Mutant Year Zero: Road to Eden – Test zum tierisch-postapokalyptischen Rundenstrategiespiel

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Das Nasse Grab: Zonenkompendium 2 (Mutant: Jahr Null)
  • Herausgeber: Uhrwerk-Verlag
  • Auflage Nr. 1 (01.02.2018)
  • Taschenbuch: 48 Seiten

Releasedatum: 04. Dezember 2018

Genre: Strategie

USK: ab 16 Jahren

Publisher: Funcom

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, Microsoft Windows

Am 4. Dezember 2018 erschien Mutant Year Zero: Road to Eden von The Bearded Ladies Consulting. In einer postapokalyptischen Welt müsst ihr als eine Gruppe von Mutanten ums Überleben kämpfen. Ob Mutant Year Zero: Road to Eden mit seiner Unreal 4 Engine überzeugen kann, erfahrt ihr im Test.

 

Ein ungewöhnliches Trio

Bereits in den zur gamescom gezeigten Trailern konnte man das ungewöhnliche Trio sehen. Eine Ente, ein Eber und ein Mensch. Dieses Dreiergespann sieht man nicht alle Tage. Es sollen aber auch nicht die einzigen Protagonisten bleiben. So trefft ihr im späteren Verlauf z.B. noch auf einen Fuchs. Aber da wollen wir euch nicht zu viel vorweg nehmen. Welche Gefährten ihr auch wählt, ihr bewegt euch immer in Dreier-Teams. Hintergrund des Spiels ist eine ausgebrochene Seuche, die beinahe die gesamte Menschheit vernichtete. Die wenigen Überlebenden bauten eine Arche, welche hoch oben in den Wolken thront. Nur wenige speziell ausgebildete Überlebende trauen sich auf die Erde herab. Diese Stalker genannten Bewohner sorgen für die Versorgung der Arche mit Rohstoffen und Lebensmitteln. Denn unten auf dem Boden warten jede Menge Widersacher, die euch des Lebens trachten. Als ein solches Team von Stalkern kämpft und forscht ihr euch durch rund 30 Gebiete. Abgestürzte Helikopter oder mit Pflanzen überwucherte Fahrzeugen säumen euren Weg zu verlassenen Gebäuden oder düsteren Tunneln. Die Geschichte wird dabei in Form von Notizen und Aufzeichnungen erzählt, aber auch durch Cutscenes und durch herrlich vertonte Gespräche der Protagonisten.

Camp Moose lädt nicht umbedingt zum Verweilen ein

 

In feinster XCOM-Manier

Seid ihr auf Erkundungstour, könnt ihr euch frei bewegen. Eure drei Charaktere lassen sich frei durch die Areale steuern, sei es alleine oder als Gruppe. Ihr durchkämmt die Umgebung nach Schrott, defekten Waffenteilen oder Kisten. Denn die Arche kann alles gebrauchen und die Mitbringsel dienen als Währung in den vorhandenen Shops. Gefundene Waffen oder Ausrüstungsgegenstände können jederzeit angelegt werden, für Waffenmodifikationen müsst ihr jedoch zurück zur Arche. Diese lässt sich jederzeit durch die Schnellreise erreichen, sowie in bereits erkundete Bereiche zurückkehren. Solltet ihr beim Erkunden oder Questen auf Gegner stoßen, was eigentlich immer der Fall ist, solltet ihr einen Kampf immer gut abwägen. Kämpfe lassen sich in den seltensten Fällen mal eben so erledigen und brauchen in der Regel immer eine kleine Planungsphase. Wie bewegen sich die Gegner, lassen sich Teile separat erledigen oder ist es besser vorher eine erhöhte Position zu beziehen? Das sind Fragen, die ihr euch vor jedem Kampf stellen solltet. Bevor ein Kampf beginnt oder euch ein Feind bemerkt hat, seht ihr einen grauen Kreis um diesen. Das ist der Radius, in dem ihr gesehen bzw. gehört werdet und ein Kampf automatisch beginnt. Beginnt ein Kampf, wechselt die freie Steuerung direkt in eine rundenbasierte. Jeder Charakter hat zwei Aktionspunkte, welche fürs bewegen, schießen oder Fähigkeiten benutzt werden können. Wichtig ist es immer auf die Deckung zu achten und sich nicht vom Gegner flankieren zu lassen. Denn dies sollte wenn möglich eure Strategie sein und am besten noch vor dem Kampf. Wie in bekannten Genre-Vertretern laufen die Kämpfe rundenbasiert ab. Habt ihr eure Aktionspunkte aufgebraucht, ist der Gegner an der Reihe und ihr dürft zuschauen. Nach der erfolgreichen Schlacht bekommt ihr Erfahrungspunkte und könnt beim Level Up Talentpunkte verteilen. So bekommen eure Mutanten neue Fähigkeiten, wie Flügel oder die Möglichkeit das gegnerische Feuer auf sich zu lenken.

