Hitman 2 – Test zur Rückkehr von Agent 47

Hitman 2 im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Angebot

Releasedatum: 13. November 2018

Genre: Stealth

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Warner Bros. Home Entertainment

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC

Hitman 2 schickt Agent 47 auf eine neue Mission. Diesmal bekommen wir gleich eine Packung von neuen Missionen ohne auf neue Episoden warten zu müssen. In sechs neuen Aufträgen könnt ihr eurer Kreativität beim Ausschalten der Ziele freien Lauf lassen. Wir haben uns den schwarzen Anzug angezogen und uns als 47 durch die neuen Aufträge gespielt.

 

Eine Story wie aus einem schlechten B-Movie

Die Story um Agent 47, seine Vorgeschichte und die Verwicklung in geheime Organisationen waren noch nie wirklich packend. Und auch diesmal ändert sich daran leider nichts. Agent 47 stellt sich diesmal gegen seinen früheren Auftraggeber den Shadow Client und versucht dessen Miliz aufzuhalten. All das geschieht dabei im Auftrag von Providence, der Organisation, die 47 zuvor noch selber mit seiner Arbeit aktiv versucht hat, zu schwächen. Und als Motivation lockt Providence mal wieder mit der Freigabe von Informationen über 47 Vergangenheit, die er so dringend sucht. Ich persönlich hatte immer die Hoffnung, dass IO Interactive die Story fallen lassen und einfach weiter ein erstklassiges Sandbox Game erschaffen. Die Story ist einfach viel zu verwirrend mit all ihren Fraktionen und deren Verstrickungen, dass man schnell den Faden und auch das Interesse verliert. Gut, dass man die Story im Grunde vollkommen ignorieren kann und wenigstens das Gameplay stimmt.

Hitman 2

Schon das erste Setting kann mit seiner Atmosphäre punkten.

 

Ein riesiger Spielplatz für Agenten

In sechs neuen Missionen kann sich Agent 47 diesmal austoben. Von einem Strandhaus über einen gut besuchten Renn-Event bis hin zu den Slums von Kolumbien, für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Zu Beginn geht ihr dabei jede Mission ohne jegliche Hilfsmittel an und müsst vor Ort mit Hilfe eurer “Detektive View” Dinge entdecken, die euch nützlich sein könnten. Dabei bleibt es euch überlassen, wie ihr eine Mission angeht, solange es leise passiert. Ihr könntet zwar Rambo spielen, Waffen gibt es immerhin genug, empfehlenswert ist das aber nicht. Sinnvoller ist es da zu beobachten, Informationen zu sammeln und einen Plan auszuarbeiten. Ob ihr dann das Essen der Zielperson vergiftet, einen bedauerlichen Unfall inszeniert oder die gute alte Klavierseite beansprucht, steht euch frei. Sind die Ziele ausgeschaltet, müsst ihr dann nur noch über einen der Ausgänge fliehen. Jedoch stehen euch je nach Vorgehensweise nicht immer alle offen. Was mich wieder besonders beeindrucken konnte, war die Freiheit, die man euch beim Erfüllen der Aufträge lässt. Mich zum Beispiel als Leiche auszugeben und die Zielperson zu erledigen, als sie mir die letzte Ehre erweisen wollte, zählt immer noch zu meinen Highlights. Das Spiel gibt euch so viele Möglichkeiten euer Ziel zu erreichen, dass man auch nach mehreren Versuchen in einer Missionen immer noch neue Wege finden kann. Immer mit dem Ziel das Silent Assassin Ranking zu erreichen natürlich. Dabei levelt ihr einen Gesamtlevel auf, von dem aktuell nicht ganz klar ist wozu dieser dient. Jede Mission selbst gibt aber nochmal einen eigenen Fortschritt und hier habt ihr die Möglichkeit Tools und Verkleidungen freizuschalten, die ihr dann beim nächsten Mal gleich zum Start der Mission dabei habt. Abseits der Missionen könnt ihr euch dann im Sniper Modus ein wenig austoben oder vergleicht euer Geschick mit dem eines anderen Spielers im Ghost Modus. In diesem neuen Modus, seht ihr den jeweils anderen Spieler und jeder von euch versucht die Mission schneller und effizienter abzuschließen. Die Erstellung von eigenen Challenges und das Sharing Feature mit der Community ist dabei auch wieder am Start. Die neuen Missionen bieten reichlich Vielfalt, sowohl in Settings als auch bei den Möglichkeiten. Schön wäre es da noch gewesen, wenn die KI sich nicht immer wieder mal kleine Aussetzer geleistet hätte. Wenn man beim finalen Kill durch eine Wand hindurch entdeckt wird, kann das sehr frustrierend sein, insbesondere wenn man eine Stunde lang auf diesem Moment hingearbeitet hat. Dennoch kann Hitman 2 auch diesmal wieder als mörderisches Puzzle Game überzeugen.

