Kirby Battle Royale

Kirby Battle Royale – Test zum Getümmel der Knutschkugeln

Die kleine pinke Knutschkugel ist wieder da. Kirbys Abenteuer sind in der Regel dafür bekannt, dass sie zuckersüß und recht einfach zu spielen sind und somit auf eine eher jüngere Spielegeneration abzielen. Da macht auch der neue Titel Kirby Battle Royale keine Ausnahme, weicht aber trotzdem ein wenig von den klassischen Kirby-Abenteuern ab. Wir haben dieses etwas andere Kirbyspiel mal für euch getestet.

 

Kuchen in Aussicht

Anstoß der Ereignisse in Kirby Battle Royale ist mal wieder König Dedede. Er veranstaltet ein Turnier, dessen Hauptpreis ein riesiger Kuchen ist. Das lässt sich Kirby nicht zweimal sagen und so stapft er mit seinem Kumpanen Waddle Dee los, um an eben diesem Turnier teilzunehmen. In zehn verschiedenen Disziplinen wird sich gemessen und zwar mit niemand geringerem als andersfarbigen Kopien von Kirby selbst. Dass König Dedede nicht einfach ein Turnier veranstalten will, sondern auch noch einen Hintergedanken hat, versteht sich natürlich von selbst. Kirby Battle Royale ist im Grunde nur eine kleine Minispielsammlung, die Story ist somit nur eine Zusammenkettung, in der ihr diese Minispiele spielt. Der Hub ist ein kleiner Platz, zu eurer Linken eine Anmeldestation, zu eurer Rechten ein Trainingsraum. Ihr müsst von der Einsteigerliga über Bronze, Silber und Gold bis hin zur Platinliga aufsteigen. Dazu meldet ihr euch an der Anmeldestation zu einem Wettkampf an, bei dem ihr dann in einem der zehn Minispiele antretet. Manchmal gibt es besondere Aufgaben, anstatt das Minispiel einfach nur zu gewinnen, manchmal müsst ihr sogar mehrere hintereinander siegreich absolvieren. Abseits davon gibt es aber nichts zu tun. Ihr erledigt die Aufgaben, sammelt Punkte und steigt dann in die nächste Liga auf. Innerhalb von ein paar Stunden habt ihr das Ganze erledigt.

Kirby kann gut balancieren.

 

Zehn Spielchen

Demnächst erscheint mit Mario Party: The Top 100 eine Minispielsammlung auf dem 3DS, welche den zehnfachen Anteil an Minispielen bietet als Kirby Battle Royale. Die zehn Minispielchen sind zwar allesamt nett, jedoch hat man nach so kurzer Zeit bereits alle gesehen und sie machen auch nicht so viel Spaß, dass sie langfristig an den Handheld binden. Gehen wir mal alle zehn Spiele kurz durch: Die Kampfarena ist der schlichteste Modus, hier gewinnt ihr, wenn ihr eure Gegner ausschaltet. In der Apfelhatz müsst ihr die meisten Äpfel sammeln und sie zu eurer Falltür bringen, in der Münzjagd geht es ebenfalls ums Sammeln, nur eben von Münzen. Hier müsst ihr einem Geist ausweichen, der von den Spielern Besitz ergreift. Rasende Rabauken gewinnt ihr ebenfalls, wenn ihr die meisten Münzen habt, hier könnt ihr aber mit einem Motorrad eure Gegner überfahren. Im Köpfchen-Kampf müsst ihr ganz nach Wario Ware-Manier kleine Miniaufgaben lösen wie zum Beispiel: „Greift eure Gegner an“ oder „Weicht den Meteoriten aus“. In Raketenrivalen füllt ihr eure Raketen mit Treibstoff, Sieger ist derjenige, der mit seiner Rakete am höchsten fliegt. Robo-Bonkers lässt euch gegen einen riesigen mechanischen Affen antreten, nur wer ihm den meisten Schaden zufügt gewinnt. Schmetter-Hockey ist einfach nur Airhockey, nur dass ihr mit dem Puck eure Gegner treffen müsst. Beim Erzexpress müsst ihr diverse Erze aufsammeln und sie in einen vorbeifahrenden Zug werfen. Zu guter Letzt gibt es noch Flaggenball, den meiner Meinung nach besten Modus in Kirby Battle Royale. Hier kämpft ihr um einen Ball, den ihr auf die Flagge des Gegners werfen müsst. Diese ist manchmal aber auch bewegbar und so schleppt man sowohl den Ball als auch die Zielflaggen über das Feld, genug Material für viel spaßiges Chaos. Das sind alle zehn Spielmodi, die es in Kirby Battle Royale gibt und so viel Spaß die meisten von ihnen auch machen, ist die Luft nach einer Weile raus.

