Angeschaut: Die Gilde 3 (gamescom 2016)

Angeschaut: Die Gilde 3 (gamescom 2016)

Viele Jahre und ein neues Entwicklerstudio hat es gebraucht, um ein Lebenszeichen von Die Gilde 3 auf der gamescom zu geben. Momentan befindet sich das Spiel zwischen der Alpha- und der Betaphase, soll aber im ersten Quartal 2017 erscheinen. Wir durften das Spiel in einer halbstündigen Präsentation sehen. Das realistische Strategie-Spiel setzt nicht auf Drachen und Magie, sondern will in anderen Dingen punkten. Ob und wie uns das Spiel gefallen hat, könnt ihr in folgendem Angeschaut sehen.

 

Komplex, komplexer, Die Gilde 3

Während der Präsentation wurde uns einiges klar: Bei Die Gilde 3 handelt es sich nicht um ein Spiel, welches man eben mal zwischen durch in der Mittagspause spielen kann. Es liefert viele Stunden Spielzeit, in der man auch noch nach einiger Zeit Neues dazulernen kann. Einer der Entwickler von GolemLabs erklärte uns, dass das Spiel trotz seiner Komplexität einsteigerfreundlich sei. Warum? Weil man mit einer Lernkurve arbeitet: Zu Beginn stehen einem nur wenig Möglichkeiten im Spiel zur Verfügung. Nach und nach steigt man in seinem Rang und Ansehen, womit sich mehr Möglichkeiten bieten, das Spiel zu gestalten. Ihr erhaltet also nicht zu Beginn den vollen Input, sondern erhaltet in gesundem Maße neue Herausforderungen und Optionen. Mit der gleichen Engine, die man auch bei Darksiders verwendet hat, erlebt ihr nicht die Crème de la Crème, was die Grafik betrifft, allerdings ist dies bei einem Simulationsspiel nicht unbedingt vonnöten. Auf einer sechzehn Mal größeren Karte (im Vergleich zu den Vorgängern) habt ihr die Möglichkeit, eine Stadt aufzubauen und zu verwalten.

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Das Speil möchte nicht durch Grafik, sondern Strategie überzeugen

 

Macht & Einfluss

Für all diejenigen, die die Vorgänger nicht gespielt haben: Ihr spielt einen Charakter, der sich vom Taugenichts im Rang hocharbeiten muss. Euer Charakter wächst mit der Zeit, allerdings segnet ihn irgendwann das Zeitliche. Doch dann ist nicht das Ende aller Tage erreicht: Habt ihr Kinder, könnt ihr als einer eurer Nachkommen weiterspielen. Dieser Prozess lässt sich beliebig oft wiederholen und so könnt ihr auf eine immense Spielzeit kommen. Mithilfe eines Skilltrees könnt ihr bestimmen, wie ihr euch hocharbeiten wollt. Zu Beginn könnt ihr beispielsweise Basis-Items herstellen, die ihr im nächsten Schritt in einem eigenen Geschäft verkaufen könnt. Wenn ihr es wollt, könnt ihr diese Items allerdings auch stehlen. Ihr arbeitet euch somit vom Bürger zum Staatsangehörigen und zum Adel hoch. Einmal im Adel angekommen, kümmert ihr euch natürlich nicht nur um euer Geschäft, sondern regelt politische Angelegenheiten, zu denen auch juristische Verurteilungen als Richter zählen. Dabei müsst ihr natürlich berücksichtigen, ob ihr eine beim Volk beliebte Person verurteilt. Dementsprechend müsst ihr euer Urteil wählen, um euch keine weiteren Feinde zu machen. Doch habt ihr in eurer Vergangenheit als Dieb euer Geld verdient, kann es sowieso sein, dass sich die Bewohner daran erinnern und euch dementsprechend behandeln. Stiehlt ihr als Adeliger, könnt ihr sogar sofort aus der Stadt gejagt werden.

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Es gibt verschiedene Familien mit eigenen Persönlichkeiten

 

Was gibt’s neues?

Während des Spiels soll es immer neue Herausforderungen geben, damit euch nicht langweilig wird. Hierzu zählen Items, die ihr im Verlauf freischalten könnt. Neu sind die Steam Achievements, die ihr euch verdienen könnt. Hierbei gibt es auch einige komplexe, die schwer freizuschalten sind (ein Achievement hat unter anderen mit einem eurer Kinder zu tun, welches ihr beim Waisenhaus adoptiert habt). Die Stadt ist stadtartiger aufgebaut, ihr habt die Gebäude also nicht an einem Fleck zentriert, sondern auf einer größeren Fläche verteilt. Es gibt nun einen Tag- und Nachtwechsel, wobei die Nacht gefährlicher durch umherschleichende Diebe ist. Neu sind auch die Jahreszeiten, mit denen sich auch die Umgebung ändert. In bestimmten Jahreszeiten grassieren zudem diverse Krankheiten, an denen euer Charakter sterben kann. Des Weiteren erlebt ihr in Die Gilde 3 viele kleine einzelne Geschichten, da jede Familie ihre eigene Persönlichkeit hat und somit neue Quests freischalten kann.

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Städte wirken durch den neuen Aufbau realistischer

 

Fazit:

Nach der halbstündigen Präsentation stand für mich fest, dass Die Gilde 3 etwas für Strategieliebhaber bleiben, den Großteil der Casual Gamer allerdings nicht überzeugen wird. Auch der Versuch, das Spiel einsteigerfreundlich zu machen, ändert nichts an der Komplexität, von der man im Endstadium des Spiels leicht erschlagen werden könnte. Allerdings bietet das Die Gilde 3 viel mehr als andere Spiele des Genres, da nun das Hauptaugenmerk darauf gelegt wurde, auch noch nach vielen Spielstunden neue Herausforderungen zu bieten und den Spieler bei Laune zu halten. Mit den vielen Neuerungen kann ich Die Gilde 3 allen Strategiefans nur ans Herz legen, alle anderen Gamer sollten sich vor dem Kauf informieren, ob sie viel Zeit in so ein komplexes Spiel stecken möchten. Der Versuch, das Spiel noch realistischer zu gestalten, ist gelungen.

 

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Jasmin Paskuda
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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