Angespielt: Divinity Original Sin 2 (gamescom 2016)

Angespielt: Divinity Original Sin 2 (gamescom 2016)

Das Entwicklerstudio Larian Studios präsentierten auf der diesjährigen gamescom ihr neustes Fantasy RPG Divinity Original Sin 2. Nach einer Early Access Phase auf Steam, die am 15. September 2016 beginnt, soll das Spiel im Verlaufe des Jahres 2017 für PlayStation 4, Xbox One und den PC erscheinen. In einer einstündigen Livepräsentation wurde neben der Charaktererstellung auch weiteres Gameplaymaterial gezeigt. Die Eindrücke zum Spiel gibt es in diesem Angespielt.

 

King of the lizards

Die Präsentation wurde von zwei Herren aus dem Entwicklerteam von Larian Studios gestaltet. Allerdings wurde mir versichert, dass auch zwei weitere Freunde, also insgesamt vier Spieler am Geschehen teilnehmen können. Wie auch schon im ersten Teil ist es hier möglich, den Modus des Spiels zu ändern, je nachdem, ob man mehr Wert auf den Kampf oder auf die Hintergrundgeschichte legt. Bei der Charaktererstellung fällt zunächst auf, dass das Interface komplett überarbeitet wurde. Neben der bisherigen Rasse, dem Menschen, kann man nun zwischen einem Elfen, Lizard oder auch Zwerg wählen. Zudem wird es im finalen Spiel zwei weitere Klassen geben, ein Nekromant und eine Klasse, mit der man seine Rasse beliebig ändern kann. Die Wahl der Rasse sollte mit Bedacht gewählt werden, da die Umwelt je nach Rasse unterschiedlich auf euch reagieren wird. So bleiben einem beispielsweise Gesprächsoptionen verwehrt. Des Weiteren wurde jede Rasse mit einer besonderen Gabe versehen, bei denen nicht auf Stereotype geachtet wurde. So können die Elfen Leichen fressen und so die Gedanken der Verstorbenen lesen, desweiteren werden sie von den Lizards versklavt und tragen eine entsprechende Markierung auf der Stirn. Eine große Neuerung bei der Charaktererstellung sind die vorgefertigten Charaktere, die man statt eines individuell gestalteten Helden wählen kann. Unabhängig davon, ob man diese vorgefertigten Charaktere auswählt oder nicht, tauchen diese im Verlauf des Spiels auf und verfolgen ihre eigene Quest, die mit ihrer Lebensgeschichte verbunden ist. Der rote Lizard Prinz beispielsweise möchte beweisen, dass er seinen Adelstitel rechtmäßig trägt. Ein anderer Charakter ist Lohse, die von einem Dämon besessen ist und mit seiner Mordlust seinen Wirt ganz schön auf Trab hält.

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The Red Prince – Majestätisch, wie seine Hoheit nur sein kann

 

 Entkomme der Insel

Das Angespielt startet damit, dass wir auf einer Gefängnisinsel starten und von dieser entkommen müssen. Die Welt ist frei erkundbar und kann von jedem Mitspieler separat ausgekundschaftet werden. Weitere Freiheiten bestehen auch im Töten von NPCs: Abgesehen von einigen, wenigen, wichtigen Charakteren kann jeder NPC im Spiel (je nach Lust und Laune des Spielenden) getötet werden. Abhängig davon, welchen der vorgefertigten Charaktere ihr gewählt habt, muss jeder Spieler zudem seine eigene Questreihe abschließen und die Welt auf eigene Faust bereisen. Während der Präsentation begegneten wir dem roten Lizard Prinzen (da wir diesen nicht ausgewählt haben), den wir überreden konnten, sich uns anzuschließen. Auf unserer weiteren Reise begegneten wir darauf Sebille, einer ehemaligen Sklaven-Elfin, die wir ebenfalls überreden könnten, sich uns anzuschließen. Sprechen wir diese allerdings mit dem Lizard Prinzen an, werden wir mit aller Wahrscheinlichkeit getötet und der Charakter steht uns im weiteren Spielverlauf natürlich nicht mehr zur Verfügung. Dabei stand uns nicht mehr das alte Schere-Stein-Papier Spiel zur Verfügung, stattdessen hatten wir mehrere Gesprächsoptionen zur Auswahl, die Einfluss auf den Verlauf des Gesprächs nahmen. Die Entwickler wollten somit den Fokus auf die Gespräche verstärken und etwas Ernst in die Dialoge bringen. Apropos Dialoge: Im ersten Teil der Divinity-Reihe war es möglich, mit dem Spielpartner zu diskutieren, falls man bei bestimmten Questreihen anderer Meinung war. In Divinity Original Sin 2 wird das Problem ganz anders gelöst. Gefällt euch nicht, was euer Spielpartner verzapft, könnt ihr euch kurzerhand dem vermeintlichen Gegner anschließen und gemeinsam gegen euren Freund kämpfen. Herrlich.

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Je nach Charakter stehen uns andere Dialogoptionen zur Verfügung

 

Auf in den Kampf!

Natürlich wurde auch der Kampf in Divinity Original Sin 2 neuen Konzepten unterzogen. Im Gegensatz zum ersten Teil der Reihe stehen euch nun weniger Aktionspunkte zur Verfügung, sodass der Kampf insgesamt taktischer wird und ihr euch genauer überlegen solltet, was für Skills ihr einsetzt. Da die Anzahl der Skills im Kampf begrenzt ist, könnt ihr eure durch Level Up gewonnen Punkte nun in das neue Attribut „Memory“ stecken, welches die Anzahl eurer gleichzeitig nutzbaren Skills erhöht. Somit seid ihr flexibler, könnt aber durch die fehlenden Punkte auf Intelligenz oder Stärke nicht soviel Schaden austeilen. Neben den bisherigen veränderbaren Flächen in der Umwelt (Giftwolke, Lavafluss) gibt es nun auch verfluchte Flächen sowie Blutflächen, durch welche Charaktere automatisch den Status Blutend erhalten. Einen neuen Modus bringt das Spiel ebenfalls mit sich. Ihr könnt in einer PVP-Arena gegen eure Freunde kämpfen, um ihnen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Dabei müsst ihr genauso taktisch vorgehen, wie es im Storymodus der Fall ist, denn hier sind Positionen der Kämpfer relevant. Höher gelegene Kämpfer richten beispielsweise höheren Schaden an als solche, die auf der Grundebene gelegen sind.

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Durch den Skill Blutregen können wir Blutflächen erscheinen lassen

 

Fazit:

Mir gefällt, dass Larian Studios sich die Kritik der Fans zu Herzen genommen hat und diese in Divinity Original Sin 2 umsetzt. Es gibt viele Neuerungen im Vergleich zum ersten Teil, die viel mehr auf den Spieler an sich eingehen und diesen die Welt freier erkunden lassen können. Durch das neue Konzept der Dialogoptionen hat man das Bedürfnis, Gespräche erneut durchzugehen und sich so andere Ausgänge von Questreihen zu erhoffen. Dementsprechend steht für uns fest: Dieses Spiel zählt zu den Tops der gamescom und erhält eine klare Empfehlung! Falls wir euer Interesse geweckt haben, schaut doch einfach in der ab dem 15. September stattfindenden Early Access Phase auf Steam rein.

 

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Jasmin Paskuda
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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