeitung und Optik ist noch immer nicht perfekt

Das RIG 500 PRO sieht im ersten Moment nicht sonderlich anders aus, wie der kleinere Bruder 400. Der Kopfbügel ist aus hartem Plastik, die Ohrmuscheln werden in die dafür vorgesehenen Rahmen geklickt und das Mikrofon kann durch eine Bewegung nach oben gemutet werden. Auch die rund 260 Gramm lassen sich noch immer leicht tragen und stören auch bei längeren Sessions nicht, was uns positiv auffiel. Um nicht das harte Plastik auf dem Kopf zu spüren, gibt es ein dazwischen befindliches und dehnbares Band. Die Polsterung besteht aus einem Mix von Kunstleder, Mesh und Memory Foam, welcher beim Tragen recht komfortabel ist. Die Stoffbeschichtung ist sehr gut verarbeitet, anders als beim 400 PRO, wirkt aber leider durch die Art der Anbringung allerdings noch immer etwas billig. Hier wäre eine direkte Ummantelung um den Bügel einfacher und vor allem optisch schöner gewesen. Es ist ja bekanntlich so, dass das Auge mitisst (in unserem Fall mitspielt). Die Ohrmuscheln bieten im Vergleich zum 400 PRO 50 mm Treiber, werden aber mit dem gleichen Prinzip auf die persönliche Kopfgröße eingestellt. Das Headset bietet lediglich drei Positionen für die Muscheln und ist demnach nicht für alle Kopfformen geeignet. Eine variable Einstellmöglichkeit wäre für das TOP-Modell nicht nur wünschenswert, sondern auch die beste Anwendung gewesen.

Das Mikrofon im Vergleich zum PLANTRONICS RIG 400 PRO

Beim Mikrofon kommen wir nun allerdings zum größten Unterschied. Während beim 400 PRO das Mikrofon jederzeit abnehmbar war und somit auch als normaler Kopfhörer für unterwegs annehmbar war, fällt diese Funktion beim 500 PRO nun komplett weg. Stattdessen wird hier das Mikrofon einmalig fest angebaut und lässt sich nur durch Bewegung nach oben und unten “verstecken” und muten. Wer beim Streamen seine Stimme mit übertragen möchte, sollte grundsätzlich ein externes Studiomikrofon nutzen. Dies bleibt bei der Nutzung vom RIG 500 PRO ebenfalls nicht aus. Das Mikrofon ist dennoch gut genug, um deutliche Kommandos im Game-Chat zu vermitteln.

Surround-Sound und Dolby Atmos

Die angepriesene Surround Funktion bezieht sich auf Dolby Atmos. Wer das Headset mit der PS4 nutzen will, geht also gleich leer aus was dieses Feature angeht. Lediglich Xbox- und PC-Spieler können dieses Feature überhaupt nutzen und das auch nur dann, wenn die Spiele es natürlich auch unterstützen. Leider gibt es davon noch nicht allzu viele. Mit dem beigelegten Code können Xbox und PC Nutzer die Atmos App laden und so Spiele mit dem simulierten Raumklang erleben. Im Stereobetrieb ist der Sound zwar klar und deutlich, es mangelt aber auch beim 500 PRO an Tiefe und ausgewogenen Bass, um einen ausgeglichenen Mix zu erzeugen. Im normalen Spielbetrieb fällt dies hauptsächlich bei actiongeladenen Blockbustern ins Gewicht.

Das RIG 500 PRO hat ein Anschluss-Problem

An dem ca. 1,5m langen Kabelende befindet sich am Stecker die Lautstärkeregelung. Diese ist hauptsächlich für die Nutzung am Controller ausgelegt. Die Steckerform ist auf der einen Seite abgerundet, um passend in die AUX-Anschlüsse der PS4- und Xbox One-Controller zu passen. Genau bei dieser Form haben die Designer einen entscheidenden Fehler gemacht. Damit hängt das Kabel nach dem Anschließen immer in der Luft. Dies ist uns beim Zocken als störend aufgefallen, da sich das Kabel natürlich in die Richtung der beiden Analogsticks bewegt. Das RIG 400 PRO hat genau dasselbe Panel, allerdings auf die richtige Art und Weise, sodass das Kabel nach unten zeigt. Warum hier zwei verschiedene Methoden verwendet werden, bleibt uns ein Rätsel.

 

 

Positiv:

Guter Tragekomfort dank des geringen Gewichts
Lautstärkeregler direkt am Klinkenstecker ist einfach erreichbar während des Spielens
Polsterung ist angenehm weich und dichtet gut ab
Dolby Atmos Unterstützung auf Xbox One

Negativ:

Passform des Headsets lässt sich leider nur in drei Stufen anpassen
Die doppelte "Bügel-Situation" ist für ein Premium-Headset optisch und vom Komfort her schlecht gewählt
Das Kabel vom Lautstärke-Panel hängt, anders wie beim RIG 400 PRO, nach oben und stört bei längeren Sessions
Tiefe und ausgewogenen Bass, um einen ausgeglichenen Mix zu erzeugen, fehlen leider
  • Plantronics RIG 500 PRO HC – Test zum Headset der Mittelklasse
    “Im Preissegment von etwa 50-60€ kann sich auch das Plantronics RIG 500 PRO HC leider nicht ganz behaupten. Die Qualität stimmt zwar für den Preis, bietet insgesamt allerdings eine fragwürdige Optik. Die Einstellungsmöglichkeiten für unterschiedliche Kopfformen sind zudem auf drei Stufen eingeschränkt. Auch die fehlende Tiefe im Sound machen sich bei Actiontitel bemerkbar. Grundsätzlich ist der Sound aber durchaus klar und deutlich, was vor allem beim Sprachchat mit Freunden zur Gute kommt. Da bekommt man von anderen Herstellern durchaus mehr für sein Geld. Zwar bietet da RIG 500 Pro die Unterstützung von Dolby Atmos, dies ist allerdings nur auf der Xbox One nutzbar. Wer ein gutes Headset für rund 60€ sucht, wird beim Plantronics RIG 500 PRO zwar fündig, muss allerdings auch einige Nachteile einstecken.”
    Tobias Liesenhoff, Chefredakteur

Ab in die Sammlung?

Das Headset ist für den Verkaufspreis vollkommen in Ordnung, kann mit anderen Modellen in diesem Preissegment allerdings nicht mithalten.

Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
freut sich auf die Weihnachtszeit.

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