Moonlighter – Test zum farmenden Shopbesitzer

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Moonlighter - [PlayStation 4]
  • Headup Games
  • Videospiel
  • Deutsch

Releasedatum: 05. November 2018

Genre: Adventure, Action

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Headup Games

Plattformen: Nintendo Switch 

Die meisten Spiele des Fantasy-Adventure Genres drehen sich um einen stattlichen Helden, der mit allerlei Ausrüstung versehen mächtige Monster bekämpft. Dabei stapfen diese durch zahlreiche Städte und kaufen sämtliche Shops leer, um gut gerüstet den Fieslingen entgegenzutreten. Doch habt ihr euch einmal gefragt, woher die Shopbesitzer ihr Angebot überhaupt beziehen? Moonlighter gibt euch die Antwort auf diese Frage! Aktuell ist die Switch-Version erschienen, somit kann das Abenteuer auch unterwegs erlebt werden. Lest gemeinsam in diesem Test, wieso der Indie-Titel in keinem Regal fehlen sollte.

 

Der Kunde ist König

Ein wichtiger Ort in Moonlighter ist die kleine Stadt Rynoka, denn hier beginnt ihr euer Leben als Shopbesitzer Will. Dieser übernimmt den Shop seiner Familie und verkauft tagsüber fortan Gegenstände an Kunden, die seinen Laden betreten. Zufällig kommt eine bestimmte Anzahl an Kunden während der Öffnungszeiten vorbei und schaut sich nach Items um, die sie interessieren. Manche Kunden haben spezielle Wünsche wie Ausrüstung, andere sind einfach wohlhabend und kaufen auch Gegenstände, die eigentlich ein wenig zu teuer sind. Zeigt der Kunde Kaufinteresse an einem Item, erscheint über dem Kunden eine Sprechblase mit einem Emoticon. Dieser verrät euch, ob der Preis, den ihr für ein Item gegeben habt, zu hoch oder zu niedrig gewählt ist. Somit könnt ihr jederzeit den Preis flexibel anpassen. Mit der Zeit schaltet ihr immer mehr Features des Shops frei. Ihr könnt eine zusätzliche Aushilfskraft einstellen, mit Dekorationsgegenständen bestimmte Effekte verstärken oder einfach mehr Verkaufsfläche anbieten. Angelockt von euren seltenen Gegenständen treiben sich zudem Diebe in eurem Laden herum, die ihr genau beobachten müsst, damit diese nicht mit eurem Hab und Gut verschwinden. Doch auch ungeduldige Kunden, die zu lange in der Warteschlange stehen, können einfach mit euren Gegenständen verduften. Somit ist das Shopsystem nichts für ruhige Gemüter, ihr seid immer auf Trab und müsst eure Kunden im Auge behalten. Es macht Spaß, dem Kaufverhalten eurer Kunden zuzusehen und es kommt selten Langeweile auf.

Das Dorf bietet nur wenig Möglichkeiten zur Unterhaltung.

 

Die Monster gehören verdroschen

Doch des Nachts müsst ihr die Gegenstände besorgen, mit denen ihr euren Laden ausstattet. Insgesamt stehen euch dabei vier verschiedene Dungeons zur Verfügung, die nach und nach freigeschaltet werden. Die Dungeons sind zufällig generiert, sodass ihr diese nach erneutem Betreten neu erkunden müsst. Eine kleine Minimap verschafft euch dabei aber einen genauen Überblick über die Umgebung. Der Schwierigkeitsgrad der Dungeons ist wirklich hoch angesetzt, sodass die einzelnen Räume eine echte Herausforderung darstellen können und ihr nach eurem Ableben das meiste eures Loots verliert. Allerdings könnt ihr jederzeit mit einem Amulett verschwinden, dass euch nach draußen teleportiert. Somit ist ein wenig Taktik und Abwägen gefordert, wann der passende Augenblick ist, einen Dungeon zu verlassen. Die unterschiedlichen Monstertypen haben zwar in jedem Dungeon ein anderes Aussehen, doch oft zeigen Monster ein recht ähnliches Angriffsmuster. Im Kampf stehen euch Blocken, Angriff und Ausweichen zur Verfügung. Der Kampf an sich gestaltet sich somit eher als recht simpel und fügt mit der Zeit keine weiteren Features hinzu. Sehr schade, denn aufgrund der unterschiedlichen Ausrüstungsmöglichkeiten hätte man hier noch einige zusätzlichen Attacken oder ähnlichen hinzufügen können, um dem Kampf ein wenig mehr Tiefe zu verleihen. Übrigens: die Gegenstände, die ihr aufsammelt, können mit einem Fluch belegt sein. Sie können beispielsweise nur an den Spaltenrändern eures Beutels platziert werden oder zerstören Gegenstände, die sich neben ihnen befinden. So müsst ihr die Gegenstände geschickt in euren Beutel packen, um möglichst viel Beute mit nach Hause zu nehmen. Das System ist sehr interessant und bietet zusätzliche Abwechslung zum kämpferischen Alltag von Shopbesitzer Will.