Lebenspunkte, Trefferwahrscheinlichkeit und Aktionen alles auf einem Blick

 

Nicht nur knuffig sondern bockschwer!

Mutant Year Zero: Road to Eden besticht durch seine dichte Atmosphäre und ein gelungenes Storytelling. Aber es ist auch verdammt schwer. Zu Beginn habt ihr die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden. Von Leicht, wo eure Recken nach jedem Kampf wieder volle Trefferpunkte haben, über Normal, hier wird man zur Hälfte regeneriert aber es gibt keinen Perma-Death, über Schwer, wo man nicht regeneriert und beim Tod für immer verloren ist. Wir starteten erfahren wie wir sind mit dem Grad „Normal“, schnell mussten wir uns aber eingestehen, dass es ziemlich hart ist und wechselten auf „Leicht“. Auch hier forderte das Spiel uns immer noch einiges unseres Könnens ab, aber es war immerhin für uns spielbar. Medikits sind im Spiel nur rar verteilt und im Shop nicht günstig. Sollte ein Gefährte nach wenigen Treffern am Boden liegen und bluten, müsst ihr schnell zu ihm eilen und ihn mittels Medikit wieder heilen. Sollte ein Kamerad fallen, sind die Kämpfe meist schon verloren. Denn ihr braucht für jeden Kampf taktisches Geschick und auch ein Quäntchen Glück, denn auch bei hohen Trefferwahrscheinlichkeiten geht ein Schuss daneben. Sollte so z.B schon zuvor euer Tank am Boden liegen und der vermeintlich finale Rettungsschuss des Scharfschützen daneben gehen, kann sich das Blatt schnell wenden. Dann heißt es neu laden und den Kampf mit einer überarbeiteten Taktik neu angehen. Glücklicherweise erlaubt euch Mutant Year Zero: Road to Eden jederzeit zu speichern, so dass Schlachten schnell wiederholt werden können.

Vor dem Kampf gilt es die Gegner genau zu observieren

 

Eine packende Story

Neben den fordernden Gefechten, bietet Mutant Year Zero: Road to Eden eine gelungene Story. Die Geschichte der Tiermutaten wird bis zum Schluss packend erzählt und lässt auch bis zum Ende viele Fragen offen. Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt auf der Story, dies merkt man schnell, denn es gibt nur wenige Nebenquests und jeder Kampf fühlt sich wichtig an. Das Beobachten von Patrouillen und anschließende heimliche Ausschalten dieser, machte jeden Kampf auch einzigartig. Sollte man doch mal von der Geschichte abschweifen, dann aber auch nur weil man sich in der schönen und atmosphärisch erdrückenden Welt verliert. Neben den Kämpfen und der fesselnden Story bieten die bärtigen Ladies noch eine wirklich schöne Spielwelt. Düstere Wälder, abrissreife Gebäude oder dunkle Tunnel. Jedes der rund 30 Areale wirkt durchdacht und trägt die Grundstimmung des Spiels dem Spieler näher. Selten kamen es zum Aufpoppen von Texturen oder kleineren Fehlern wie fehlende Lebenspunkte oder nicht angezeigte Trefferwahrscheinlichkeiten. Der Spielspaß litt darunter aber nie, denn leider ist man heutzutage ganz anderes gewöhnt.

Positiv:

Ansprechende Vertonung
Knifflige Kämpfe
Packende Geschichte
Dichte postapokalyptische Atmospähre
Gefechtsvorbereitung in Echtzeit, samt Anschleichen
Zerstörbare Umgebung

Negativ:

Wenig Gegnertypen
Geringer Wiederspiewert
Hoher Schwierigkeitsgrad, auch auf leicht
Seltene und teure Medikits
  • Mutant Year Zero Road to Eden
    “Leider kam Mutant Year Zero: Road to Eden für mich dieses Jahr etwas zu spät raus und verpasste somit einen Platz in meiner Top 5 für das Jahr 2018. Eine packende Story mit interessanten Charakteren und ein Kampfsystem nach meinem Geschmack. Viel Schlechtes lässt sich meiner Meinung nach nicht zu Mutant Year Zero: Road to Eden sagen. Ein paar mehr Gegnertypen hätten nicht geschadet oder ein für Einsteiger humanerer Schwierigkeitsgrad. Aber das sind nur kleine Schönheitsfehler in einem an sich sehr runden Spiel. Der Wechsel zwischen Anschleichen in Echtzeit und rundenbasierten Schlachten geht flüssig und leicht von der Hand. Alles in allem bleibt die Hoffnung, dass es nicht der erste und letzte Teil sein wird.”
    Kevin Beverungen, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Fans von rundenbasierten Schlachten, á la XCOM werden hier ihren Spaß haben. Neulinge werden jedoch schnell durch den hohen Schwierigkeitsgrad abgeschreckt werden.

Kevin Beverungen
Geschrieben von
hat immer Hunger!

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