PDP Afterglow AG9 Wireless – Test zum leuchtenden Wireless Headset

Der Peripherie Hersteller PDP ist mit allerhand Zubehör am Markt vertreten. Von Controller, Ladestationen bis hin zu Gaming Headsets, ist so ziemlich alles im Angebot. Jetzt kommt ein neues Wireless Headset für die Playstation 4 und Xbox One in den Handel, welches um die Gunst der Gamer buhlt. Neben einem ansprechenden Design und langer Akkulaufzeit verspricht das Headset auch vollständige Kabelfreiheit. Ob PDP bei seinen Versprechen Wort hält, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

 

Unboxing: Der Lieferumfang

Das Afterglow AG 9 kommt in einer stylischen schwarzen Box mit blauen Applikationen für die PS4 Variante und grünen für die Xbox Version daher. Die Vorderseite der Box gewährt dabei schon einen Vorgeschmack auf den leuchtenden Inhalt der Box. Auf der Rückseite findet ihr dann einige Informationen zu den Spezifikationen, dazu aber später mehr. Das Innere zeigt sich dann schon etwas nüchterner. In einer Pappschale findet ihr das Headset selbst, sowie das abnehmbare Mikrofon, das USB Stick ähnliche Wireless Dongle und je ein Micro USB Ladekabel und 3,5 mm auf 3,5 mm Klinkenkabel um das Headset auch kabelgebunden nutzen zu können. Das Headset selbst ist noch einmal in einer Tüte verpackt. Habt ihr es davon befreit, könnt ihr einen genaueren Blick darauf werfen. Der gesamte Rahmen ist in stilvollem, mattem Schwarz gehalten und nur der Afterglow Schriftzug auf dem Kopfbügel und Teile der Ohrmuscheln besitzen eine hochglänzende Oberfläche. Die Ohrmuscheln selbst verfügen wieder über die für PDP typischen Sichtfenster mit freiem Blick auf die Platinen und die Beleuchtung. Die linke Seite enthält dabei die gesamte Steuerung des Headsets. Der Einschaltknopf befindet sich unübersehbar in der Mitte und ein Lautstärkeregler an der Rückseite. An der Unterseite der Ohrmuschel findet ihr dann noch den Micro USB Port und den 3,5 mm Klinkeneingang. Des Weiteren findet ihr dann noch den üblichen Papierkram, wie den Quick Start Guide, Garantie etc. aber auch einen 10$ Gutschein für den PDP Store. Mehr gibt es in den Tiefen der Box nicht zu entdecken.

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Das findet ihr alles in der Box.

 

Plug and Play… nur so halb

Da das Headset bereits geladen bei mir ankam, konnte ich den Schritt erst mal überspringen und konnte gleich dazu übergehen, das Afterglow mit meiner PS4 zu verbinden. Nichts einfacher als das, USB Dongle in einen freien USB-Port der PS4 gesteckt und ein blaues Lämpchen signalisiert die Suche nach dem Headset. Auf der linken Hörmuschel den großen Button drücken, die Hörmuschel leuchtet blau auf (grün bei der Xbox Version) und ein finaler Signalton bestätigt die Verbindung. Unter den Einstellungen der Konsole müsst ihr dann nur noch die Soundausgabe auf das Headset umstellen, das war es und ihr seid startbereit.

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Habt ihr den Dongle eingesteckt, ist der größte Teil des Setups schon erledigt.

 

Lange Sessions kein Problem

Lange Spielsessions mit einem Headset auf dem Kopf können insbesondere durch mangelnden Tragekomfort schnell zur Qual werden. Beim Afterglow ist dies zum Glück kein Problem. Der Kopfbügel ist durch ein angenehm weiches Polster sehr gut zu tragen. Die Ohrmuscheln selbst sind aber das Highlight des Headsets, nicht nur wegen der coolen Beleuchtung. Die Hörmuscheln sind hier nämlich angenehm groß, sodass ich keinerlei Probleme hatte, meine Ohren darunter verschwinden zu lassen, ohne das die Polsterung irgendwo auf dem Ohr auflag. Wer kleine Ohren hat, könnte wohl ohne Probleme noch ein zweites Paar Ohren darin unterbringen. Die Polsterung selbst ist fest genug um guten Halt zu geben, aber gleichzeitig weich genug um schmerzhaften Druck zu vermeiden. Der zweite wichtige Punkt bei einem kabellosen Headset ist immer, wie lange der Akku tatsächlich durchhält. PDP verspricht auf der Packung ganze 16 Stunden Akkuleistung. Um ehrlich zu sein, hab ich daran genauso geglaubt wie an den Weihnachtsmann. Nach ausgiebigen Tests muss ich nun aber zugeben, dass PDP nicht zu viel verspricht. Nach einer durchschnittlichen Ladezeit von etwas 2 Stunden und 40 Minuten konnte ich konstant etwa 15 Stunden und 30 bis 55 Minuten herausbekommen, bevor das Headset endgültig ausging und wieder ans Netz musste. Gemessen daran, wie lange ein aktueller Controller so durchhält, werdet ihr wohl öfter damit beschäftigt sein den Controller zu laden als euer Headset. Daumen hoch für diese Leistung.

