Zu Besuch bei Nintendo auf dem Post E3 Event 2017

Nintendo Deutschland hat uns in ihre Zentrale nach Frankfurt eingeladen, damit wir uns vor Ort die neusten Spieletitel genauer anschauen können. Mit Splatoon 2, Super Mario Odyssey, Mario & Rabbids Kingdom Battle, ARMS und vielen weiteren Titeln konnte der Japaner uns in seinen Bann ziehen. Die Nintendo Switch wird in den nächsten Monaten einen exklusiven Titel nach dem nächsten erhalten. Was wir alles erleben durften und wie uns die Titel gefallen haben, lest ihr jetzt in unserem Special.

 

Die farbige Welt von Splatoon 2

Unsere erste große Station war Splatoon 2. Dies lag allerdings mehr an der Tatsache, dass dieser Stand fast durchweg wenig bis gar nicht von den Medienpartnern besucht wurde. Immerhin hatten die netten Nintendo Mitarbeiter Lust mit uns ein paar Runden um die Wette zu färben. Im lokalen Match können nämlich bis zu acht Spieler in zwei Teams gegeneinander verschiedene Spielmodi auf den unterschiedlichsten Karten bestreiten. Die größte Neuerung fiel uns dabei direkt in der Lobby auf. Hier werden ab sofort vor jeder Runde die Waffen und Kleidungsstücke (Jacken, Hosen und Frisuren) gewechselt und auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst. Gespielt haben wir dann mehrere Runden auf bekannten und neuen Maps. Leider wurde auf den bereits bekannten Karten nichts verändert. Auch die neue Kletterhalle, welche man bereits aus den Trailern kennt, ist kein besonderes Highlight. Schließlich sind uns in den kurzen drei Minuten keine Interaktionsmöglichkeiten aufgefallen, wie es beim Großteil aus Teil 1 der Fall war. Durch das Fehlen des Gamepads fehlt leider auch die direkte Ansicht auf die Übersichtskarte mit dem aktuellen Farbstand und dem Quickjump. Beides ist nur noch über die Steuertasten möglich, was sich leider auch dezent negativ auf den Spielfluss auswirken kann. Schließlich pausiert das Spiel nicht während der Auswahl. Leider ist die Map-Rotation auch wieder mit an Bord – immerhin gibt es nun drei Maps alle zwei Stunden. In diesem Rhythmus bleibt es allerdings bei einem Spielmodus. Ebenfalls neu ist der Zuschauermodus. Dort wird die komplette Karte inklusive dem Stand der Einfärbungen, für externe Spieler dargestellt. Nach den paar Runden ging es dann für uns an den runden Tisch inklusive vier Switches im Handheld-Mode. Hier durften wir den neuen Salmon-Run Modus ausprobieren. In einem gemeinsamen Team mit bis zu vier Spieler/innen geht es darum, verschiedene Mobs umzulegen, damit diese Fischeier fallen lassen. Diese müssen dann sicher in einen Korb gebracht werden. Doch nicht nur der Korb steht immer an der einer anderen Stelle, auch die Maps verändern sich innerhalb der drei Gegnerwellen. Sollte ein Freund gestorben sein, wird seine Position mit einem Rettungsring markiert. Die restlichen Spieler im Team erhalten dann die Möglichkeit diesen mit ihrer Farbe einzufärben, damit das Teammitglied wiederbelebt wird. Die Schwierigkeit kann von 5 bis 100% eingestellt werden, was sich auch deutlich bei den Salmoniden widerspiegelt. Der Ausflug auf etwa 55% wurde innerhalb von 30 Sekunden auch nur durch einen Mob wieder beendet. Grundsätzlich hat sich im Vergleich zum ersten Teil nicht allzu viel verändert. Wir bleiben gespannt, wie groß die Neuerungen zum Release im Juli ausfallen werden.

Bilder vom Event

 

