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Arizona Sunshine – Test zur Zombie-Apokalypse in VR

Die letzten Titel, die für die PlayStation VR erschienen sind, waren allesamt Shooter. Die Welle reißt auch mit Ariuona Sunshine vorerst nicht ab. Vertigo Games bringt die Zombiekampagne nun auch auf die PlayStation VR, nachdem der Titel bereits im Dezember für die HTC Vive auf Steam erschienen ist. Doch was hat sich seitdem geändert? Wir haben uns den Titel in seiner neuen Form genauer angeschaut.

 

Wieso, Weshalb, Warum?

Wir wachen im Südwesten Amerikas in einem Basislager auf und werden von einem abgetrennten Zombiekopf begrüßt. Unser Ziel ist es, menschliche Überlebende zu finden. Mehr Geschichte gibt es schlichtweg nicht. Deshalb darf man storytechnisch nicht allzu viel erwarten. Das Spiel gibt sich nicht einmal die Mühe zu erklären, wieso wir uns in einer Zombieapokalypse befinden. Für ein solches Spiel eine richtig klasse Erzählweise … Unsere Ziele werden im Spiel als Radiosignale deklariert, eine richtige Sprachausgabe gibt es hingegen kaum bis gar nicht. Einzig ein paar Wörter fallen ab und zu aus dem Mund unseres Charakters, dieser wird allerdings nicht weiter erläutert. Das Schreckliche daran ist allerdings die aufgesetzte und künstliche Erzählweise. Am besten stellt ihr den monotonen Sprecher auf stumm. Zumindest die weiteren Soundeffekte, Waffengeräusche und die Musikuntermalung wurden ordentlich in das Spiel eingefügt. Dies sorgt für die entsprechende Atmosphäre zwischen den Zombies und der Apokalypse. Der Titel wirft uns ohne große Vorwarnung direkt in die Action. Damit wir die verwesten Kreaturen auch mit einem perfekten Treffer abschießen und sie uns nicht zu nah kommen, gibt es am Anfang zumindest ein paar Schießübungen. Der Kampf gegen die Zombies dauert etwa fünf Stunden, danach steht allerdings noch ein Koop-Horde-Modus mit bis zu vier Spielern zur Verfügung. Wer möchte, kann zudem einen höheren Schwierigkeitsgrad ausprobieren und sich mit weniger Munition oder Nahrung gegen das untote Volk beweisen.

 

Steuern kann man in verschiedenen Varianten

Alle Level verlaufen grundsätzlich linear. In einigen Situationen gibt es aber auch die Möglichkeit die Welt nach etwas Munition, Waffen oder Lebensmitteln zu erkunden. So schießen wir uns also von Level zu Level, sammeln etwas Munition ein und versuchen dabei zu überleben. Damit es nicht allzu langweilig wird, wurden alle Bereiche abwechslungsreich gestaltet und in ein schönes Setting voller Zombies verwandelt. Die Waffen stellen leider nur Nachbildungen dar, weshalb sie sich nicht immer echt „anfühlen“. Schade, denn schließlich sind wir hier in der virtuellen Realität. Eine große Gegnerauswahl fehlt leider ebenfalls, Arizona Sunshine beschränkt sich hauptsächlich auf zwei, drei Zombiearten. Immerhin wurde die Steuerung präzise umgesetzt und es kann sowohl per Move-Conroller, Gamepad oder Aim-Controller gespielt werden. Das Spiel unterstützt den Aim Controller in voller Montur. Doch wir sind ehrlich: Aktuell haben wir noch keines dieser Apparaturen für unsere Move-Controller in der Redaktion, weshalb ein ausführlicher Test hierzu leider ausfiel. Gesteuert wird der Charakter per Teleportation, was für einige Spieler Motion Sickness verursachen kann. Wir hatten während unseres Tests allerdings keinerlei Probleme. Optional kann diese Funktion aber glücklicherweise ausgeschaltet werden, was zu einer besseren Orientierung führt. Daraufhin steuert man per Button der Move-Controller oder des Sticks vom Controller. Ebenso darf entschieden werden, ob die Drehung entweder freiräumig verläuft oder fest eingestellt ist.

 

Optisch bester PlayStation VR Titel

Grafisch sind die Untoten toll animiert und die Landschaften perfekt an das Szenario angepasst. Allerdings sind nicht alle Texturen in der Nähe scharf und detailiert. Dazu gesellen sich ab und zu Clipping-Fehler, was allerdings nicht allzu häufig vorkommt. Nichtsdestotrotz ist Arizone Sunshine eines der best aussehenden VR-Titel, die man zurzeit für die PlayStation VR Brille bekommt.

 

Positiv:

Schicke Schauplätze mit abwechslungsreichen Bereichen
Der gute Sound sorgt für eine dichte Atmosphäre mit Zombies
Ein Koop-Horde-Modus mit bis zu vier Spielern ist vorhanden
Aim Controller wird komplett unterstützt

Negativ:

Die Story ist kaum vorhanden, was den Zusammenhalt zwischen Gameplay und den Leveln erschwert
Wenige Zombie-Arten im Spiel
Teleportation sorgt für schlechtere Orientierung
Die deutsche Vertonung ist ein Grauen für die Ohren
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    „Mit Arizona Sunshine erschien ein weiterer Shooter für die PlayStation VR. Als zweiter Titel überhaupt unterstützt das Spiel zudem den neuen Aim-Controller, welcher mit Farpoint erschienen ist. Dank einer guten Steuerung, einem abwechslungsreichen Setting, kooperativen Horde-Modus und einer genialen Soundkulisse, bietet Arizona Sunshine rund fünf Stunden Spielspaß. Allerdings hat das Zombieabschießen auch ein paar Schwierigkeiten. Eine Story rund um die Apokalypse fehlt leider. Selbst eine Erklärung, wieso es zum Ausbruch der Untoten kam, gibt es nicht. Die Teleportation zum Bewegen des Charakters sollte man zudem lieber auf die Analogsticks umstellen. Wer über diese Kleinigkeiten hinwegsehen kann, bekommt einen soliden Shooter, der optisch das aktuell hübscheste Spiel für VR ist.“

    Tobias Liesenhoff, Chefredakteur

Ab in die Sammlung?

Arizona Sunshine ist für Zombiefans ein toller VR-Shooter mit optischen Highlights.

Tobias Liesenhoff
wartet sehnsüchtig auf den ersten Messetag der gamescom.
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