Fortnite

Fortnite – Test zum Multiplayer-Genre-Mix

Epic Games haben mit Fortnite einen wirklich wilden Genre Mix an den Start gebracht. Neben Hero Shooter, Tower Defense, Crafting, Karten basierten Systemen und RPG Elementen gibt es noch viel mehr kleine Details, die zusammen das Gameplay ausmachen. Ob sich die Investition in ein Founders Pack lohnt oder ihr doch lieber zum Free-to-play Release warten solltet, erfahrt ihr jetzt in in unserer Review.

 

Was ist Fortnite?

Fortnite zu beschreiben ist recht schwer. Fangen wir aber mal mit der Story an. Die Welt wird von seltsamen Wirbelstürmen heimgesucht und diese bringen nicht einfach nur Zerstörung, nein sie bringen auch Zombies. Die humpelnden Zeitgenossen machen sich auf der Erde breit und Menschen rennen überall um ihr Leben. In einem Bunker macht ihr die Bekanntschaft einiger kleiner Roboter, die die Rettung der Überlebenden in eure Hände legen. Von hier an startet das Tutorial, dass euch die Grundlagen beibringt. Danach wählt ihr aus den Soldier, Constructor, Ninja oder Outlander. Jede Klasse hat dabei ihre eigenen Besonderheiten. Soldiers haben Zugang zu besseren Waffen und Ninjas haben die beste Meleefähigkeit. Egal was euch mehr liegt, ihr werdet mit Sicherheit eine Klasse finden, die euch anspricht. Mit der Zeit findet ihr zudem mehr Helden innerhalb dieser Klassen, sodass ihr noch mehr Auswahl habt. Um die Überlebenden zu retten, müsst ihr einen Energieschild immer weiter ausweiten. Auf diese Weise folgt ihr den Missionen, in denen ihr in drei Phasen zuerst Ressourcen beschafft, dann ein Fort baut und dann die anrückenden Horden aufhaltet. Zwischendurch habt ihr auf den zufällig generierten Maps die Chance extra Belohnungen zu erhalten, wenn ihr Überlebende findet und rettet. Interessant ist, dass ihr Waffen nur innerhalb der Missionen bauen könnt, sofern ihr die notwendigen Materialien besitzt. Das Bauen des eigenen Forts wirkt zu Beginn noch etwas umständlich. Mit der Kreistaste wechselt ihr in den Baumodus und könnt dann zwischen Grundelementen wählen wie Wand, Boden, Treppe und so weiter. Mit einer Modoption könnt ihr die Einzelteile dann noch anpassen, um zum Beispiel eine Tür in eine Wand einzufügen. Habt ihr das ein paar Mal gemacht, geht das Ganze recht fix von der Hand. Am Ende einer Mission warten dann die obligatorischen Erfahrungspunkte. Je nachdem wie viel Schaden ihr verursacht, wie effektiv ihr Fähigkeiten eingesetzt oder ob ihr effektiv gebaut habt, erhaltet ihr Erfahrung und entsprechenden Loot.

 

Was gibt es sonst noch?

Die Erfahrungspunkte investiert ihr in verschiedene Bereiche. So levelt ihr eure Helden auf, verbessert eure Baupläne für bessere Werte und Haltbarkeit oder verbessert eure Survivors, aber dazu gleich mehr. Zusätzlich investiert ihr Skillpunkte in euren Skilltree und ihr könnt mir glauben, alles freizuschalten wird sehr lange dauern. Von mehr Widerstandskraft für das Team und eure Einheiten sowie mehr Stärke und neue Fähigkeiten ist alles dabei. Die erwähnten Survivors spielen dabei eine wichtige Rolle. Eure Schildstationen könnt ihr mit Teams aus diesen Überlebenden bestücken. Überlebende verwaltet ihr in Form von Karten. Diese halten auch Informationen über ihre Fähigkeiten und Persönlichkeit für euch bereit. Stellt ihr Teams so zusammen, dass deren Eigenschaften gut zusammenpassen, winken Boni. Und zu guter Letzt noch die Microtransactions. Aktuell gibt es im Spiel Founders Coins, die ihr durch bestimmte Missionen erhaltet sowie Vinderbucks, die ihr mit echtem Geld kaufen, aber auch im Spiel bekommen könnt. Als Founder bekommt man zu Beginn viele Lamas hinterhergeworfen, was es recht einfach macht an starke Waffen etc. zu kommen. Leider bricht der Fortschritt danach recht schnell ein und gibt einen Ausblick darauf, welchen Grind F2P Spieler erdulden werden müssen. Schlecht ist insbesondere, dass der Fortschritt eurer Helden an bestimmte Karten in bestimmten Seltenheitsleveln gebunden ist. Wer nicht riesiges Glück hat, aus dem großen Lootpool die richtigen Dinge zu bekommen, wird nur mit echtem Geld weiterkommen. Für künftige F2P Spieler wird es später aber einiges an täglichem Grinding brauchen, um Ingame an Vinderbucks zu kommen, die dann in Lamas investiert werden können. Dabei ist jedes 10. Lama ein silbernes und jedes 30. ein goldenes (im Durchschnitt). Je nach Stufe habt ihr eine höhere Chance auf legendäre Waffen und Baupläne. Die Vermarktung des Spiels lässt zudem auch sehr zu wünschen übrig. Obwohl sich der Titel im Early Access befindet und im Spiel ein Banner auch darauf hinweist, ist in den Stores davon nur schwer etwas zu erkennen. So reichen die Preise von 39,99€ bis 149,99€ für das größte Founders Pack. Während der Testphase sind diverse Berichte aufgetaucht, in denen Käufer des 149,99€ teuren Pack plötzlich ein weiteres verstecktes Pack vorgesetzt bekamen. Dieses Ultimate Edition Upgrade schlägt dann noch mal mit weiteren 90€ obendrauf. So kommt man am Ende auf einen Preis von 240€ für ein Early Access Spiel. Was diese Preis und Vermarktungspolitik soll, ist mir ein echtes Rätsel.

