Landwirtschafts-Simulator 19 – Test zum neusten Ableger des Bauernlebens

Landwirtschafts-Simulator 19 im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Angebot

Releasedatum: 20. November 2018

Genre: Simulation

USK: ab 0 Jahren freigegeben

Publisher: Focus Home Interactive

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, Mac OS, Microsoft Windows

Deutschland ist das Land der Simulatoren. Jedes Jahr erscheinen unzählige Alltags-Simulationen, aber kaum ein Ableger des Genres erfreut sich einer so großen Beliebtheit wie der Landwirtschafts-Simulator. Ob der neuste Ableger an den Erfolg anknüpfen kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

 

Old McDonald had a Farm

Nachdem wir erste Eindrücke auf der gamescom sammeln durften, war es nun endlich soweit und wir konnten selber in das Leben als Landwirt eintauchen. Neu zur Auswahl der Karten gehört eine in Europa angesiedelte Karte. In der Singleplayer-Kampagne könnt ihr zu Beginn den Schwierigkeitsgrad wählen, welcher aber nur euren Start beeinflusst. Ihr habt die Option zwischen viel Geld und einer Farm, viel Geld und keiner Farm oder wenig Geld und keiner Farm. Im Laufe des Spiels wird dieser Effekt aber negiert. Nachdem ihr euch entschieden habt und in dem überschaubaren Charaktereditor eine Spielfigur erstellt habt, geht es auch schon los. Anfänglich erschlagen von der Masse an verfügbaren Fahrzeugen, Obst, Gemüse und Tieren, die euch zur Verfügung stehen, fuchst man sich aber recht schnell in das Spiel hinein. Online finden sich auch diverse Hilfen, die den Spieleinstieg immens erleichtern. Ich wurde während des Testes von Freunden begleitet, die bereits ausreichende Erfahrung mit dem Vorgänger hatten und mir schnell alles Wichtige gezeigt haben, so dass ich nach nur einer Stunde ein vollwertiges Mitglied des Farm-Teams war. Felder pflügen, bestellen, düngen, ernten, immer wieder kalken und das Unkraut entfernen ging mit der Zeit immer besser von der Hand. Dabei fiel jedoch schnell auf, dass die Steuerung der Maschinen nicht sehr einsteigerfreundlich ist und immer wieder auf die Hilfe von Helfern zurückgegriffen wurde, wenn es darum ging die nächste Bahn des Feldes zu befahren. Das Grundprinzip des Spiels ist damit unverändert, schnell erklärt und leicht zu verstehen. Es ist noch zu erwähnen, dass sich nicht auf Felder beschränkt wird. Bäume müssen ebenfalls gefällt und verarbeitet werden oder Tiere wie Schweine und Pferde gepflegt werden.

Jetzt könnt ihr auch Maschinen von John Deere nutzen.

 

Der neue Pferdehof

Pferde sind eine der großen Erneuerungen. Anders als andere Tiere könnt ihr nur eine begrenzte Anzahl an Pferden besitzen und müsst diese auch voll umsorgen. Für jedes Pferd werden ca. 10 Minuten benötigt, damit es vollkommen zufrieden gestellt ist, dazu zählt unter anderem auch ein ausgedienter Ritt durch die Landschaft. Während des Ausritts habt ihr die Möglichkeit, die überarbeitete Grafik zu betrachten. Der Himmel wird nun erstmals animiert und aufgrund dessen werden Schatten nun dem Sonnenstand angepasst, was die Welt lebendiger wirken lässt. Leider wirkt die Welt an sich eher leblos. Fahrzeuge fahren durch die Straßen und der Zug dreht unermüdlich seine Runden, dabei kommt zu keiner Zeit ein Gefühl von Leben auf. Aber wer hat auch schon Zeit sich groß um zu gucken, denn auf dem Hof gibt es immer etwas zu tun. Eigentlich nie fragten wir uns, was wir jetzt noch machen könnten, im Gegenteil: Sobald Leerlauf zu erwarten war, startete man eine Mission von NPCs, in denen wir zum Beispiel Felder abernten mussten. Dazu konnten wir entweder unsere eigene Ausrüstung nehmen oder für weniger Gewinn uns die Ausrüstung des Auftraggebers leihen. Der Gewinn wurde dann direkt wieder in die Farm investiert und mit Hilfe von Blaupausen neue Gebäude errichtet. Im Landwirtschafts-Simulator 2019 habt ihr die Möglichkeit, eure Farm fast überall zu bauen. Wollt ihr eure Farm lieber inmitten eurer Felder oder doch lieber an der Küste, es steht euch frei, wo ihr wohnen wollt. Sollten eure verfügbaren Ländereien zu klein geworden sein, könnt ihr jeder Zeit mit dem nötigen Kleingeld neue Gebiete dazu kaufen. Denn anders als im Vorgänger kauft ihr nicht nur Felder, sondern Gebiete.

Ohne die Heatmaps würde man schnell die Übersicht verlieren.

 

Mit Freunden immer noch am besten

Grafisch hat sich einiges getan im Vergleich zum Vorgänger. Die Welt wirkt lebendiger und der Sonnenstand bringt mehr Dynamik ins Spiel. Leider nicht zur Lebendigkeit der Welt tragen die lieblos durch die Gegend fahrenden Autos bei. Diese wirken etwas kopflos. Die eigene Farm nach den eigenen Vorstellungen zu bauen hat uns sehr gefallen. Der Mod-Support tut dem Landwirtschafts-Simulator dabei einen großen Gefallen und man kann auf sinnvolle Ideen anderer zurückgegriffen. Auch nicht außer Acht sollte man den Multiplayer lassen. Denn unserer Meinung nach ist dieser ein Herzstück des Simulators. Mit Freunden eine Farm zu gründen, sich abzusprechen und jeden Tag ein paar Stunden zur Entspannung zusammen zu farmen. Keine hektischen Gefechte oder Geschicklichkeits-Passagen, sondern ganz ruhig ein paar Felder bestellen und mit Freunden über den Tag quatschen. Dabei muss aber immer das Geld im Auge behalten werden und abgesprochen werden, was als nächstes angepflanzt werden soll. Was unserer Meinung nach noch fehlt sind wechselnde Jahreszeiten, die auch die Art der Aussaat beeinflussen. Aber was nicht ist, kann bekanntlich noch werden.

 

Positiv:

Schöne Atmosphäre
Großer lizensierter Fuhrpark
Riesiger Multiplayer-Modus
Verbesserte Figuren-Animation

Negativ:

Leblose Welt
Kein Wechsel der Jahreszeiten
Im Singleplayer schnell monoton
  • Landwirtschafts-Simulator 19 – Test zum neusten Ableger des Bauernlebens
    “Felder bestellen, Tiere pflegen und immer das gute Geld im Auge behalten. Das sind die Kernelemente vom Landwirtschafts-Simulator 19. Aber das ganze in einer entspannten und liebevoll gestalteten Welt. Die Erneuerungen fügen sich gut ins Spiel ein und stören nicht den Ablauf. Im Gesamten fügt sich der Landwirtschafts-Simulator 19 gut in eine Reihe ein und hat sich an den richtigen Stellen weiterentwickelt.”
    Kevin Beverungen, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer bereits Spaß an den Vorgängern hatte, wird hier nichts verkehrt machen. Neulinge der Reihe sollten sich am besten mit Freunden zusammen schließen. Aus Erfahrung kennt jeder jemanden, der es heimlich spielt.

Kevin Beverungen
Geschrieben von
hat immer Hunger!

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