Der klassischste Modus: Arenakampf.

 

Kirby und seine Fähigkeiten

Neben den wenigen Minispielen ist auch das Menü von Kirby Battle Royale recht übersichtlich. Neben dem Storymodus und den obligatorischen Options- und Trainingsmenüs gibt es noch die Sammlung, wo ihr Belohnungen für erledigte Aufgaben erhaltet und neue Outfits für eure Charaktere kaufen könnt. Dann gibt es noch den Kampfmodus und den Online-Kampf. Im Kampfmodus spielt ihr entweder alleine gegen die KI oder gegen eure Freunde lokal. Ihr wählt aus, wie viele Spiele ihr spielen wollt und spielt einfach drauflos. Die Stärke der KI reicht von unfassbar leicht bis hin zu unfair schwierig. Im Online-Kampf befinden sich immer drei Spiele in Rotation, welchen ihr spielt wählt dann ein Roulette. Leider laggt es teilweise in den Matches ein wenig und die Wartezeit auf Gegner ist auch nicht ohne. Das ist auch schon alles, was es im Spiel zu tun gibt und es ist schlichtweg zu wenig. Ein wenig Abwechslung bringen da nur Kirbys unterschiedliche Fähigkeiten, die man auch aus seinen Hauptspielen kennt. Von Schwert über Bombe und Speer bis hin zu Kämpfer und Ninja, viele seiner beliebtesten Fähigkeiten sind mit dabei. Es hätten aber ruhig, wie bei so vielen Aspekten dieses Spiels, ein paar mehr sein können, nein sogar müssen.

 

Positiv:

Manche Minispiele sind echt spaßig, vor allem Flaggenball
Wie alle Kirbyspiele kunterbunt und zuckersüß
Medallien und Freischaltbares befriedigen Sammler

Negativ:

Nur zehn Minispiele
Nicht viel zu tun im Storymodus
Zu wenig von Kirbys Fähigkeiten
Online-Kampf hat lange Wartezeiten und laggt
Zu hoher Preis für zu wenig Inhalt
  • Kirby Battle Royale

    “Kirby Battle Royal hat eine nette Grundidee, der Umfang ist jedoch deutlich zu klein geraten. Nicht nur, dass sich einige Minispiele ein wenig zu sehr ähneln, weil man in vielen von ihnen Sachen sammeln muss. Die Tatsache, dass es nur 10 Stück gibt, ist einfach nur schade. Der Storymodus macht den Kohl dabei auch nicht mehr fett und der Online-Kampf funktioniert nicht optimal. Es gibt ein paar Extraaufgaben und freischaltbare Objekte, das war es dann aber auch schon. Für den aktuellen Preis von ca. 40€ wird hier eindeutig zu wenig geboten, auch für den gemeinen Kirbyfan.”

    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Kirby Battle Royale ist höchtens als Zeitvertreib für eure Kinder, Neffen und Nichten gedacht. Selbst dafür ist der Preis nicht vereinbar und der Inhalt zu mager. Kirbyfans sollten auf das neue Kirby für die Switch warten, was 2018 erscheinen soll.

Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!
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