Angespielt: Blackwood Crossing (gamescom 2016)

Angespielt: Blackwood Crossing (gamescom 2016)

Blackwood Crossing zählte wohl eher zu den unbekannteren Spielen der gamescom 2016. Vom Entwicklerstudio Paper Seven geschaffen, soll es 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC (Steam) erscheinen. Das Spiel kann in die Kategorie First-Person Adventure eingeordnet werden, Protagonistin ist das Mädchen Scarlett. Sie verlor ihre Eltern schon in jungen Jahren, ebenso wie ihr Bruder Finn. Was unsere Eindrücke vom Geschwisterpaar sind, erfahrt ihr im folgenden Angespielt.

 

Tragische Story

Blackwood Crossing beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen den Geschwistern Scarlett und Finn. Scarlett befindet sich mitten in der Pubertät: Sie hat einen Freund und ihre Interessen haben sich im Laufe der Zeit verändert. Ihr kleiner Bruder Finn will dies nicht akzeptieren und versucht mit seiner kindlichen Fantasie, Scarlett bei sich zu halten. Besonders durch den tragischen Verlust der Eltern ist Scarlett das Einzige, was er noch zu haben scheint. Zu Beginn des Spiels wachen wir als Scarlett in einem fahrenden Zug auf. Die einzige Person, die mit uns hier gelandet zu sein scheint, ist Finn. Während wir durch den Zug streifen, erkennen wir Personen aus unserem Alltag wieder, allerdings mit verschiedenen Papiertüten auf dem Kopf, die Tiere darstellen sollen. Wir können die Personen betrachten, allerdings keinen Dialog mit ihnen führen. Sprechen wir diese an, verschwinden sie oder reden kurze Sätze. Bereits hier merken wir, dass es sich nicht um eine reale Zugfahrt handelt, sondern um eine Fantasiewelt, die dem Geiste des kleinen Bruders entstammt. Dies ist vor allem daran zu erkennen, dass der von Finn ungeliebte Freund der Schwester, welcher ihm seine Schwester wegnehmen könnte, eine besonders hässliche Papiertüte aufgesetzt bekommen hat.

Finn lädt uns zum Basteln in sein Baumhaus ein.

Finn lädt uns zum Basteln in sein Baumhaus ein.

 

Das Gameplay

Während wir so durch den Zug wandeln, taucht Finn ab und an vor uns auf, verschwindet aber gleichzeitig als Blätterhaufen. Nach einer kurzen Spielzeit verwandelt sich der Zug vor uns nach und nach in einen Wald. Finn verschwindet in einem Baumhaus, welches wir nur mit einem Passwort betreten dürfen. Da wir dieses nicht kennen, erkunden wir den restlichen Teil des Zuges, in welchem kleine Hinweise versteckt sind. In der Umgebung finden wir vier Bilder, die ein Schattenspiel von den Geschwistern und einem Drachen darstellen. Der Bruder scheint alleine nicht gegen den Drachen bestehen zu können, bis seine Schwester Scarlett ihm zu Hilfe eilt und sie gemeinsam den Drachen bezwingen. Unter jedem Bild steht ein Fantasiewort, bringen wir die Bilder in die richtige Reihenfolge, erhalten wir einen Fantasiesatz, dem wir dem Bruder mitteilen müssen. Ist das Passwort korrekt, lässt man uns ins geheime Baumhaus. Dort möchte Finn einen Schmetterling aus Papier basteln, wir müssen uns auf die Suche nach Kleber und Schere machen. Theoretisch würde das Spiel so weiter gehen, dass wir den Schmetterling mithilfe von kleinen Interaktionen zu Ende basteln würden, im Anschluss an die Szene rastet Finn aus. Doch so weit kommt es gar nicht, denn als wir uns versuchten, auf den Stuhl zum Basteln zu setzen, passierte nichts. Uns war es auch nicht mehr möglich, uns hinzusetzen. Somit mussten wir das Spiel von einem vorherigen Speicherpunkt aus starten lassen, welcher allerdings auch verbuggt war, da das Baumhaus in dieser Szene nicht mehr lud. Somit wurde unser halbstündiges Spielvergnügen von Bugs beendet.

 

Fazit:

Der Ansatz von Blackwood Crossing ist wirklich genial. Die Story ist dramatisch und das Spiel setzt dieses Thema passend um. Durch die Fantasie von Finn erlebt man unterschiedliche Aspekte seiner Gefühlswelt und somit umgesetzte Abschnitte im Spiel, allerdings darf man hierbei seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Es handelt sich um ein simples Adventure Game, dass auf seine Rätsel und die Erzählung der Geschichte um die beiden Waisen setzt. Die Grafik würden wir als mittelprächtig beschreiben, die störenden Bugs sollten unbedingt bis zum Release behoben sein, da das erneute Laden seines Speicherstandes auf Dauer nervig wird. Somit handelt es sich bei Blackwood Crossing um ein schönes narratives Spiel, bei dem noch Luft nach oben ist.

 

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Jasmin Paskuda
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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