Super Mario Odyssey nimmt uns mit auf Weltreise

Das Highlight auf der E3 2017 war das neue große Mario-Abenteuer. Demnach war auch in Frankfurt der Super Mario Odyssey Stand stetig viel besucht. An mehreren Anspielstationen war es uns aber möglich, selbst Hand an die Joy-Cons zu legen. Es standen zwei Level mit jeweils zehn Minuten Beschränkung zur Auswahl. Odyssey wird verschiedene Stellen auf der ganzen Welt aufgreifen und Mario auf eine Reise voller Abenteuer schicken. Wir durften uns in einem Wüstenlevel und in einer Stadt voll und ganz austoben. In den jeweiligen Leveln gilt es dann verschiedene Gegnertypen, Münzen, viele Geheimnisse und andere Kleinigkeiten zu finden. Neben den globalen Münzen können in den verschiedenen Ortschaften auch lokale Währungen eingesammelt und verwendet werden. Ab sofort ist Mario auch nicht mehr auf der Suche nach Sternen, sondern darf sich nach Monden umschauen. Davon gibt es innerhalb der verschiedenen Level nun auch wesentlich mehr als zuvor. Dank verschiedener Checkpoints innerhalb der Welten braucht Mario nach dem Einsammeln nicht erst zu seinem Raumschiff zurückkehren, sondern darf direkt weitersuchen. Dies sorgt für einen besseren Spielfluss und lässt die Ladezeiten kürzer ausfallen. Um sich in den einzelnen Leveln zurechtzufinden, steht Mario eine Karte, welche als Reiseführer mit Hinweisen zu bestimmten Secrets designt wurde, zur Verfügung. Hauptaugenmerk sollte man allerdings auf Marios Mütze legen. Diese kann uns nicht nur in einen Kugelwilli verwandeln, sondern hilft ebenso beim Münzen sammeln, Stromleitungen besteigen und mit NPCs zu interagieren – nur um einige Möglichkeiten zu nennen. Zudem stehen uns im Verlaufe des Spieles auch verschiedene Outfits zur Auswahl. Diese verändern Mario nicht nur optisch, sondern können auch die Geheimnisse und Lokalitäten in einigen Bereichen beeinflussen. Besondere Stellen, wie Teile in Super Mario Bros. Optik, machen Super Mario Odyssey zu einem großartigen Abenteuer. Auch wenn wir die Level nicht wirklich ausführlich spielen konnten, dies war nämlich auch gar nicht das Ziel der jeweils nur zehn Minuten Beschränkungen gewesen, teilte uns Harald Ebert (PR Director Nintendo Deutschland) mit, die Gameplaymechanik ähnelt sich sehr stark mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Diesen Vergleich haben wir auch von anderen Medienpartnern mehrfach bei einzelnen Gesprächen herausgehört. Mit Odyssey wird Nintendo einen weiteren modernen Weg eingehen, der dem Franchise vor allem im Gameplay ziemlich gut tun wird.

 

Mario und die Rabbits treffen auf XCOM

Auf der E3 war eine der größten Überraschungen die Ankündigung von Mario + Rabbids: Kingdom Battle für die Nintendo Switch. Eben dieses Spiel konnten wir auch auf dem Post E3 Event von Nintendo anspielen. In 20 Minuten konnten wir uns durch die Hub Welt bewegen und Einblick in die Rundenstrategiekämpfe gewinnen. Dabei erinnert das Spiel an Titel wie XCOM oder die Fire Emblem Reihe. In der Hub Welt bewegt man seine Gruppe bestehend aus drei verschiedenen Charakteren durch die Welt, sammelt Münzen ein und löst das eine oder andere Rätsel. Des Weiteren kann man dort mit den gefundenen Münzen neue Waffen und Fähigkeiten für seine Helden freischalten. Dabei besitzt jeder Charakter verschiedene Fähigkeiten mit eigenen Stärken und Schwächen. Dabei muss man auf eine ausgewogene Charakterzusammenstellung achten. Bei den Charakteren standen von den Nintendocharakteren Mario, Peach und Luigi parat. Daneben standen noch deren Rabbitsvarianten Spalier. Der größte Teil, den wir in den 20 Minuten gesehen haben, war das Kampfsystem. Ähnlich wie in XCOM oder anderen Rundenstrategiespielen muss man dabei mit jedem Zug seine Charaktere auf dem Spielfeld bewegen und feindliche Gegner besiegen. Dabei ist eine richtige Positionierung besonders wichtig. Denn je nachdem wo man seine Helden positioniert, hat man andere Chancen Gegner zu treffen oder getroffen zu werden. Hinter Deckungen, die sich überall auf dem Kampffeld befinden, ist man zum Teil vom gegnerischen Beschuss geschützt. Dasselbe gilt natürlich auch für den Gegner, befindet sich ein Gegner hinter einer Deckung ist es ratsam, diesen zu flankieren. Damit hat man die höchsten Trefferchancen und richtet so hohen Schaden an, jedoch sollte man darauf aufpassen, dass der Gegner nicht zum Gegenschlag ausholt und einen ebenfalls flankiert. So ergeben sich stets taktische Duelle, die zwar nicht an die Tiefe eines XCOM’s heranreichen, jedoch auch ihren Reiz haben. Des Weiteren haben die verschiedenen Charaktere auch besondere Fähigkeiten. Peach zum Beispiel konnte verwundete Helden heilen, während andere Helden andere Fähigkeiten besaßen. Auch kann man die besonderen Elemente des Kampffeldes zur Hilfe nehmen. Auf der einen Map gab es zum Beispiel die aus den Mario Spielen bekannten grünen Tunnel. Diese konnte man verwenden und sich so schnell zu einer anderen Stelle der Karte zu bewegen. Dies hatte den Vorteil, dass man sich über eine große Distanz bewegen konnte. Bei der Bewegung hat jeder Charakter in seinem Zug nur eine begrenzte Reichweite. Daher sollte man stets gut überlegen, wo man seine Helden hinbewegt. Auf dem Event gab es dabei, neben einer Tutorial Mission auch zwei weitere zu sehen. In der Ersten musste man alle feindlichen Rabbits au dem Kampffeld eliminieren. In der zweiten hingegen musste man ein bestimmtes Zielgebiet mit seinen Helden erreichen. Diese Mission war auch das Highlight der Demo, denn diese verlangte einem alles ab. Mit zahlreichen feindlichen Rabbits, wobei einer von denen ein riesiger bedrohlicher Rabbit war und der aus anderen Mario Spielen bekannten Kettenhund war ebenfalls dabei. Dieser griff in jeder Runde stets den Charakter an, der ihm am nächsten war. So musste man stets darauf achten ihm fern zu bleiben, den anderen Gegnern anzugreifen und das Zielgebiet zu erreichen. Bereits jetzt machte das Spiel einen durchweg gelungenen Eindruck. Fraglich ist allerdings noch, inwieweit der Anspruch der kommenden Welten ansteigt. Denn die angespielten Missionen stellten keine große Herausforderung dar und waren leicht zu meistern. Auch bleibt es abzuwarten, inwieweit der Rabbits Humor Einzug in das Spiel erhält. Die Ubisoft Hasen kommen nicht bei jedem Spieler gut an und überreizen manchmal die Geduldsfäden des Spielers. In der Demo hielt sich dieser noch Rahmen, daher bleibt es abzuwarten, wie es im fertigen Spiel aussieht. Lange warten müssen wir nicht mehr, denn das Spiel erscheint am 29. August für die Nintendo Switch.