Hitman 2

Auch als Sniper könnt ihr euch wieder beweisen.

 

Kühler Look für den Killer

Die Glacier Engine hat ihren Namen zurecht, denn man es schwer beschreiben, aber die Optik wirkt immer leicht steril, selbst in Arealen, die eigentlich natürlich wirken sollten. Gleich die erste Mission ist dafür ein gutes Beispiel. Das moderne, kantige Haus das ihr infiltriert, sieht klasse aus in der Hitman Engine. In Kolumbien sieht das schon etwas anders aus, denn hier fällt plötzlich auf, dass die Natur manchmal etwas unecht wirkt. Ein subjektiver Eindruck, der allerdings nicht wirklich negativ auffällt. Nerviger ist da schon, das andere Personen manchmal Superkräfte zu entwickeln scheinen und plötzlich durch eine Wand oder Tür hindurch eure Aktionen sehen können. Mehr als einmal ist mir ein Kill misslungen, weil jemand außerhalb des Raumes mich auf einmal sehen konnte. Ansonsten leistet sich Agent 47’s neuer Auftrag kaum Ausrutscher.

 

Positiv:

Erstklassiges Stealth Sandbox Gameplay mit jeder Menge Möglichkeiten
Viel Abwechslung bei Settings und Herangehensweisen
Für nur sechs Missionen ist für reichlich Wiederspielwert gesorgt

Negativ:

Story ist belanglos und verwirrend
KI leistet sich manchmal nervige Aussetzer
  • Hitman 2
    “Hitman 2 bringt eine frische Portion der aktuell besten Stealth Puzzle Action mit sich. Auch wenn nur sechs neue Locations enthalten sind, kann man mit jeder einzelnen Mission aber dennoch mehrere Stunden verbringen. Neue Wege und Möglichkeiten eure Ziele auszuschalten ergeben sich dabei immer wieder. Hat man dann alle Puzzleteile in Position gebracht und die Ziele segnen das Zeitliche durch einen tragischen “Unfall”, ist das ein unglaublich tolles Gefühl, außer wenn euch die manchmal etwas dumme KI einen Strich durch die Rechnung macht. Wer auf wilde Schießereien setzt ist hier traditionell falsch, da Hitman 2 mehr ein Puzzle Game als Action Game ist. Die Level bieten jede Menge Raum für Perfektionierung und irgendwann kann man diese dann in wenigen Minuten schaffen ohne dabei Unschuldigen zu schaden. Die Story ist leider wie sonst auch nicht mein Favorit, da man in dem Gewirr aus Decknamen und Organisationen schnell durcheinander kommt. Zusätzlich kann man sich dann noch im Sniper Mode austoben oder im neuen Ghost Mode gegen einen anderen Spieler antreten und wer hier zuerst seine Ziele erledigt hat, gewinnt. Hitman 2 bietet im Ganzen einfach mehr vom sehr guten Vorgänger, ohne dass man diesmal auf eine nächste Episode warten muss. Auf die Story hätte ich verzichten können, aber das eigentliche Gameplay ist auch diesmal wieder exzellent.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Stealth Fans sollten sich Hitman 2 auf keinen Fall entgehen lassen.

Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Markierte Felder müssen ausgefüllt sein *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Passwort vergessen

Bitte gebe deinen Benutzernamen ein, damit wir dir eine E-Mail inklusive Link zum zurücksetzen schicken können.