 

Early Access Bugs und Glitches

Wie zu erwarten bei einem Early Access Titel, gibt es auch in Fortnite noch jede Menge Bugs und Glitches. So musste ich überrascht feststellen, dass meine Basis zurückgesetzt wurde und ich so noch mal ein neues Fort bauen musste, zudem schießen auch geladene Waffen mal nicht oder Fähigkeiten lassen sich nicht aktivieren. An einigen Stellen kann man auch schon mal aus der Map glitchen und fällt dann erst mal ins Nichts. Einige passive Fähigkeiten und Boni eurer Helden scheinen auch nicht immer zu funktionieren, obwohl diese aktiviert sind. Alle diese Probleme wären bei einem kostenlosen Spiel noch akzeptabel, nicht aber bei solchen Preisen.

 

Positiv:

Helden bieten viel Auswahl für jeden Spielertyp
Ressourcen sammeln, Craften, Zombies zurückschlagen macht richtig Spaß
Metagame mit Survivorkarten bietet einiges an Möglichkeiten
Sehr umfangreicher Skilltree, der auch lange neue Perks beschert

Negativ:

Ohne Kommunikation mit Freunden werden Abläufe schnell konfus
Das Spiel gibt nicht für alle Aspekte ausreichend Erklärung, so muss man viel herum probieren
Veröffentlichungsplan ist recht fragwürdig, mit unspielbarer kostenloser Version im Store und extrem teuren, teils versteckten Packs
Fortschritt wird sehr schnell nach dem Anfang ausgebremst
Es sind noch allerhand Bugs und Glitches enthalten
  • Fortnite

    „Fortnite ist unbestreitbar ein echter Spaß, wenn ihr mit Freunden spielt. Die vielen unterschiedlichen Mechaniken und Systeme brauchen dabei etwas Zeit, bevor man sie wirklich versteht. Ihr habt eine gute Auswahl an unterschiedlichen Heroes mit diversen Fähigkeiten, sodass jeder Spielertyp eine passende Rolle finden sollte. Im Spiel selbst folgt ihr zwar grundlegend immer dem gleichen Rhythmus aus Rohstoffen sammeln, Fort bauen und dann Monster zurückschlagen, der Spaß bleibt dabei aber nicht auf der Strecke. Sich mit erspielten und geretteten Überlebenden Verteidigungsteams zu bauen, weitet sich dann zusätzlich zu einem großen Metagame aus. Die Drops können euch dabei schnell vom Fortschritt abhalten, sofern ihr nicht die richtigen bekommt. Lamas erhaltet ihr außerdem gefühlt immer seltener, was euch zusätzlich stark einschränkt. Der Drang Geld zu investieren, wird daher wohl sehr schnell einsetzen. Wer von euch ein Vierer Team aus Freunden zusammenbekommt, findet hier ein extrem spaßiges Multiplayer Spiel. Ob ihr allerdings zu diesem Punkt einsteigen wollt, solltet ihr euch überlegen. Ansonsten sollten Interessierte auf den F2P Release warten und dann kostenlos anspielen.“

    Marco Schmandt, Redakteur

  • Fortnite

    „Hui, Fortnite hat mich auf den ersten Blick tatsächlich ein wenig überfordert. Der Titel vermischt diverse Genres miteinander, stelle Talentbäume und Charaktere zur Verfügung und lässt Zombies auf uns los. All das macht eine Menge Spaß, auch wenn ihr viel Zeit investieren müsst, um alle Funktionen und Unterschiede der einzelnen Elemente zu verstehen. Habt ihr aber einmal den Dreh raus, wird Fortnite zur echten Spaßgranate. Doch jede Granate hat leider auch seine Schattenseite. Zum einen die Veröffentlichungspolitik seitens Epic Games, zum anderen das Spielen miteinander. Wer die Grundversion für rund 40€ erwirbt, bekommt noch lange nicht genug Items, um alles zu sehen. Dazu sollte man grundsätzlich lieber mit vier Freunden zusammen spielen, da wild durcheinandergewürfelt das Missionsziel schnell aus den Augen verloren wird. Fortnite kann zu einem echten Multiplayer-Hit werden, wenn an einigen Ecken und Kanten noch geschraubt wird. Des Weiteren darf der Free-to-play-Sprung im nächsten Jahr nicht zu groß werden, damit es auch neue Spieler einfach haben, in die bereits bestehende Welt einzutauchen.“

    Tobias Liesenhoff, Chefredakteur

Ab in die Sammlung?

Wer von euch ein Vierer Team aus Freunden zusammenbekommt findet hier ein extrem spaßiges Multiplayer Spiel. Ob ihr allerdings zu diesem Punkt einsteigen wollt, solltet ihr euch überlegen. Ansonsten sollten Interessierte auf den F2P Release warten und dann kostenlos anspielen.

Marco Schmandt
räumt im Moment ordentlich in Destiny auf.
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