Bilder von den neuen amiibos

 

Packende Duelle in FIFA 18 und Pokemon Tekken

Neben Splatoon 2 und den beiden Mario Spielen gab es noch viele weitere Switch Spiele vor Ort zum Anspielen. Eines der Spiele war das kommende FIFA 18. Nach etlichen Jahren wird es in diesem Jahr wieder möglich sein, ein FIFA Spiel unterwegs zu spielen. Hier merkt man jedoch die technischen Unterschiede zwischen der Nintendo Switch und den Heimkonsolen Playstation 4 und Xbox One. Während bei den Heimkonsolen das neue FIFA 18 mit der Frostbite Engine läuft und diese nahezu fotorealistische Grafik auf den Bildschirm zaubert, läuft das Spiel auf der Switch lediglich mit einer eigens für die Switch kreierten Engine. Aber verstecken braucht sich die Switchfassung vor den anderen nicht. Denn die größte Stärke der Switch Fassung ist, dass man FIFA 18 auch unterwegs spielen kann. Dabei hat man unterwegs eine Auflösung von 720p, während im Dock am TV 1080p dargestellt werden. Nach einer Partie lässt sich noch nicht viel über das Gameplay sagen. Erst nach mehreren Spielen mit dem fertigen Spiel lässt sich ein Fazit ziehen. In der einen Partie ging die Steuerung flott von der Hand, wodurch sich Passstafetten und Torchancen ausspielen ließen. Wer schon mal ein FIFA Spiel gespielt hat, wird auch mit dem neuen Ableger sofort zurechtkommen. Beim Umfang muss man bei der Switch Fassung lediglich auf den Journey Modus um Alex Hunter verzichten. Alle anderen Modi wie der Karrieremodus, Ultimate Team etc. werden hingegen dabei sein. Ein weiteres Spiel, welches wir in Frankfurt bei Nintendo anspielen konnten, war die Switch Portierung von Pokemon Tekken. Im letzten Jahr erschien der Beat Em Up Hit für die WiiU und kam damals in unserem Test nur durchwachsen an. Vor Ort konnten wir einige unterhaltsame 1 vs. 1 Duelle spielen. Während auf der WiiU nur 16 verschiedene Pokemon zur Auswahl standen, stehen in der Switch Fassung nun 21 verschiedene Pokemon zum Kämpfen parat. Neu sind einige Pokemon aus der neuen Generation, wie etwa Silvaroo und einige ältere wie etwa Sherox oder Darkrai. In Zukunft dürften aber noch weitere Pokemon durch DLC’s hinzukommen. Die Steuerung ging nach einiger Eingewöhnung ebenfalls flott von der Hand. Als Anfänger des Spiels ging es bei uns beim Spielen jedoch nie über reines Buttonmashing hinaus. Fraglich bleibt jedoch, ob das Spiel für die Switch einen großen Mehrwert für die Besitzer der WiiU Fassung liefert. Denn mit den fünf neuen Pokemon sind die Neuerungen recht überschaubar. Eine Meinung darüber lässt sich erst am 22. September fassen, wenn Pokemon Tekken DX im Handel erscheint.

 

Unser Fazit

 

 

Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
freut sich auf die gamescom 2018.

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