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Die Beleuchtung und der freie Blick auf die Platinen, ist sehr cool.

 

Gute Technik mit kleinen Mängeln

Die 50-mm-Lautsprecher sind sehr kraftvoll und klar im Sound. Zusätzlich bietet das Headset aber zwei unterschiedliche Soundmodes. Der Standard Modus bringt euch den unverfälschten Sound, direkt so, wie er von der Konsole kommt. Auf Knopfdruck wechselt ihr mit dem Mode Button aber in den Bass Boost Modus und dieser konnte mich wirklich überzeugen. Derartige Modi gibt es ja bei vielen Headsets und in vielen Fällen akzentuieren diese Modes dann jedes Geräusch im Spiel, sodass alles eher zu einem stumpfen Dröhnen verkommt. Explosionen wirken zwar deutlich wuchtiger, verdecken dabei aber nicht kleine Geräusche wie von anschleichenden Gegnern. Erstaunt war ich auch, dass man ein recht gutes räumliches Empfinden vermittelt bekommt, obwohl das AG 9 gar kein Surround Headset ist. Seltsam erschien mir jedoch, dass das Klangerlebnis etwas abfiel, sobald ich das Headset per Kabel zum Beispiel am Computer verwendet habe. Der Sound verliert hier eindeutig ein klein wenig an Klarheit. Das Mikrofon macht beim Klang eine gute Figur. Ich selbst wurde immer sehr gut verstanden. Die Tatsache, dass es zudem auch noch abnehmbar ist, macht es für mich noch etwas besser. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es etwas besser die Form behält, wenn man es in Position biegt. Mann muss es schon etwas öfter in die gewünschte Position biegen, bevor es so bleibt. Was mir jedoch wirklich ein wenig Kopfzerbrechen bereitet hat, ist die Verbindung Ohrmuscheln mit dem Kopfbügel. Das Headset wirkt etwas fragil, wenn man es etwas verdreht. Es ist zwar nicht so extrem, dass ihr befürchten müsst, dass es sofort auseinanderfällt oder kaputt geht, aber mehr Stabilität hätte mit Sicherheit nicht geschadet.

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Diese Verbindungen wirken leider etwas wackelig.

 

Fazit:

Es gibt durchaus einige Anbieter, die kabellose Erfahrungen für Headsets versprechen und dann stellt man fest, dass dieser Modus nur per Bluetooth mit Smartphones funktioniert. Das Afterglow AG9 gehört jedoch nicht in diese Kategorie. Der Anschluss könnte nicht einfacher sein und Stylepunkte verdient das Headset sowieso mit Leichtigkeit. Besonders positiv überrascht war ich davon, dass die angepriesene Akkuleistung von 16 Stunden tatsächlich realistisch ist. Ideal also für lange Spielesessions. Auch in Sachen Tragekomfort und Sound macht das Headset eine gute Figur, allerdings kommt hier einer der beiden Minuspunkte zum Tragen, denn kabelgebunden ist der Sound plötzlich nicht mehr ganz so gut wie an der Konsole. Zu guter Letzt machen die Verbindungen der Ohrmuscheln mit dem Kopfbügel einen etwas fragilen Eindruck. Alles in allem ist das Afterglow AG9 aber ein Wireless Headset der gehobenen Klasse und absolut sein Geld wert. Wer auf der Suche nach einem qualitativ guten, kabellosen Headset ist, der sollte sich PDPs Afterglow mal anschauen.90

Good
  • Angenehm zu tragen, auch bei längeren Sitzungen
  • Abnehmbares Mikrofon
  • Cooles Design
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr guter Sound im Wireless Mode mit Bass Boost
  • Lange Akkulaufzeit wie versprochen
Bad
  • Verbindung zwischen Bügel und Hörern etwas wackelig
90
Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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