Bossgegner bieten ein wenig Abwechslung zu den bisherigen Gegnern.

 

Und Abseits des Trubels?

Auch in Rynoka lassen sich einige Dinge erledigen. Es gibt einen Schmied, bei dem ihr mit eurem gesammelten Loot neue Ausrüstung herstellen oder verbessern könnt. Doch die Ausrüstungsauswahl scheint nur auf den ersten Blick recht abwechslungsreich zu sein. Auf dem zweiten Blick stellt man fest, dass es bei Schuhen, Torso, Helm usw. nur drei unterschiedliche Typen gibt. Der eine hat beispielsweise etwas mehr Verteidigung, bietet aber dafür weniger Geschwindigkeit. Viele Attribute gibt es zudem nicht, in denen sich die Ausrüstungsgegenstände unterscheiden. Lediglich die unterschiedlichen Waffen bieten eine große Auswahl und somit viele Angriffsmöglichkeiten. Allerdings gibt es hier einige Symbole an den Waffenwerten, die nicht näher erklärt werden. Der Rest des Dorfes bietet andere Einkaufsmöglichkeiten, so könnt ihr beispielsweise Tränke kaufen oder euren Shop mit Deko ausstatten. Doch viel gibt es in dem Dorf nicht wirklich zu sehen. Auch die umherirrenden Menschen sind eher uninteressant für uns, sodass unsere Wege im Dorf sich meistens auf die immer gleichen Routen beschränken.

 

Positiv:

Motivierendes Sammeln neuer Gegenstände
Dungeons haben angemessenen Schwierigkeitsgrad und generieren sich jedes Mal neu
Shopsystem motiviert und das Kaufverhalten der Kunden lässt sich gut beobachten

Negativ:

Mit der Zeit kommen kaum neue Features hinzu
Eher dürftige Ausrüstungsauswahl
Das Dorf Rynoka wirkt eher wie ein Geisterdorf trotz umherirrender Menschen
  • Moonlighter
    “Zu Beginn macht Moonlighter richtig Spaß. Das Konzept aus Shopmanagement und dem Farmen von neuem Loot geht voll auf, man verfällt einem regelrechten Sammelwahn und will schnell immer besser werden. Die schnellen Fortschritte, die man in den Dungeons erzielt, tragen dazu bei. Doch die Langzeitmotivation ist bei Moonlighter leider nicht gegeben. Mit der Zeit merkt man, dass der Fortschritt kaum neue Features bringt und der Alltag von Shopbesitzer Will ewig derselbe ist. Für den Kurzzeitspielspaß oder eine nette Runde zwischendurch kann ich Moonlighter also wärmstens empfehlen, doch hierbei handelt es sich nicht unbedingt um ein Spiel, in das ihr etliche Stunden investieren werdet.”

    Jasmin Paskuda, Redakteurin

Ab in die Sammlung?

Für alle, die eine nette Abwechslung für Zwischendurch suchen, die auch noch herausfordernd ist, der ist mit Moonlighter gut bedient.

Jasmin Paskuda
Geschrieben von
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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